Songs für andere Künstler schreiben: Stimme, Pitch und Anteile
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Schreib für Stimme und Geschichte anderer Künstler, bau einen Pitch mit Guide-Vocal, Text und Akkorden, finde die richtigen Leute und kläre die Anteile vorab.
Wenn du Songs für andere Künstler schreibst, schreibst du für ihre Stimme, ihre Geschichte und ihr Publikum, nicht für deine. Hör dir an, was die Person veröffentlicht hat (Stimmumfang, Tempo, Themen, die Wörter, die sie wirklich sagen würde), schreib oder überarbeite den Song in einer Tonart, die ihr liegt, und nimm eine Pitch-Demo mit klarem Guide-Vocal auf. Schick sie mit Text und Akkorden über jemanden, dem das Team schon zuhört: eine Produzentin, einen Verlag, das A&R oder das Management. Und bevor der Song den Raum verlässt, halte in einem Split Sheet fest, wer was geschrieben hat. Einen Song „verkaufst“ du selten: Meist behältst du deinen Anteil als Urheber und bekommst Tantiemen, wenn er aufgenommen und genutzt wird.
Hier findest du, was sich gegenüber dem Schreiben für dich selbst ändert, ein durchgearbeitetes Beispiel mit einem Refrain für einen fiktiven Künstler, was in einen Pitch gehört, an wen du ihn schickst, wie Anteile und die Anmeldung bei GEMA, AKM oder SUISA laufen und eine Vorlage für deinen Katalog. Das ist eine allgemeine Information, keine Rechtsberatung: Für einen Vertrag sprich mit einer Anwältin oder einem Anwalt für Musikrecht.
Für dich schreiben oder für eine andere Stimme
| Für dich | Für andere Künstler | |
|---|---|---|
| Stimme | Dein Umfang, deine Tonart | Ihr Umfang: Der Refrain liegt da, wo die Stimme glänzt |
| Geschichte | Was dir passiert ist | Etwas, das sie jahrelang auf der Bühne singen können, ohne sich fremd zu fühlen |
| Wörter | Dein Wortschatz | Wörter, die in ihrem Mund natürlich klingen, keins, das sie nie sagen würden |
| Wer entscheidet | Du | Die Künstlerin oder der Künstler, die Produktion und das Team; du schlägst vor |
| Was du lieferst | Eine fertige Aufnahme | Einen Song, den man sich leicht vorstellen kann: Guide-Vocal, Text, Akkorde |
Die letzte Zeile ist der große Unterschied. Wenn du für dich schreibst, ist die Aufnahme das Produkt. Wenn du für jemand anderen schreibst, ist die Demo ein Vorschlag, und ihre Aufgabe ist, dass die Person sich in der ersten Minute selbst darin hört.
Das heißt nicht, dass du beliebige Songs schreiben sollst, die „jeder singen könnte“. Ein Song ohne Haltung wird schnell aussortiert. Das Handwerk besteht darin, eine konkrete Geschichte zu behalten und sie in die Welt der Künstlerin oder des Künstlers zu holen.
Studier die Künstler, bevor du eine Zeile schreibst
Nimm dir eine Stunde für die letzten Veröffentlichungen (das letzte Album oder die letzten fünf Singles) und füll ein einseitiges Profil aus. Fünf Punkte zählen:
- Stimmumfang. Finde den tiefsten und den höchsten Ton in den Refrains, nicht den einen Spitzenton am Ende einer Bridge. Sing mit und prüf die Tonhöhe mit welchen Ton singe ich: Das Tool hört im Browser über dein Mikro zu, und das Audio bleibt auf deinem Gerät.
- Tempo und Groove. Tipp den Puls von drei oder vier Songs mit dem Tap-Tempo-Metronom mit. Die meisten Acts bewegen sich in einem engeren BPM-Bereich, als man denkt.
- Perspektive. Singen sie ein „du“ an, erzählen sie die Geschichte von jemand anderem, oder sprechen sie das Publikum an? Sind die Songs Geständnisse, Geschichten oder Partyhymnen?
- Wortschatz. Notier zehn Wörter, die oft vorkommen, und fünf, die sie nie benutzen würden. Wer nie „Baby“ singt, fängt nicht damit an, nur weil dein Refrain den Reim braucht.
- Die Lücke. Was haben sie noch nicht erzählt? Ein Song, der eine Lücke im Repertoire füllt, wird aufmerksamer gehört als eine Kopie der letzten Single.
Interviews helfen bei der Lücke: Künstler erzählen dort oft, worum es auf der nächsten Platte geht. Halt das Profil so kurz, dass du es vor jeder Session noch einmal liest.
Durchgearbeitetes Beispiel: eine Idee für eine andere Stimme umgeschrieben
Hier ein fiktives Profil, wie du es nach dieser Stunde Zuhören schreiben würdest:
Robin Hartmann, Deutschpop. Umfang in den Refrains etwa C3–G4. Songs zwischen 92 und 108 BPM. Ich-Perspektive, fast immer an ein „du“ gerichtet. Großstadtbilder: S-Bahn, Späti, Hinterhof, Balkon. Sagt nie „Herz“, „für immer“ oder „Seele“. Die Lücke: Alle Songs spielen nachts; keiner handelt vom Morgen danach.
Jetzt stell dir einen Refrain vor, den du für dich geschrieben hast:
Ich weiß nicht, ob ich geh, ich weiß nicht, ob ich bleib, ich sitz in der Stille und schau zu, wie sie treibt.
Ehrlich, aber abstrakt, und er liegt in deiner Lage: Die Melodie reicht von C4 bis A4 in C-Dur. Hier dasselbe Gefühl, umgeschrieben für Robin:
Ich hol zwei Brötchen vom Bäcker an der Ecke, eins mit Mohn, so wie du’s magst, wir reden nicht von gestern Nacht, ich stell dir Kaffee hin, bevor du fragst.
Vier Entscheidungen haben ihn verändert:
- Perspektive. Aus dem Selbstgespräch wird jemand, der mit einer anderen Person spricht, wie in allen Songs von Robin.
- Wortschatz. „Stille“ und „treiben“ werden zu Bäcker, Mohn und Kaffee, Wörtern aus der Welt, die Robin schon besingt. Der Reim bleibt schlicht (magst/fragst), und „du’s“ klingt wie gesprochen.
- Geschichte. Der Refrain füllt die Lücke: Diesmal geht es um den Morgen nach dem Streit. Der Titel ergibt sich von selbst: „Brötchen mit Mohn“.
- Tonart. Öffne welche Tonart passt zu meiner Stimme (der Link trägt Robins Umfang ein, C3–G4) und gib den Umfang deiner Melodie ein, C4–A4. Der Song passt in jede Tonart von Des-Dur (fast eine Oktave tiefer) bis B-Dur (einen Ganzton tiefer), und das Tool zeigt die am besten zentrierten zuerst. Für einen Refrain, der tragen soll, nimm G-Dur: Der höchste Ton liegt auf E4, eine kleine Terz unter Robins Obergrenze, sodass im letzten Refrain noch Luft nach oben bleibt.
Schreib den Refrain in G-Dur mit den Akkorden in eckigen Klammern, so wie das Songsheet-Tool sie liest:
[G]Ich hol zwei Brötchen vom Bäcker an der [D]Ecke,
[Em]eins mit Mohn, so wie du’s [C]magst,
[G]wir reden nicht von gestern [D]Nacht,
[Em]ich stell dir Kaffee hin, be[C]vor du [G]fragst.
Füg ihn in Songsheet mit Akkorden ein, um ihn zu transponieren, falls das Team eine andere Tonart will, und druck ein sauberes Blatt für den Pitch. Um die Folge G–D–Em–C beim Singen zu hören, öffne den Akkordfolgen-Player in G-Dur.
Bau den Pitch: Guide-Vocal, Text und Akkorde
Der Pitch hat ein einziges Ziel: Die Person soll sich vorstellen können, den Song zu singen. Alles, was dazu nichts beiträgt, kann warten.
| Teil | Wozu | Tipp |
|---|---|---|
| Pitch-Demo | Den Song in ihrer Tonart und ihrem Genre zeigen | Guide-Vocal nah an ihrem Stil; Produktion, die das Genre zeigt, kein Master |
| Textblatt | Die Geschichte auf einen Blick lesen | Titel, Teile beschriftet, ohne Akkorde, Urheber unten |
| Akkordblatt | Band oder Produktion lernen den Song in Minuten | Tonart, BPM, Kapo falls nötig; Akkorde über den Silben |
| Songdaten | Praktische Fragen beantworten | Länge, Tonart, BPM, alle Urheber mit Anteil und Verwertungsgesellschaft |
| Privater Link | Sofort auf dem Handy abspielbar | Streambar, kein ZIP zum Download; ein Song pro Link |
Das Guide-Vocal ist das Wichtigste. Wenn deine Stimme weit von der des Acts entfernt ist, bitte jemanden mit ähnlicherer Stimme, es zu singen, und nimm in ihrer Tonart auf, nicht in deiner. Die Stimme bleibt klar und vor dem Playback. Was eine Demo ist erklärt den Unterschied zwischen Arbeitsdemo und Präsentationsdemo; ein Pitch ist immer die zweite Sorte.
Schick ein bis drei Songs auf einmal, den stärksten zuerst, mit einer kurzen Nachricht: Titel, warum er zu diesem Act passt und wer ihn geschrieben hat. Die Anleitung Demo an ein Label schicken hat eine E-Mail-Vorlage, und unveröffentlichte Songs teilen erklärt private Links, Leaks und Downloads.
Ein praktisches Detail: Veröffentliche die Songs, die du pitchen willst, nicht selbst. Für die Künstler ist ein unveröffentlichter Song ein neuer Song; einer, der schon auf den Plattformen steht, nicht mehr.
An wen du pitchst: Produktion, Verlage, A&R und Management
Künstler hören sich selten Nachrichten von Fremden an. Songs kommen über Menschen zu ihnen:
| Wer | Rolle für den Act | Wie Songwriter meist hinkommen |
|---|---|---|
| Produzent oder Produzentin | Baut die Platte und schreibt oft mit | Co-Writing- und Topline-Sessions; fang bei Leuten auf deinem Level an |
| Musikverlag | Bietet den Katalog seiner Autoren Künstlern und Labels an | Über Empfehlung, oder wenn du schon Veröffentlichungen oder einen starken Katalog hast |
| A&R | Sucht Songs und Songwriter fürs Album | Meist über Verlage, Management und Produzenten, die es kennt |
| Management | Filtert, was beim Act ankommt | Über Beziehungen, selten per Kaltakquise-Mail |
| Der Act selbst | Schreibt mit Leuten, denen er vertraut | Co-Writing-Sessions, oft von einem der Obigen eingefädelt |
Für die meisten ist Co-Writing der Weg hinein. Auch Künstler, die selbst schreiben, holen sich Co-Writer, und eine Produktion, die ein Album fertig macht, braucht schnell Songs. Wenn du auf Tracks schreibst, zeigt was eine Topline ist, wie solche Sessions laufen, und eine Co-Writing-Session vorbereiten und leiten hilft dir, mit einer Idee anzukommen und mit Entscheidungen zu gehen. Zum Üben vorher zeigt die Anleitung zum Popsong-Schreiben, wie du eine Topline über einen Loop aus vier Akkorden singst.
Bevor du etwas an einen Verlag oder ein Label schickst, such auf der Website nach den Einsendebedingungen. Wenn keine unverlangten Einsendungen angenommen werden, geh über jemanden, der dort schon arbeitet.
Anteile, Credits und Rechte, bevor der Song den Raum verlässt
Ein aufgenommener Song besteht aus zwei Dingen: dem Werk (Musik und Text) und der Aufnahme (dem Master). Als Urheber gehört dir ein Anteil am Werk. Wenn ein Act deinen Song aufnimmt, gehört die Aufnahme meist dem Act oder dem Label, und du bekommst für das Werk Tantiemen über deine Verwertungsgesellschaft.
Halt die Anteile am Tag des Schreibens schriftlich fest, und noch einmal, wenn sich der Song ändert. Wenn die Künstlerin oder der Künstler eine Zeile ändert und als Urheber genannt werden will, ist das eine Entscheidung über das Werk: Sprich mit deinen Co-Writern und aktualisier das Blatt. Was ein Split Sheet ist zeigt Beispiele, und die kostenlose Split-Sheet-Vorlage prüft, ob die Anteile 100 % ergeben, und druckt das Blatt zum Unterschreiben.
Wie es weitergeht, hängt vom Land ab. Stand 28. September 2026:
- Deutschland. Ein staatliches Register für Urheberrechte gibt es nicht: Laut Deutschem Patent- und Markenamt entsteht das Urheberrecht mit der Schöpfung, ohne Eintrag und ohne Gebühr. Als GEMA-Mitglied meldest du deine Werke im Onlineportal an und trägst die beteiligten Urheber und Verlage ein; eingetragene Anteile müssen je Rolle 100 % ergeben.
- Österreich. Die AKM bittet darum, jedes Werk möglichst rasch nach seiner Schaffung im Serviceportal anzumelden und alle beteiligten Urheber und Musikverlage aufzulisten. Anmeldungen, die bis 15. Jänner eingehen, fließen in die Juni-Abrechnung ein.
- Schweiz. Bei der SUISA können nur Mitglieder Werke anmelden, und nur solche, an denen sie selbst beteiligt sind. Für Miturheber aus einer anderen Gesellschaft brauchst du Name, IPI-Nummer und Gesellschaft. Für nicht angemeldete Werke zahlt die SUISA keine Vergütung.
Manche Aufträge werden pauschal bezahlt, gegen Übertragung von Rechten, oder kommen mit einem Verlagsvertrag. Das sind Verträge darüber, wer den Song verwertet und verwaltet: Lass sie vor der Unterschrift von einer Fachanwältin oder einem Fachanwalt prüfen. Zum Geld lies Tantiemen für Songwriter, zur Anmeldung Song anmelden und schützen.
Organisier deinen Songkatalog fürs Pitchen
Nach einem Jahr Schreiben für andere hast du mehr Songs, als du im Kopf behältst, und der schlechteste Pitch ist, denselben Song zweimal an dieselbe Person zu schicken. Führ einen Katalog mit einer Zeile pro Song:
| Song | Status | Tonart / BPM | Melodieumfang | Urheber und Anteile | Gepitcht an (Datum) |
|---|---|---|---|---|---|
| Brötchen mit Mohn | Pitch-fertig | G-Dur / 100 | G3–E4 | Du 50 %, Co-Writerin 50 % | Produzent A (28.9.) |
| Salz und Zucker | Reserviert | a-Moll / 88 | E4–C5 | Du 100 % | Management von Act B (12.9.) |
| Nachtbus | In Arbeit | C-Dur / 120 | — | Du 60 %, Produzent 40 % | — |
| Zweiter Stock | Veröffentlicht | G-Dur / 104 | G3–E4 | Du 34 %, zwei Co-Writer je 33 % | Produzentin von Act C (3.5.) |
Fünf Status reichen: in Arbeit, pitch-fertig, reserviert, aufgenommen, veröffentlicht. „Reserviert“ (englisch hold) heißt, dass das Team eines Acts dich bittet, den Song niemand anderem anzubieten, solange es entscheidet. Das ist kein Versprechen: Notier das Datum und frag, wie lange die Reservierung gilt.
Vergib Schlagwörter so, wie Leute nach Songs fragen: Tempo, Stimmung, Stimmlage, Art von Act. Wenn eine Produzentin sagt „wir brauchen einen schnellen Trennungssong für eine hohe Stimme“, solltest du in einer Minute drei Kandidaten finden. Dieselben Schlagwörter und die Daten jedes Songs braucht man auch für die Musik-Synchronisation in Serien, Werbung und Games.
Häufige Fehler
- Den eigenen Song unverändert pitchen. Klingt die Demo nach deiner Platte, hört der Act deinen Song, nicht seinen. Ändere vorher Perspektive, Wörter und Tonart.
- Demo in der falschen Tonart. Ein starker Refrain verliert, wenn er ganz unten in der Stimme liegt. Prüf ihn vor der Aufnahme gegen den Umfang.
- Offene Anteile. Ein Song ohne unterschriebene Aufteilung ist ein Risiko für alle, die ihn aufnehmen wollen. Unterschreib vor dem Pitch.
- Zehn Songs auf einmal. Keiner hört über den dritten hinaus. Schick die besten ein bis drei.
- Keine Liste der Pitches. Ohne Daten hakst du zu früh nach oder pitchst einen Song, der schon reserviert ist.
Wo Zoundroom hilft: ein Projekt pro Song, den du pitchst
Ein Pitch-Song liegt schnell verstreut herum: das Guide-Vocal in einem Cloud-Ordner, der Text in einer Notiz-App, das Akkordblatt als PDF und das unterschriebene Split Sheet in einer Mail. In Zoundroom ist jeder Song ein Projekt, sodass Pitch-Demo, frühere Versionen, Text, Akkorde und Anteile zusammenbleiben. Schreib das Künstlerprofil und deine Pitch-Liste (wer welche Version wann gehört hat) in eine Notiz im selben Projekt, und wenn dir eine bessere Zeile für die Bridge einfällt, nimm sie in der App direkt in dieser Notiz auf, gleich unter dem Text. Bevor ein Pitch rausgeht, teil das Projekt mit deiner Co-Writerin oder dem Produzenten, damit alle dieselbe Version hören: Mit Free teilst du mit bis zu 2 Artists, mit Pro mit bis zu 5, und bei Pro und Band können sie Kommentare mit Zeitmarke hinterlassen, etwa „das Guide-Vocal rutscht bei 1:05 zu tief“. Zoundroom meldet keine Songs an, zieht keine Tantiemen ein und verschickt keine Pitches: Die Anmeldung läuft über deine Verwertungsgesellschaft, der Pitch über deine eigene Mail oder deinen Kontakt. Fang mit dem Song an, den du zuerst pitchen würdest: Leg sein Projekt an und importier das Guide-Vocal.
Häufige Fragen
Wie verkaufe ich Songs an andere Künstler?
Meist verkaufst du nicht den Song selbst. Du bietest ihn an (über Produktion, Verlage, A&R oder Management oder im Co-Writing mit dem Act) und behältst, wenn er aufgenommen wird, deinen Urheberanteil und bekommst Tantiemen, wenn er gespielt, gestreamt oder verkauft wird. Eine Pauschale gegen Rechteübertragung ist ein anderer Deal: Lies den Vertrag mit anwaltlicher Hilfe.
Bekomme ich Geld, wenn jemand anderes meinen Song aufnimmt?
Ja, für das Werk. Die Tantiemen laufen über deine Verwertungsgesellschaft (GEMA, AKM oder SUISA, je nach Land), vorausgesetzt, du bist Mitglied und das Werk ist mit den richtigen Anteilen angemeldet.
Brauche ich einen Verlag, um für andere zu schreiben?
Nein. Viele fangen mit Co-Writing mit Produzenten und Künstlern an und melden ihren Anteil selbst an. Ein Verlag kann deinen Katalog platzieren und die Verwaltung übernehmen, gegen einen Teil der Verlagseinnahmen. Ob sich das lohnt, hängt vom Vertrag ab, also lass dich vor der Unterschrift beraten.
Was schicke ich bei einem Pitch mit?
Einen privaten Link zu einer Demo in der Tonart des Acts mit klarem Guide-Vocal, das Textblatt, das Akkordblatt mit Tonart und BPM und alle Urheber mit ihren Anteilen. Ein bis drei Songs, den stärksten zuerst, dazu ein Satz, warum der Song zu diesem Act passt.
Was, wenn der Act meinen Text ändern will?
Kleine Anpassungen an die Stimme gehören zum Job. Wenn der Act oder sein Team dafür einen Urheber-Credit will, ist das eine Frage der Anteile: Sprich mit deinen Co-Writern und aktualisier das Split Sheet vor der Veröffentlichung.
Quellen
Alle Seiten wurden am 28. September 2026 aufgerufen.
- Deutsches Patent- und Markenamt: Urheberrecht (kein amtliches Register, keine Registergebühren).
- GEMA-Hilfe: Wie melde ich Werke an? (Onlineportal für Mitglieder; Beteiligte eintragen; Anteile je Rolle 100 %).
- AKM: Werk anmelden (möglichst rasch nach der Schaffung; alle Urheber und Verlage auflisten; Stichtag 15. Jänner für die Juni-Abrechnung).
- SUISA: Werkanmeldung (nur Mitglieder, nur eigene Werke; Angaben zu Miturhebern anderer Gesellschaften; keine Vergütung für nicht angemeldete Werke).