Was ist ein Split Sheet? Songwriting-Anteile, Beispiele, Vorlage
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Ein Split Sheet hält fest, wer einen Song geschrieben hat und welchen Anteil jede Person bekommt. Mit GEMA-Schlüssel, Rechenbeispielen und kostenloser Vorlage.
Ein Split Sheet ist eine kurze Vereinbarung, die alle Personen unterschreiben, die an einem Song geschrieben haben. Es hält fest, wer die Urheberinnen und Urheber sind und welcher Anteil am Werk auf jede Person entfällt. Darauf stehen Songtitel, Datum, bürgerlicher Name, Rolle (Musik, Text, Produktion), Anteil (zusammen 100 %), Verwertungsgesellschaft und IPI-Nummer, Verlag, falls vorhanden, und die Unterschrift. Ausgefüllt wird es am Ende der Songwriting-Session, solange alle noch wissen, wer was beigetragen hat. Es betrifft die Komposition, also Musik und Text, nicht die Aufnahme (den Master), die eigene Rechteinhaber und eine eigene Aufteilung hat.
Mit der kostenlosen Split Sheet Vorlage kannst du gleich eins ausfüllen. Die Vorlage prüft, ob die Anteile 100 % ergeben, und erstellt eine Seite zum Drucken oder als PDF, bereit zum Unterschreiben. Dieser Guide erklärt die übliche Praxis und die offiziellen Abläufe in Deutschland, Österreich und der Schweiz; er ist keine Rechtsberatung.
Was auf ein Split Sheet gehört
| Feld | Was du einträgst | Wozu es dient |
|---|---|---|
| Songtitel | Endgültiger Titel und Arbeitstitel | Demos und Anmeldungen nutzen oft verschiedene Namen |
| Datum | Tag der Session oder der Einigung | Zeigt, auf welche Version sich die Aufteilung bezieht |
| Bürgerlicher Name | Vor- und Nachname, dazu der Künstlername | Die Gesellschaft zahlt an die angemeldete Person |
| Rolle | Komponist:in (Musik), Textdichter:in (Text), Produktion, Arrangement | GEMA und AKM verteilen nach Rollen |
| Anteil | Anteil jeder Person am Werk | Zusammen genau 100 % |
| Gesellschaft und IPI | GEMA, AKM, SUISA … und die IPI-Nummer | Ordnet die Person dem Werk zu |
| Verlag | Name des Verlags oder „keiner“ | Der Verlag meldet den Anteil dieser Person mit an |
| Unterschriften | Jede Person unterschreibt mit Datum | Zeigt, dass alle zugestimmt haben |
| Notizen | Samples, Interpolationen, Demo-Version, Anteile je Rolle | Markiert, was die Aufteilung noch ändern kann |
Nimm höchstens zwei Nachkommastellen. Drei gleiche Anteile sind 33,34 %, 33,33 % und 33,33 %; mit dreimal 33,3 % landest du bei 99,9 %, und die Anmeldung geht nicht auf.
Das Split Sheet teilt den Song, nicht die Aufnahme
In einem veröffentlichten Song stecken zwei getrennte Rechte, mit eigenen Inhabern und eigenen Zahlungen.
- Das Werk (die Komposition): Melodie, Harmonien und Text. Das teilt das Split Sheet auf, und das meldest du bei deiner Verwertungsgesellschaft an.
- Der Master (die Tonaufnahme): eine bestimmte aufgenommene Version. Der Inhaber, meist das Label oder wer die Aufnahme bezahlt hat, und die Verträge mit Artist und Produzent regeln, wie die Einnahmen verteilt werden.
Lena und Jonas schreiben „Balkon im August“ mit Gitarre und Sprachnotiz auf dem Handy und unterschreiben 50/50. Ein paar Monate später nimmt die Band von Jonas den Song für ein kleines Label auf, dem die Aufnahme gehört. Der Labelvertrag regelt den Master; die Urheberanteile folgen dem Split Sheet. Covert eine Sängerin „Balkon im August“, gilt das 50/50 auch für ihre Version, der Bandvertrag nicht. Die SUISA sagt es deutlich: Die Tonträgeranmeldung ersetzt die Werkanmeldung nicht, und umgekehrt.
Wie ihr die Anteile festlegt
Im deutschsprachigen Raum gibt die Verwertungsgesellschaft einen Rahmen vor, und ihr füllt ihn aus. Bei der GEMA bekommen für Aufführungs- und Senderechte ohne andere Vereinbarung die Komponisten 64 % und die Textdichter 36 %. Frei aushandeln könnt ihr das, solange alle Komponisten zusammen mindestens 35,20 % und alle Textdichter mindestens 19,80 % behalten. Für die mechanischen Rechte teilt die GEMA immer 50:50 zwischen Musik und Text. Innerhalb einer Rolle gelten eure Angaben in der Werkanmeldung, ohne Angaben gleiche Anteile. Die AKM teilt ein unverlegtes Werk mit Text je zur Hälfte (6/12) zwischen Komponist und Textautor, und die SUISA lässt die Urheber ihre Anteile frei vereinbaren.
Für dein Split Sheet heißt das: Halte fest, wer Musik und wer Text geschrieben hat, wie die Anteile innerhalb jeder Rolle aussehen und, für die GEMA, welches Verhältnis Musik zu Text ihr vereinbart.
Drei Methoden decken fast jede Session ab:
- Gleiche Anteile für alle im Raum. Jede Person, die an dem Tag mitgeschrieben hat, bekommt gleich viel, egal wie groß ihre Idee war. Das geht schnell und ist im Pop verbreitet.
- Nach Beitrag. Der Text wird unter denen aufgeteilt, die ihn geschrieben haben, die Musik unter denen, die sie komponiert haben.
- Gemischt. Gleiche Anteile für den Kern und ein kleinerer, vereinbarter Anteil für jemanden, der ein einzelnes Element beigetragen hat, etwa die Bridge.
Keine Methode ist „die richtige“: Richtig ist die, die alle unterschreiben. Legt sie gleich zu Beginn fest, wenn ihr das Ziel der Session klärt (der Guide Co-Writing-Session vorbereiten und leiten zeigt, wie man eine Session eröffnet und abschließt), und nicht erst, wenn der Song gut geworden ist.
Produzenten und Topliner
Ein Produzent, der Beat, Akkorde und die instrumentalen Hooks baut, auf denen der Song entsteht, hat meist einen Teil der Musik komponiert und steht als Komponist auf dem Split Sheet. Wer einen fertigen Song nur aufnimmt, arrangiert oder mischt, in der Regel nicht: Er wird über den Master bezahlt, mit Honorar oder Beteiligung an der Aufnahme.
Topliner schreiben die Gesangsmelodie, oft auch den Text, über den Track eines Produzenten. Die im englischsprachigen Raum übliche Faustregel „50 % Track, 50 % Topline“ passt schlecht zu den Rollen der GEMA: Die Gesangsmelodie ist Musik, der Topliner ist also auch Komponist. Rechne deshalb Rolle für Rolle, wie in Beispiel 2.
Samples und Interpolationen
Ein Sample nutzt einen Ausschnitt aus einer bestehenden Aufnahme. Dafür brauchst du die Erlaubnis des Master-Inhabers (oft ein Label) und der Urheber und Verlage des Originalsongs. Eine Interpolation spielt eine Melodie oder Textzeile eines anderen Songs neu ein und braucht die Zustimmung der Rechteinhaber dieses Werks. Die SUISA verlangt bei der Anmeldung einer Bearbeitung eines geschützten Werks sogar die schriftliche Bewilligung des Verlegers oder Komponisten des Originals. Oft verlangen die Rechteinhaber einen Anteil an deinem Song, der alle anderen Anteile verkleinert. Solange die Freigabe fehlt, notiere „Vorbehaltlich Freigabe; Anteile werden anteilig gekürzt“ und veröffentliche nichts.
Beispiel 1: zwei Songwriter
Lena schreibt fast den ganzen Text und die Refrainmelodie. Jonas bringt Akkorde, Strophenmelodie und zwei Zeilen Text mit. Je Rolle heißt das: Text Lena 80 %, Jonas 20 %; Musik Lena 40 %, Jonas 60 %.
| Aufteilung | Lena | Jonas | Summe |
|---|---|---|---|
| Gleich, je 50 % in Musik und Text | 50 % | 50 % | 100 % |
| Nach Beitrag, Musik zu Text 50:50 | 60 % | 40 % | 100 % |
| Nach Beitrag, GEMA-Standard 64:36 | 54,4 % | 45,6 % | 100 % |
Die letzte Zeile rechnet so: Lena bekommt 0,64 × 40 % + 0,36 × 80 % = 54,4 %. Das Verhältnis Musik zu Text verschiebt also die Gesamtanteile. Wollen die beiden 60/40, vereinbaren sie für die GEMA frei 50:50 und schreiben das in die Notizen. Bei den mechanischen Rechten, die die GEMA immer 50:50 teilt, ergibt sich 60/40 ohnehin.
Beispiel 2: drei Personen mit Produzent
Memo, Produzent, bringt einen Track mit Beat, Akkorden und Synth-Hook mit. In der Session schreibt Sophie die Gesangsmelodie und fast den ganzen Text, Felix den Pre-Chorus und den Titel. Die drei vereinbaren Musik zu Text 50:50.
| Rolle | Memo | Sophie | Felix | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Musik (50 % des Werks) | 60 % | 40 % | — | 100 % |
| Text (50 % des Werks) | — | 70 % | 30 % | 100 % |
| Anteil am Werk | 30 % | 55 % | 15 % | 100 % |
Sophie ist Komponistin und Textdichterin; ihr Anteil kommt aus beiden Rollen (20 % + 35 %). Die GEMA-Mindestwerte sind eingehalten: 50 % für die Musik, 50 % für den Text.
Beispiel 3: eine Strophe kommt später dazu
Eine Woche später schreibt Hanna eine neue zweite Strophe, und alle einigen sich auf 30 % des Texts für sie. Weil sie nur Text schreibt, wird nur der Textanteil neu verteilt: Die bisherigen Textanteile werden mit 0,7 multipliziert (100 % minus Hannas 30 %), die Musik bleibt, wie sie ist.
| Person | Text vorher | Text nachher (× 0,7) | Anteil am Werk nachher |
|---|---|---|---|
| Memo | — | — | 30 % |
| Sophie | 70 % | 49 % | 20 % + 24,5 % = 44,5 % |
| Felix | 30 % | 21 % | 10,5 % |
| Hanna | — | 30 % | 15 % |
| Summe | 100 % | 100 % | 100 % |
Das ist ein neues Split Sheet, keine Randnotiz: neues Datum, ein Vermerk, welches Blatt es ersetzt, und die Unterschrift aller vier, weil Sophie und Felix einen Teil ihres Anteils abgeben.
Ein ausgefülltes Split Sheet als Beispiel
Das Blatt aus Beispiel 3, so wie es unterschrieben wurde. Namen, Nummern und Verlag sind erfunden.
Song: „Nachtbus nach Hause“ (Arbeitstitel „Memo Beat 3“) · Datum: 19. September 2026 · Ersetzt: das Split Sheet vom 12. September 2026
| Name (bürgerlich) | Rolle | Anteil | Gesellschaft · IPI | Verlag |
|---|---|---|---|---|
| Mehmet Kaya („Memo“) | Komponist, Produktion: Beat, Akkorde, Synth-Hook | 30 % | GEMA · 00000000011 | keiner |
| Sophie Brandner | Komponistin und Textdichterin: Melodie, Text | 44,5 % | AKM · 00000000022 | Edition Donaukanal |
| Felix Wagner | Textdichter: Pre-Chorus, Titel | 10,5 % | GEMA · 00000000033 | keiner |
| Hanna Meier | Textdichterin: zweite Strophe | 15 % | SUISA · 00000000044 | keiner |
| Summe | 100 % |
Notizen: Musik: Memo 60 %, Sophie 40 %. Text: Sophie 49 %, Felix 21 %, Hanna 30 %. Musik zu Text frei vereinbart 50:50 (Aufführungs- und Senderecht). Gilt für den Song in der Fassung von Demo v3 vom 19. September 2026. Keine Samples oder Interpolationen; den Synth-Hook hat Memo in der Session eingespielt. Von allen vier unterschrieben am 19. September 2026.
Köln, Wien, Leipzig und Basel: Mehrere Gesellschaften an einem Song sind kein Problem. Laut GEMA reicht es, das Werk dort anzumelden und alle Miturheber zu nennen; über Gegenseitigkeitsverträge werden auch Mitglieder anderer Gesellschaften berücksichtigt. Die IPI-Nummer ist die internationale Nummer eines Urhebers oder Verlags; das System betreibt die SUISA im Auftrag der CISAC, und du bekommst deine Nummer mit dem Beitritt zu einer Gesellschaft.
So nutzt du die kostenlose Vorlage
- Öffne die Split Sheet Vorlage noch vor dem Ende der Session, am Laptop oder am Handy. Die Vorlage startet mit zwei Personen zu je 50 % und dem heutigen Datum.
- Trag den Songtitel ein und prüf das Datum.
- Klick für jede weitere Person auf Person hinzufügen. Trag bürgerlichen Namen und Anteil ein und hak den Beitrag an: Text, Musik, Melodie, Produktion oder Arrangement.
- Für gleiche Anteile klickst du auf Gleich aufteilen: Die Vorlage verteilt 100 % mit zwei Nachkommastellen (33,34 %, 33,33 % und 33,33 % bei drei Personen).
- Ergänz Verwertungsgesellschaft, IPI-Nummer und Verlag, wo vorhanden. Lieber ein leeres Feld als eine geratene Nummer.
- Behalte die Summe im Blick: Die Vorlage warnt, wenn die Anteile nicht 100 % ergeben oder ein Name fehlt.
- Schreib in die Notizen die Anteile je Rolle und das Verhältnis Musik zu Text, dazu Samples, die Demo-Version oder „Ersetzt das Split Sheet vom …“.
- Klick auf Drucken oder als PDF sichern. Unterschreibt von Hand oder signiert das PDF mit einem E-Signatur-Dienst, den alle nutzen können; wer nicht vor Ort ist, schickt das Blatt eingescannt zurück.
- Klick auf Als Text kopieren oder .txt herunterladen und schick die Aufteilung in einer Mail an alle. Ein „Einverstanden“ von jeder Person ist eine gute Absicherung.
Die Vorlage läuft im Browser und speichert nichts in einem Konto: Die einzige Kopie ist die Datei, die du sicherst. Alle Beteiligten und jeder Verlag behalten das unterschriebene PDF, abgelegt beim Song, neben Text und Demo, mit einem Namen wie nachtbus-nach-hause_split-sheet_2026-09-19_unterschrieben.pdf; der Song-Dateinamen-Generator erstellt Namen in diesem Format.
Was nach der Unterschrift passiert
Das Werk wird bei der Verwertungsgesellschaft angemeldet, mit denselben Anteilen wie auf dem Split Sheet.
| Land | Gesellschaft | Was du wissen solltest |
|---|---|---|
| Deutschland | GEMA | Online-Portal, „Services“, „Werkanmeldung“. Wer frei vereinbarte Anteile anmeldet, versichert, dass alle Urheber zugestimmt haben. Aufnahmegebühr 90 € plus USt., 50 € im Jahr; bis 30 Jahre keine Aufnahmegebühr |
| Österreich | AKM | Serviceportal, „Werke melden“. Bei unverlegten Werken mit mehreren Urheber:innen soll jede beteiligte Person selbst anmelden |
| Schweiz | SUISA | Anmeldung online über das Mitgliederkonto. Bei unverlegten Werken unterschreiben alle Urheber; ein ausgefüllter Verteilungsschlüssel muss 100 % ergeben |
Wenn Angaben kollidieren, wartet das Geld. Bei der GEMA bekommen alle Beteiligten eine Anmeldebestätigung und können innerhalb von drei Monaten Einspruch erheben. Widersprechen sich Ansprüche, hält die GEMA die Ausschüttung zurück, bis eine gemeinsame Erklärung oder eine verbindliche Entscheidung vorliegt. Ein von allen unterschriebenes Split Sheet ist die beste Grundlage für eine solche Erklärung, oder dafür, dass es gar nicht erst zum Streit kommt.
- Kein amtliches Register in Deutschland. Das Urheberrecht entsteht mit der Schöpfung des Werks; laut Deutschem Patent- und Markenamt ist eine Eintragung in ein amtliches Register weder nötig noch möglich. Als Nachweis bleiben Unterlagen wie das datierte Split Sheet und datierte Demos.
- Verlage. Hat jemand einen Verlag, bekommt dieser das unterschriebene Blatt und meldet den Anteil dieser Person mit an.
- Vertrieb. Beim Upload verlangt DistroKid die echten Namen der Songwriter: Übernimm sie vom Blatt. Die Funktion Splits verteilt, was DistroKid für die Aufnahme einnimmt; Urheberrechte verwaltet DistroKid nur über den separaten Dienst DistroKid Publishing. Ein Split beim Vertrieb ist eine Aufteilung des Masters; der Guide zum Musikvertrieb hilft bei der Wahl.
Häufige Fehler
- Bis zum Release warten. Bis dahin erinnert sich jede Person anders an die Session. Unterschreibt am selben Tag, notfalls mit dem Vermerk „vorläufig“.
- Nur mündlich absprechen. Ein „50/50, passt?“ nach der Probe ist kein Nachweis. Unterschreibt und schickt allen dieselbe Kopie.
- Anteile, die nicht 100 % ergeben. Dreimal 33,3 % sind 99,9 %; 50/50 plus „10 % für den Produzenten“ sind 110 %. Lass die Vorlage die Summe prüfen.
- Rollen vergessen. Ohne Angabe, wer Musik und wer Text geschrieben hat, lässt sich das Blatt nicht in eine GEMA- oder AKM-Anmeldung übersetzen.
- Fehlende Namen oder IPI-Nummern. „Flo“ ohne Nachnamen und ohne IPI ist für eine Gesellschaft schwer zuzuordnen. Sammle beides vor der Anmeldung.
- Master und Werk verwechseln. Gibst du dem Drummer „20 % vom Song“, obwohl du 20 % der Bandeinnahmen aus der Aufnahme meintest, änderst du die Urheberanteile. Für Aufnahmen gibt es einen eigenen Bandvertrag.
Wo Zoundroom hilft: das unterschriebene Split Sheet im Songprojekt
In Zoundroom ist jeder Song ein Projekt mit seinen Aufnahmen, Texten, Notizen und Dateien. Leg nach der Session das unterschriebene PDF oder ein Foto des Blatts ins Songprojekt, neben den Text, die datierten Demo-Versionen und die Session-Notizen. Lade deine Co-Writer ins Projekt ein, damit alle denselben Text öffnen und dieselbe Demo v3 hören, auf die sich die Aufteilung bezieht. Ändert eine späte Strophe die Anteile, leg das neue unterschriebene Blatt dazu und notiere, welche Version es ersetzt. So hast du eine datierte Übersicht, wer was geschrieben hat, griffbereit, wenn eine Gesellschaft, ein Verlag oder ein Vertrieb fragt. Zoundroom ist kein rechtliches Register: Es meldet keine Werke bei einer Gesellschaft an und ersetzt weder eine Anmeldung noch einen Vertrag. Sieh dir an, wie die Zusammenarbeit in Zoundroom funktioniert.
Schreibt ihr als Band, zeigt der Guide Einen Song als Band schreiben, wie ihr den Rest der gemeinsamen Unterlagen führt, von der Referenzaufnahme bis zur nächsten Aufgabe.
Häufige Fragen
Ist ein Split Sheet rechtlich bindend?
Es ist der schriftliche Nachweis dessen, was die Urheber vereinbart haben, und genau das verlangen die Gesellschaften: Die SUISA will bei unverlegten Werken die Unterschrift aller Urheber, und wer bei der GEMA frei vereinbarte Anteile anmeldet, muss die Zustimmung aller versichern. Wie weit es in einem konkreten Streit trägt, hängt vom Recht, vom Wortlaut und von der Unterschrift ab. Es ist kein Verlagsvertrag und überträgt keine Rechte. Geht es um Geld oder gibt es Streit, frag eine Fachanwältin oder einen Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht.
Bekommen Produzenten Songwriting-Anteile?
Nur wenn sie am Song mitgeschrieben haben, etwa Akkorde, Beat, Hooks oder die Melodie, auf der er aufbaut: Dann sind sie Komponisten. Wer einen fertigen Song aufgenommen, arrangiert oder gemischt hat, wird normalerweise über den Master bezahlt. Klärt das vor der Session.
Kann man ein Split Sheet ändern?
Ja, wenn alle, die darauf stehen, zustimmen: ein neues, datiertes Blatt mit Vermerk, welches es ersetzt, von allen unterschrieben. Eine Person allein kann die Aufteilung nicht ändern. Ist das Werk schon angemeldet, muss auch die Anmeldung angepasst werden.
Was ist der Unterschied zwischen Split Sheet und Verlagsvertrag?
Das Split Sheet regelt zwischen den Co-Writern, welcher Anteil am Song wem gehört. Der Verlagsvertrag gilt zwischen einer Person und einem Verlag, der ihren Anteil anmeldet, auswertet und den Song anbietet, gegen eine Beteiligung an den Einnahmen, für eine Laufzeit und ein Gebiet. Zuerst kommt das Split Sheet; jeder Verlagsvertrag betrifft nur den Anteil seiner Person.
Quellen
Alle Seiten wurden am 27. September 2026 aufgerufen.
- GEMA-Hilfe: Werke anmelden, AR- und VR-Anteile, Verteilung der Einnahmen, Werke mit Miturhebern anmelden und Kosten der Mitgliedschaft.
- GEMA: Verteilungsplan (§§ 10, 49, 191 bis 193).
- AKM: Werk anmelden und Abrechnungsregeln 2026.
- SUISA: Erklärungen zur Werkanmeldung, Werkanmeldung und Was ist die IPI-Nummer?
- Deutsches Patent- und Markenamt: Verwertungsgesellschaften und Urheberrecht.
- CISAC: IPI-System.
- DistroKid-Hilfe: Splits, Songwriting-Tantiemen und echte Namen der Songwriter.