Musikvertrieb im Vergleich 2026: Welcher Distributor passt?
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Musikvertrieb in 4 Schritten erklärt, dazu DistroKid, TuneCore, CD Baby, Amuse, UnitedMasters, Ditto und RouteNote im Vergleich: Preis, Anteil, Kosten über 3 Jahre.
Digitaler Musikvertrieb funktioniert in vier Schritten. Du lädst das fertige Master, das Cover und die Metadaten bei einem Distributor hoch. Der Distributor liefert den Release an Spotify, Apple Music, Amazon Music, Deezer, YouTube Music, TikTok und die übrigen Dienste aus. Die Dienste melden ihm die Streams und bezahlen ihn. Er zahlt dich nach den Bedingungen deines Tarifs aus. Welcher Distributor zu dir passt, hängt vor allem davon ab, wie oft du veröffentlichst. Bringst du drei oder mehr Songs im Jahr heraus, kostet ein fester Jahrestarif für einen Artist 19 bis 25 US-Dollar, und du behältst 100 % der Streaming-Einnahmen. Veröffentlichst du nur ab und zu, ist Bezahlen pro Release oder ein Modell ohne Vorabkosten mit Umsatzbeteiligung meist günstiger.
| Wenn du… | Passendes Modell | Beispiele auf den offiziellen Seiten |
|---|---|---|
| drei oder mehr Songs im Jahr veröffentlichst | Feste Jahresgebühr | Ditto Starter 19 USD, UnitedMasters DEBUT+ 19,99 USD, Amuse Artist 23,99 USD, DistroKid Musician 24,99 USD, TuneCore Rising Artist 24,99 USD |
| ein oder zwei Songs veröffentlichst, die ohne Jahresgebühr online bleiben sollen | Einmalgebühr pro Release plus Provision | CD Baby: 9,99 USD pro Single, 14,99 USD pro Album, behält 9 % von Streams und Downloads |
| wenig verdienst und nichts vorab zahlen willst | Umsatzbeteiligung | RouteNote Free: Du behältst 85 % |
| mit wenigen Releases regelmäßig Einnahmen hast | Gebühr pro Release, danach kleine Jahresverlängerung | RouteNote Premium: ab 10 USD pro Single, danach 9,99 USD pro Jahr und Release |
Alle Preise in diesem Leitfaden stammen von der Preisseite oder aus dem Hilfecenter des jeweiligen Distributors, geprüft am 27. September 2026, in US-Dollar. Aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz siehst du womöglich eine andere Währung, und Steuern oder Aktionen ändern den Endpreis. Öffne die Seite deshalb vor dem Bezahlen noch einmal.
So funktioniert Musikvertrieb Schritt für Schritt
Ein Distributor erledigt zwei Dinge für deine Aufnahme: Er liefert sie an die Dienste aus und kassiert, was sie einbringt. Das passiert zwischen deinem letzten Mix und dem Geld.
1. Release vorbereiten
Du brauchst das finale Master (meist eine WAV-Datei), ein quadratisches Cover und die Metadaten: Titel, Artist-Namen, Songwriter-Credits, Genre, Sprache, Explicit-Kennzeichnung und Veröffentlichungsdatum. Jede Aufnahme braucht einen ISRC und jeder Release einen UPC; fast alle Distributoren vergeben beide, wenn du keine hast. Lege zuerst das Format fest: Ein Song ist eine Single, vier bis sechs Songs mit höchstens 30 Minuten sind bei den großen Diensten eine EP. Die genauen Regeln stehen im Artikel wie viele Songs eine EP, ein Album und eine Single haben.
2. Hochladen und planen
Du legst den Release im Dashboard des Distributors an, lädst die Dateien hoch, wählst die Dienste und setzt ein Datum. Plane mindestens drei bis vier Wochen Vorlauf ein. Spotify bittet darum, Musik mindestens 7 Tage vor Release zu liefern, damit die Redaktion Zeit zum Hören hat, und ein so früh gepitchter Song landet im Release Radar deiner Follower. In Spotify for Artists pitchst du immer nur einen Song, bei einer EP entscheidest du also, welchen Track die Redaktion hört.
3. Auslieferung und Prüfung
Der Distributor prüft Dateien und Metadaten und schickt sie dann an jeden Dienst. Ein abgelehntes Cover oder ein falsch geschriebener Artist-Name kostet Tage, deshalb zählen die drei Wochen Puffer. Sobald der Release als bevorstehend angezeigt wird, prüfe, ob er in deinem Artist-Profil liegt und nicht bei jemandem mit demselben Namen.
4. Abrechnung und Auszahlung
Nach dem Release melden die Dienste Streams und Verkäufe an den Distributor und bezahlen ihn. Der Distributor zahlt dir je nach Tarif 100 % oder einen Anteil aus. Spotify erklärt, dass es die Aufnahme-Tantiemen an den Lizenzgeber zahlt, den der Artist für die Auslieferung gewählt hat, in der Regel ein Label oder ein Distributor. Seit April 2024 braucht ein Track mindestens 1.000 Streams in den vorangegangenen 12 Monaten, um in Spotifys Berechnung der Aufnahme-Tantiemen einzugehen.
Dieses Geld betrifft nur die Aufnahme (das Master). Das Werk, also Komposition und Text, bringt eigene Tantiemen über die GEMA in Deutschland, die AKM in Österreich, die SUISA in der Schweiz oder über einen Musikverlag. Der Artikel über Tantiemen für Songwriter erklärt diesen zweiten Geldfluss, den dein Distributor standardmäßig nicht einzieht.
| Wann | Was zu tun ist |
|---|---|
| 4–6 Wochen vorher | Master, Cover, Credits und Anteile freigegeben |
| 3–4 Wochen vorher | Upload beim Distributor mit festem Datum |
| Sobald der Release in Spotify for Artists erscheint | Einen Song bei der Redaktion pitchen (7 Tage vorher sind das Minimum) |
| Release-Tag | Links, Artist-Profile und Credits prüfen |
| Danach jeden Monat | Abrechnungen lesen und Auszahlungen abgleichen |
Distributoren im Vergleich: Preise geprüft am 27. September 2026
Die Kriterien: das Preismodell, der Preis des Einstiegstarifs für einen Artist, der Anteil der Einnahmen, den du behältst, die Verlagsadministration und die Bedingungen, die später entscheiden (Verlängerungen, Entfernungen, Zusatzgebühren). Alle Zahlen stammen von den offiziellen Preisseiten und aus der Dokumentation der Hilfecenter. Zoundroom steht nicht in der Tabelle, weil Zoundroom keine Musik vertreibt.
| Distributor | Modell | Preis (USD) | Was du behältst |
|---|---|---|---|
| DistroKid | Jahresabo | Musician 24,99 pro Jahr (1 Artist); Musician Plus (2 Artists) und Ultimate (bis 100) kosten mehr | 100 % der Einnahmen, laut DistroKid |
| TuneCore | Jahresabo oder pro Release | Rising Artist 24,99, Breakout Artist 44,99, Professional 54,99 pro Jahr | 100 % der Store-Einnahmen; 20 % Gebühr auf die Monetarisierung bei TikTok, Facebook, Instagram und YouTube |
| CD Baby | Einmalgebühr pro Release | 9,99 pro Single, 14,99 pro Album, keine Jahresgebühr | 91 % von Streams und Downloads; CD Baby behält 15 % der Einnahmen über The MLC, 30 % aus Social-Video und 40 % aus Sync |
| Amuse | Jahresabo | Artist 23,99, Artist Plus 39,99, Professional 59,99 pro Jahr | 100 %; im Artist-Tarif 15 % Gebühr auf YouTube Content ID |
| UnitedMasters | Jahresabo | DEBUT+ 19,99, SELECT 59,99 pro Jahr | 100 % der Streaming-Tantiemen; 90 %, wenn ein bezahlter Tarif ausläuft und du zu DEBUT zurückfällst |
| Ditto Music | Jahresabo | Starter 19, Pro 59, Labels 109 pro Jahr | 100 % der Streaming-Tantiemen; 15 % Provision auf Verlag und Sync |
| RouteNote | Kostenlos oder Gebühr pro Release | Free: 0; Premium: 10 pro Single, 20 pro EP, 30 pro Album, 45 pro Extended Album, danach 9,99 pro Jahr und Release | 85 % bei Free, 100 % bei Premium |
Der Einstiegspreis ist nur die halbe Wahrheit. Die zweite Tabelle zeigt Verlagsadministration, Auszahlungen und die Bedingungen, die nach dem Release-Tag zählen. Auszahlungsgrenzen und Überweisungsgebühren siehst du im jeweiligen Konto, selten auf den öffentlichen Seiten, deshalb steht hier nur, was die offiziellen Seiten nennen.
| Distributor | Verlagsadministration | Auszahlungen, Extras und Bedingungen |
|---|---|---|
| DistroKid | Eigener Dienst, DistroKid Publishing; erste Zahlung nach etwa 6–9 Monaten, danach vierteljährlich | Releases werden entfernt, wenn du nicht mehr zahlst, außer denen mit dem kostenpflichtigen Extra Leave a Legacy; ein frei wählbares Veröffentlichungsdatum ist als Funktion von Musician Plus gelistet |
| TuneCore | TuneCore Publishing: 75 USD pro Songwriter plus 15 % Provision (50 % bei Sync-Lizenzen seit 1. Juli 2023) | Support antwortet je nach Tarif innerhalb von 3, 2 oder 1 Werktag; im Professional-Tarif kostet jedes weitere Artist-Profil 14,99 USD |
| CD Baby | Pro Publishing nimmt seit 8. August 2023 keine neuen Releases mehr an; CDB Boost (39,99 USD pro Release) übernimmt jetzt die Anmeldung bei The MLC und SoundExchange und Sync | UPC und ISRC kostenlos; Releases bleiben ohne Jahresgebühr online |
| Amuse | Nicht auf der Preisseite genannt | Tantiemen-Vorschüsse in allen Tarifen; kein kostenloser Tarif |
| UnitedMasters | Nicht in den Tarif-Artikeln genannt | SELECT bietet zusätzlich Sync- und Markenkooperationen |
| Ditto Music | In Pro und Labels enthalten, 15 % Provision | YouTube Content ID in Pro und Labels; das Abo lässt sich aus deinen Tantiemen bezahlen |
| RouteNote | Auf den geprüften Seiten nicht genannt | Ein Release kann jederzeit zwischen Free und Premium wechseln |
Tarife, die sich zuletzt geändert haben
- UnitedMasters vertreibt nicht mehr kostenlos. Das Hilfecenter kündigte im Oktober 2025 das Ende von DEBUT an („DEBUT Sunset“): Neue Releases brauchen DEBUT+ oder SELECT. Wird ein bezahlter Tarif nicht verlängert, fällt das Konto auf DEBUT zurück, und die Aufteilung wird 90/10.
- CD Baby hat Pro Publishing ersetzt. Releases, die vor dem 8. August 2023 angemeldet wurden, behalten es; neue bekommen CDB Boost, ein Extra für 39,99 USD pro Release.
- Amuse hat keinen Gratistarif mehr. Falls du Amuse als kostenlose Option kennst: Die aktuelle Preisseite zeigt nur noch drei bezahlte Tarife.
- Bei DistroKid hängt die Währung davon ab, von wo du die Seite aufrufst. Aus Europa zeigte dieselbe Preisseite 23,99, 42,99 und 81,99 Euro pro Jahr. Prüfe den Preis in deinem eigenen Checkout.
Was Vertrieb über drei Jahre kostet: drei typische Artists
Der echte Unterschied zeigt sich erst, wenn du mit deinen Releases und Einnahmen rechnest. Drei Artists über drei Jahre, mit diesen Annahmen: ein Artist-Profil, der Einstiegstarif jedes Dienstes, US-Dollar, keine Steuern und keine Extras, nur Einnahmen aus Streams und Downloads (Gebühren für YouTube und Social Media kämen in manchen Zeilen dazu).
- Artist A, veröffentlicht selten: 4 Singles in drei Jahren (2 im ersten Jahr, danach 1 pro Jahr); 150 USD Einnahmen pro Jahr, insgesamt 450 USD.
- Artist B, alle zwei Monate eine Single: 6 Singles pro Jahr, insgesamt 18; 1.000 USD pro Jahr, insgesamt 3.000 USD.
- Artist C, eine Band: jedes Jahr eine EP mit 5 Songs und 2 Singles, insgesamt 9 Releases; 4.000 USD pro Jahr, insgesamt 12.000 USD.
| Option | Artist A | Artist B | Artist C |
|---|---|---|---|
| Ditto Starter (19 USD pro Jahr) | 57,00 USD | 57,00 USD | 57,00 USD |
| UnitedMasters DEBUT+ (19,99 USD pro Jahr) | 59,97 USD | 59,97 USD | 59,97 USD |
| Amuse Artist (23,99 USD pro Jahr) | 71,97 USD | 71,97 USD | 71,97 USD |
| DistroKid Musician (24,99 USD pro Jahr) | 74,97 USD | 74,97 USD | 74,97 USD |
| TuneCore Rising Artist (24,99 USD pro Jahr) | 74,97 USD | 74,97 USD | 74,97 USD |
| CD Baby (Gebühr pro Release + 9 %) | 80,46 USD | 449,82 USD | 1.184,91 USD |
| RouteNote Premium (Gebühr pro Release + Verlängerungen zu 9,99 USD) | 89,95 USD | 359,82 USD | 209,91 USD |
| RouteNote Free (15 % der Einnahmen) | 67,50 USD | 450,00 USD | 1.800,00 USD |
So ist gerechnet: CD Baby kostet Artist B 18 × 9,99 = 179,82 USD plus 9 % von 3.000, also 270 USD. Für Band C sind es 6 × 9,99 + 3 × 14,99 (die EP zum Albumpreis) = 104,91 USD plus 9 % von 12.000, also 1.080 USD. RouteNote Premium berechnet 9,99 USD für jedes Jahr, in dem ein Release nach dem ersten Jahr in Premium bleibt: Band C zahlt 9 Gebühren zu 10 oder 20 USD (120 USD) und neun Verlängerungen (89,91 USD).
Was die Tabelle zeigt:
- Ab drei Releases pro Jahr gewinnen feste Tarife deutlich. Band C zahlt mit einem Abo 57 bis 75 USD, bei CD Baby dagegen 1.185 USD und bei RouteNote Free 1.800 USD.
- Bei sehr geringen Einnahmen verschwindet der Unterschied fast. Für Artist A liegen alle Optionen zwischen 57 und 90 USD. RouteNote Free wird erst teurer als ein Tarif für 24,99 USD, wenn die Jahreseinnahmen über etwa 167 USD steigen (24,99 ÷ 0,15). Die 9 % von CD Baby allein erreichen 24,99 USD bei etwa 278 USD im Jahr.
- Ab dem vierten Jahr sieht es anders aus. Abos kosten jedes Jahr weiter, und bei DistroKid geht die Musik offline, wenn du nicht mehr zahlst. Bei CD Baby bleiben die Releases ohne weitere Gebühr online; du zahlst nur noch die 9 % auf ihre Einnahmen. Wenn du irgendwann aufhören willst zu veröffentlichen, dein Katalog aber online bleiben soll, rechne das mit ein.
- Der Preis ist nicht das einzige Kriterium. Brauchst du Verlagsadministration, verändern Ditto Pro (59 USD) oder TuneCore Publishing die Rechnung. Musst du das genaue Datum für einen Pitch festlegen, prüfe, welcher Tarif das enthält.
Metadaten, ISRC und UPC: einmal richtig machen
Metadatenfehler verzögern Releases oder lassen sie im falschen Profil landen, und korrigieren lassen sie sich schwer, sobald der Release überall angekommen ist. Fülle vor dem Upload ein Datenblatt aus und kopiere daraus.
- ISRC (International Standard Recording Code): ein 12-stelliger Code für genau eine Aufnahme. Radio-Edit, Akustikversion und Remix bekommen jeweils einen eigenen. Der Code gehört lebenslang zur Aufnahme: Wechselst du den Distributor, trage den vorhandenen ISRC ein, statt einen neuen erzeugen zu lassen, sonst behandeln die Dienste den Track womöglich als neu und teilen deine Streams auf.
- UPC (oder EAN): der Barcode des Releases als Produkt, einer pro Single, EP oder Album. Die meisten Distributoren vergeben ihn kostenlos; CD Baby etwa stellt beide Codes.
- Artist-Namen: bei jedem Release exakt gleich geschrieben, Gastmusiker im Feld für Featured Artists. Ein Leerzeichen zu viel oder ein anderer Akzent kann ein zweites Profil erzeugen.
- Credits: der bürgerliche Name jedes Songwriters, dazu Produzenten und ausführende Musiker. Die Songwriter-Daten verbinden die Aufnahme mit den Tantiemen des Werks.
- Cover: quadratisch und hochaufgelöst, ohne Text oder Logos, die ein Dienst ablehnen könnte. Prüfe die Mindestgröße und die Regeln deines Distributors.
- Der Rest: Explicit-Kennzeichnung, Sprache des Textes, Genre, Songtext, falls der Distributor ihn ausliefert, und das ursprüngliche Veröffentlichungsdatum, falls der Song schon einmal erschienen ist.
So sieht ein ausgefülltes Datenblatt für eine Single aus:
| Feld | Beispiel |
|---|---|
| Titel | Papierlaternen |
| Version | Original (der Radio-Edit bekommt einen eigenen ISRC) |
| Hauptartist | Lena Hartwig |
| Featured Artist | Jonas Brandt |
| Songwriter (bürgerliche Namen) | Lena Maria Hartwig 60 %, Jonas Brandt 40 % |
| Produktion | Jonas Brandt |
| ISRC | Vom Distributor vergeben, dann hier eingetragen |
| Veröffentlichung | Ein Freitag, vier Wochen nach dem Upload |
| Explicit | Nein |
Die Prozente stammen aus dem Split Sheet, das vor dem Release unterschrieben wird; was ein Split Sheet ist erklärt, wie ihr euch einigt, und es gibt eine kostenlose Split-Sheet-Vorlage. Wie du das Werk selbst schützt, steht unter Song anmelden und schützen. Gib jeder Audiodatei einen Namen, den niemand verwechseln kann; der Song-Dateinamen-Generator baut einen aus Titel, Version und Datum.
Was schiefgehen kann: Takedowns, Fake-Streams und KI-Regeln
Deine Musik verschwindet, wenn der Tarif ausläuft
Bei DistroKid werden Releases von den Diensten entfernt, wenn du nicht verlängerst, außer denen mit dem kostenpflichtigen Extra Leave a Legacy. Bei UnitedMasters fällst du nach einem ausgelaufenen Bezahltarif auf DEBUT mit 90/10-Aufteilung zurück. Überlege dir vor der Wahl eines Abos, was in fünf Jahren mit deinem Katalog passieren soll, und bewahre außerhalb des Distributor-Kontos eine Kopie jedes Masters, Covers, ISRC und UPC auf.
Künstliche Streams
Spotifys Richtlinie zu künstlichem Streaming ist eindeutig. Erkannte Fake-Streams bringen keine Tantiemen und zählen weder für öffentliche Zahlen noch für Charts oder Empfehlungen. Der Song kann aus Playlists oder ganz von Spotify entfernt werden, und Distributoren können dich verwarnen, eine Strafgebühr verlangen, dein Konto sperren oder die Musik entfernen. Seit dem 1. April 2024 berechnet Spotify Labels und Distributoren pro Track Gebühren, wenn es eklatantes künstliches Streaming erkennt. Bezahle nie einen Dienst, der Streams oder Playlist-Plätze garantiert. Siehst du einen Ausschlag, den du nicht verursacht hast, melde ihn deinem Distributor.
Unter 1.000 Streams zahlt Spotify nichts
Ein Track mit weniger als 1.000 Streams in den vorangegangenen 12 Monaten bleibt aus Spotifys Tantiemen-Berechnung für Aufnahmen draußen. Viele fast identische kurze Tracks hochzuladen, um kleine Beträge einzusammeln, funktioniert nicht mehr und kann die Spam-Regeln weiter unten auslösen.
KI-Musik und Stimmenimitation
Spotify verbietet mit KI gemachte Musik nicht. Das Update vom September 2025 entfernt Stimmenimitationen, die der nachgeahmte Artist nicht erlaubt hat, führt einen Filter gegen Massen-Uploads, Duplikate, Suchtricks und künstlich kurze Tracks ein und unterstützt einen DDEX-Standard, mit dem Distributoren in den Credits angeben können, wie KI eingesetzt wurde. Spotify gab an, in den 12 Monaten davor über 75 Millionen Spam-Tracks entfernt zu haben. Deezer geht weiter: Seit Juni 2025 kennzeichnet es Alben mit vollständig KI-generierten Tracks und nimmt diese Tracks aus algorithmischen und redaktionellen Empfehlungen heraus. Im Juli 2026 meldete Deezer, dass KI-generierte Musik mehr als die Hälfte der täglichen Uploads ausmacht, und im Januar 2026, dass 85 % der Streams auf solchen Tracks betrügerisch waren und demonetarisiert werden. Wenn du KI-Werkzeuge nutzt, gib das dort an, wo dein Distributor danach fragt, und lies vor dem Release, was beim Urheberrecht bei KI-Musik wirklich dir gehört. Ob du einen Song aus Suno oder Udio überhaupt herunterladen und veröffentlichen darfst, hängt vom Tarif des Generators ab; der Vergleich der KI-Songgeneratoren fasst die Bedingungen zusammen.
Rechteansprüche und falsches Profil
Ein Distributor liefert Dateien aus; er klärt keine Rechte für dich. Ein nicht geklärtes Sample, ein Beat ohne Vertriebsrechte oder eine Coverversion ohne Lizenz können zu einem Takedown oder zurückgehaltenen Einnahmen führen. Das zweite häufige Problem ist ein Release, der bei einem anderen Artist mit gleichem Namen landet: Prüfe dein Profil auf jedem wichtigen Dienst nach dem Upload und lass den Distributor vor dem Release-Tag korrigieren.
Kannst du deine Musik ohne Distributor veröffentlichen?
Teilweise. Du kannst deine Musik direkt verkaufen und teilen, aber die großen Streamingdienste arbeiten über Distributoren und Labels.
- Direkt, ja: Auf Bandcamp verkaufst du Downloads, Tonträger und Merch selbst. Bandcamp behält 15 % der digitalen Verkäufe (10 %, sobald du 5.000 USD Umsatz überschritten hast) und 10 % bei physischen Produkten, dazu kommen Gebühren des Zahlungsdienstleisters von etwa 4–7 %. Außerdem kannst du auf deinem eigenen YouTube-Kanal veröffentlichen, über deine Website und bei Konzerten verkaufen.
- Bei Spotify, Apple Music, Deezer und den anderen praktisch nein: Spotify zahlt die Aufnahme-Tantiemen über den Lizenzgeber, der die Musik geliefert hat, also ein Label oder einen Distributor, und keiner der großen Dienste bietet unabhängigen Artists einen allgemeinen Upload-Button. Direktverträge gibt es für Labels mit großem Katalog, nicht für eine erste Single.
- Über ein Label: Es liefert den Release aus und vermarktet ihn gegen einen Anteil der Einnahmen. Wenn das dein Ziel ist, zeigt dir der Artikel Demo an ein Label schicken, wie es geht.
Bereite deinen Song mit Zoundroom auf die Veröffentlichung vor
Vertrieb beginnt, wenn der Song fertig ist, und die meisten Probleme eines Releases entstehen vorher: ein Text, der sich nach dem letzten Take geändert hat, ein Co-Autor, der in den Credits fehlt, zwei Dateien, die beide „final“ heißen. In Zoundroom ist jeder Song ein Projekt mit seinen Aufnahmen, Texten, Notizen und Dateien, mit demselben Konto auf iOS, Android und im Web. Bevor du das Formular des Distributors öffnest, lege im Projekt des Songs den freigegebenen Mix und die früheren Versionen ab, den finalen Text in einer Notiz und eine Credits-Notiz mit dem bürgerlichen Namen jedes Songwriters, der vereinbarten Aufteilung, dem ISRC, sobald er vergeben ist, und dem Veröffentlichungsdatum. Lade deinen Co-Autor oder deine Produzentin ein, damit alle dieselbe Version freigeben; habt ihr beide Pro oder seid ihr in einer Band, könnt ihr Kommentare mit Zeitstempel hinterlassen, etwa „Gesang bei 1:12 zu laut“. Zoundroom vertreibt keine Musik, mastert nicht und zieht keine Tantiemen ein: Master und Cover lädst du selbst bei dem Distributor hoch, den du oben ausgewählt hast. Starte mit einem Projekt für deine nächste Single im Free-Tarif, der bis zu 2 Projekte erlaubt, oder vergleiche die Tarife.
Häufige Fragen
Welcher Musikvertrieb ist der beste für unabhängige Artists?
Das hängt davon ab, wie oft du veröffentlichst. Ab drei Songs pro Jahr ist ein fester Jahrestarif am günstigsten: Ditto Starter (19 USD) und UnitedMasters DEBUT+ (19,99 USD) haben die niedrigsten Einstiegspreise, Amuse, DistroKid und TuneCore kosten 23,99 bis 24,99 USD. Sollen Releases ohne Jahresgebühr online bleiben, kassiert CD Baby einmal und behält 9 %. Mit wenig Einnahmen kostet RouteNote Free vorab nichts und behält 15 %.
Musikvertrieb einfach erklärt: Was macht ein Distributor eigentlich?
Er liefert deine Aufnahme und ihre Metadaten an die Dienste, kassiert, was sie für diese Aufnahme zahlen, und zahlt es dir aus. Er bewirbt den Song nicht, bringt ihn nicht in Playlists und zieht keine Songwriter-Tantiemen ein, außer du buchst einen Verlagsdienst dazu.
Kann man Musik selbst veröffentlichen?
Ja, auf deinen eigenen Kanälen: Bandcamp, YouTube, deine Website und Konzerte. Für Spotify, Apple Music, Deezer, Amazon Music und die anderen großen Dienste brauchst du einen Distributor oder ein Label, denn sie liefern die Musik aus und erhalten die Aufnahme-Tantiemen.
Gibt es einen kostenlosen Musikvertrieb?
RouteNote Free hat weder Einstiegs- noch Jahresgebühr und zahlt dir 85 % der Einnahmen aus Streams und Downloads. UnitedMasters hat den kostenlosen Vertrieb im Oktober 2025 eingestellt, und Amuse hat keinen Gratistarif mehr. „Kostenlos“ heißt immer, dass du mit einem Anteil deiner Einnahmen bezahlst, und das wird teuer, wenn der Song wächst.
Wie früh sollte ich einen Release hochladen?
Drei bis vier Wochen vor dem Veröffentlichungsdatum. Spotifys Minimum für einen Pitch bei der Redaktion und für den Release Radar deiner Follower sind 7 Tage, aber du brauchst auch Zeit, falls das Cover abgelehnt wird oder das Profil falsch ist.
Zieht mein Distributor meine Songwriter-Tantiemen ein?
Nicht standardmäßig. Er zahlt die Seite der Aufnahme. Die Seite des Werks läuft über deine Verwertungsgesellschaft (GEMA, AKM oder SUISA), einen Verlag oder eine Verlagsadministration wie DistroKid Publishing, TuneCore Publishing oder den Pro-Tarif von Ditto. Der Artikel über Tantiemen für Songwriter zeigt, wer was zahlt.
Quellen
Alle Seiten wurden am 27. September 2026 geprüft.
- DistroKid: Tarife und Preise; Hilfecenter: Bleibt meine Musik online, wenn ich nicht verlängere?, das Extra Leave a Legacy, So funktioniert DistroKid Publishing und Wie oft DistroKid Publishing auszahlt (Englisch).
- TuneCore: Preise; Hilfe: Kosten von TuneCore Publishing und Provision der Verlagsadministration (Englisch).
- CD Baby: Was kostet CD Baby?, Preisübersicht, CDB Boost und Bedingungen von Pro Publishing, eingestellt am 8. August 2023 (Englisch).
- Amuse: Preise.
- UnitedMasters: Was kostet eine Mitgliedschaft? und DEBUT Sunset, Oktober 2025 (Englisch).
- Ditto Music: Preise.
- RouteNote: Was kostet Premium? und Welchen Anteil behält RouteNote? (Englisch).
- Spotify for Artists: Musik bei der Playlist-Redaktion pitchen, Leitfaden zu Tantiemen, Künstliches Streaming und Musik, die die Stimme eines anderen Artists imitiert; Spotify Newsroom: stärkerer Schutz vor KI-Missbrauch (25. September 2025).
- Deezer Newsroom: KI-Kennzeichnung (Juni 2025), 85 % der KI-Streams sind Betrug (Januar 2026) und KI-Musik über 50 % der täglichen Uploads (Juli 2026).
- Bandcamp: Gebühren von Bandcamp.
- IFPI: Häufige Fragen zum ISRC.