Akkordarten: Dur, Moll, Septakkorde und sus erklärt
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Alle Akkordarten fürs Songwriting: Dur, Moll, vermindert, übermäßig, 7, maj7, m7, sus2, sus4, add9 und Slash-Akkorde, mit Formel, Klang und wann du sie einsetzt.
Es gibt vier grundlegende Akkordarten, die Dreiklänge: Dur (hell und stabil), Moll (dunkler), vermindert (angespannt) und übermäßig (schwebend, unruhig). Jeder schichtet drei Töne: Grundton, Terz und Quinte. Legst du eine Septime darauf, bekommst du die Vierklänge, die Songwriter am häufigsten brauchen: den Dominantseptakkord (C7, bluesig, will weiter), den großen Septakkord (Cmaj7, weich), den Mollseptakkord (Cm7, samtig) und den halbverminderten (Cm7♭5). Sus2 und sus4 ersetzen die Terz durch einen anderen Ton und klingen offen, unentschieden. Add9 bringt Glanz ohne Septime. Ein Slash-Akkord wie C/E ändert nur den Basston. Und weil es um deutsche Namen geht: H ist der Ton, den das Englische B nennt, und das deutsche B ist B♭. Der Buchstabe sagt dir die Tonhöhe, die Akkordart die Stimmung.
Unten findest du alle Formeln in einer Tabelle, Griffe für Gitarre und Klavier, die Akkorde, die dir jede Tonart schenkt, eine Akkordfolge in vier Farben unter einem eigenen Songtext und eine 10-Minuten-Hörübung mit zwei kostenlosen Browser-Tools: Akkord bestimmen und dem Akkordfolgen-Player.
Alle Akkordarten auf einen Blick
Die Halbtöne werden vom Grundton aus gezählt: Auf dem Klavier zählt jede Taste, ob weiß oder schwarz.
| Akkordart | Auf C | Töne (Halbtöne) | Klang und Einsatz |
|---|---|---|---|
| Dur | C | C E G (0–4–7) | Hell, stabil. Der Heimatakkord fast jedes Songs |
| Moll | Cm | C Es G (0–3–7) | Dunkler, nach innen. Strophen, traurige Songs, Molltonarten |
| Vermindert | Cdim, C° | C Es Ges (0–3–6) | Angespannt. Durchgangsakkord, der zum nächsten drängt |
| Übermäßig | Caug, C+ | C E Gis (0–4–8) | Schwebend, traumhaft. Eine Stufe zwischen zwei Akkorden |
| Dominantseptakkord | C7 | C E G B (0–4–7–10) | Bluesig, unruhig. Der Akkord auf der V und der ganze Blues |
| Großer Septakkord | Cmaj7, Cj7 | C E G H (0–4–7–11) | Weich, warm, ein wenig wehmütig. Soul, R&B, Balladen |
| Mollseptakkord | Cm7 | C Es G B (0–3–7–10) | Samtig, weniger traurig als Moll. R&B, Funk, Lo-Fi |
| Halbvermindert | Cm7♭5, Cø | C Es Ges B (0–3–6–10) | Gespannt, aber weich. Die II in Molltonarten |
| Verminderter Septakkord | Cdim7, C°7 | C Es Ges A (0–3–6–9) | Dramatisch, etwas altmodisch. Durchgangsakkord |
| Sus2 | Csus2 | C D G (0–2–7) | Offen, luftig, weder Dur noch Moll |
| Sus4 | Csus4 | C F G (0–5–7) | Vorhalt. Will zurück nach Dur |
| Add9 | Cadd9 | C E G + D (0–4–7–14) | Dur mit Glanz, ohne Jazz-Anstrich |
| Powerchord | C5 | C G (0–7) | Neutral und wuchtig, gemacht für Verzerrung |
| Slash-Akkord | C/E | C E G, E im Bass | Derselbe Akkord, neue Basslinie |
So ist ein Akkord gebaut: Grundton, Terz, Quinte (und Septime)
Eine Akkordart ist ein Rezept aus Abständen zum Grundton. Drei Abstände entscheiden fast alles:
- Die Terz entscheidet die Stimmung. Vier Halbtöne über dem Grundton (große Terz) machen den Akkord zu Dur, drei Halbtöne (kleine Terz) zu Moll. Von C aus: E für Dur, Es für Moll. Den Unterschied zwischen beiden Terzen hörst du am schnellsten mit den Intervallen in der Musik.
- Die Quinte hält ihn zusammen. Sieben Halbtöne (G über C) sind die reine Quinte. Senkst du sie um einen Halbton (Ges), wird der Akkord vermindert; erhöhst du sie über einer großen Terz um einen (Gis), wird er übermäßig.
- Die Septime stellt eine Frage. Zehn Halbtöne (B über C, also B♭) sind die kleine Septime in C7 und Cm7. Elf Halbtöne (H) sind die große Septime in Cmaj7.
Einen Finger von E auf Es zu setzen, macht aus Hoffnung Zweifel. Hör es dir an: In dieser Schleife wird F-Dur zu f-Moll, und nur ein Ton ändert sich (A sinkt zu As).
Worauf du achtest: Nach dem Einzählen (0:00–0:03) klingen C und F offen und warm. Um 0:09 kommt Fm, und das Licht wird gedimmt; das C bei 0:13 klingt wie Heimkommen nach einer schlechten Nachricht. Ab 0:16 wiederholt sich die Runde, das Fm kommt wieder um 0:22. Dieser Schatten eines einzigen Tons ist der ganze Unterschied zwischen Dur und Moll.
Die vier Dreiklänge: Dur, Moll, vermindert und übermäßig
Die Gitarrengriffe lesen sich von der tiefen E-Saite zur hohen, x heißt: Saite nicht anschlagen. In den Akkordtabellen findest du jeden Akkord in Dur, Moll, 7, maj7, m7, sus und vermindert auf allen 12 Grundtönen, mit Diagrammen für Gitarre, Ukulele und Klavier.
Dur ist der Standard: Ein Buchstabe allein (C, G, D) bedeutet Dur. Auf der Gitarre sind die offenen Griffe C (x32010), G (320003) und D (xx0232); am Klavier spielst du eine weiße Taste, lässt eine aus, spielst, lässt aus, spielst: C–E–G. Viele Refrains landen auf einem Durakkord, weil er aufgelöst klingt.
Moll bekommt ein kleines m: Am (x02210), Em (022000), Dm (xx0231). Am Klavier senkst du den mittleren Ton des Durakkords um einen Halbton: C–Es–G. In einer Durtonart sind es die Mollakkorde, die eine Strophe nachdenklich machen, ohne das Zuhause zu verlassen.
Vermindert klingt angespannt, weil beide Terzen klein sind. Hdim ist auf der Gitarre x2343x und am Klavier H–D–F. Kaum jemand bleibt darauf stehen: Nimm ihn als Brücke zwischen zwei Akkorden im Ganztonabstand. In C → Cis° → Dm steigt der Bass C–Cis–D, und der Cis° lässt das Dm unausweichlich klingen.
Übermäßig schichtet zwei große Terzen, deshalb klingt er wie in der Luft hängend. Caug ist x32110 auf der Gitarre und C–E–Gis am Klavier. Ein klassischer Zug ist C → Caug → F: Das Gis steigt zum A, der Terz von F, und das Ohr spürt den Schwung schon vor dem Wechsel.
Lass die sieben Dreiklänge von C im Player mit I–ii–iii–IV–V–vi–vii° laufen. Manche klingen wie Orte, an denen man bleiben kann (C, F, G, Am); der Hdim klingt wie eine Tür.
Septakkorde: 7, maj7, m7 und m7♭5
Ein Septakkord ist ein Dreiklang mit einem vierten Ton obendrauf, und dieser Ton verändert den Charakter stärker, als der Name vermuten lässt.
- Dominantseptakkord (C7, G7): Durdreiklang plus kleine Septime. G7 greifst du als 320001. Er enthält ein gespanntes Intervall (H gegen F), das sich auflösen will, deshalb zieht G7 so stark nach C. Dieses G7–C ist der Ganzschluss, der festeste Abschluss unter den Kadenzen in der Musik. Setz auf jeden Akkord eine 7, und du hast den Sound des 12-taktigen Blues.
- Großer Septakkord (Cmaj7, Fmaj7): Durdreiklang plus große Septime. Cmaj7 ist x32000, Fmaj7 xx3210, zwei der leichtesten Griffe überhaupt. Der oberste Ton liegt einen Halbton unter dem Grundton, daher die weiche, bittersüße Farbe von Soul, Bossa Nova und nächtlichen Balladen.
- Mollseptakkord (Am7, Dm7, Em7): Molldreiklang plus kleine Septime. Am7 ist x02010, Dm7 xx0211, Em7 022030. Er klingt wie ein Mollakkord mit abgeschliffenen Kanten: melancholisch statt traurig.
- Halbvermindert (Hm7♭5, auch Hø): verminderter Dreiklang plus kleine Septime, x2323x auf der Gitarre. Er ist die II in Moll: Hm7♭5 → E7 → Am ist die Mollversion der Jazz-Kadenz II–V–I.
- Verminderter Septakkord (C°7): drei kleine Terzen übereinander. Dramatisch, etwas altmodisch, praktisch als Durchgangsakkord.
Auf deutschen Blättern steht für maj7 manchmal j7 oder Δ, und eine 7 allein meint immer die kleine Septime. Der häufigste Fehler hat mit dem H zu tun: Ein englisches Blatt mit „B7“ meint H7, ein deutsches Heft mit „B“ meint B♭-Dur. Der Leitfaden zum Akkordsymbole lesen hat die komplette Umrechnungstabelle.
Worauf du achtest: drei Septakkord-Arten in einer Schleife. Nach dem Einzählen (0:00–0:02) klingt Dm7 samtig, G7 lehnt sich um 0:06 nach vorn, und Cmaj7 ab etwa 0:09 landet weich, statt die Tür zuzuschlagen. Ab etwa 0:14 beginnt die Runde neu, mit G7 um 0:17 und Cmaj7 ab 0:20. Vergleich dann Dreiklänge und Septakkorde direkt: C–F–G–C, danach Cmaj7–Fmaj7–G7–Cmaj7. Gleiche Grundtöne, gleiche Reihenfolge, ein anderer Raum.
Sus2, sus4, add9 und Powerchords
Diese Akkorde nehmen die Terz weg oder setzen einen Ton daneben: Sie färben den Akkord, ohne seine Richtung zu ändern.
- Sus4 ersetzt die Terz durch die Quarte, ein klassischer Quartvorhalt. Dsus4 (xx0233) will zurück nach D (xx0232): Heb den kleinen Finger, und du hörst die Auflösung. Setz ein sus4 auf den letzten Akkord einer Zeile und löse es auf dem nächsten Wort auf, dann zögert die Musik genau dort, wo der Text zögert.
- Sus2 ersetzt die Terz durch die Sekunde. Dsus2 (xx0230) und Asus2 (x02200) klingen offen, ohne weiterzuwollen. Sie passen zu Intros, Keyboard-Flächen und Strophen, die sich noch nicht zwischen froh und traurig entscheiden sollen.
- Add9 behält die Terz und fügt die None hinzu (die Sekunde, eine Oktave höher). Cadd9 (x32033) klingt wie C mit einem Funkeln, und auf der Gitarre ersetzt er das normale C ganz leicht. C9 ist etwas anderes: Der Nonenakkord enthält auch die Septime.
- Powerchords (5) bestehen nur aus Grundton und Quinte, sind also weder Dur noch Moll. G5 ist 355xxx, E5 022xxx. Über einen verzerrten Verstärker klingen sie riesig, deshalb tragen sie so viele Rockriffs; clean und leise klingen sie leer.
Der Player spielt auch sus-Akkorde: Lass D – Dsus4 – D – Dsus2 laufen und hör, wie Dsus4 zurück nach D drängt, während Dsus2 in der Schwebe bleibt. add9- und Powerchords spielt er nicht; die hörst du im Tool zum Akkord bestimmen: Greif die Bünde, drück auf Play und vergleich sie mit dem einfachen Akkord.
Slash-Akkorde und Umkehrungen: gleicher Akkord, neuer Bass
Ein Slash-Akkord nennt zuerst den Akkord, dann den Basston. C/E ist C-Dur mit E als tiefstem Ton (032010 auf der Gitarre). Gehört der Basston zum Akkord, ist es eine Umkehrung: C/E ist die erste Umkehrung (Sextakkord), C/G die zweite (Quartsextakkord). Gehört er nicht dazu, entsteht eine neue Farbe: F/G (ein F-Dur über G im Bass) wirkt wie ein weicheres, schwebendes G, das trotzdem nach C zurückführt.
Songwriter nutzen Slash-Akkorde vor allem, damit der Bass läuft. Vergleich C → G → Am mit C → G/H → Am. Die Akkorde sind fast gleich, aber jetzt steigt der Bass C–H–A ab, und die Folge klingt wie eine Treppe nach unten. G/H greifst du als x20033; am Klavier spielst du H links und G–H–D rechts. Derselbe Trick ergibt G → D/Fis (200232) → Em.
Welche Akkorde dir jede Tonart schenkt
Du wählst Akkordarten nicht aus dem Nichts. Eine Durtonart schenkt dir sieben Akkorde aus ihren eigenen Tönen:
| Stufe | Dreiklang in C-Dur | Septakkord in C-Dur |
|---|---|---|
| I | C (Dur) | Cmaj7 |
| ii | Dm (Moll) | Dm7 |
| iii | Em (Moll) | Em7 |
| IV | F (Dur) | Fmaj7 |
| V | G (Dur) | G7 |
| vi | Am (Moll) | Am7 |
| vii° | Hdim (vermindert) | Hm7♭5 |
Jede Durtonart gibt dir also drei Dur-, drei Moll- und einen verminderten Dreiklang; mit Septimen zwei maj7, drei m7, einen Dominantseptakkord und einen halbverminderten. Übermäßige und verminderte Septakkorde gehören nicht zur Tonart: Das sind Durchgangsakkorde, die du dir bewusst leihst. a-Moll nutzt dieselben sieben Akkorde, nur mit Am als Zuhause, und viele Songs in Moll machen aus der v eine Dur-V oder V7 (E oder E7), damit der Weg nach Hause stärker zieht; der Leitfaden zu Tonleitern im Songwriting erklärt, woher diese Töne kommen. Dasselbe Muster in jeder Tonart zeigt dir der Quintenzirkel; einen ganzen Song verschiebst du mit dem Tool Akkorde transponieren.
Eine Akkordfolge, vier Farben: ein durchgespieltes Beispiel
Hier zwei eigene Zeilen. Darunter bleibt die Folge immer I–vi–IV–V in C-Dur, nur die Akkordarten wechseln.
Die letzte Bahn ist längst vorbei,
ich weiß noch nicht, wohin ich geh
- Dreiklänge: C – Am – F – G. Schlicht und ehrlich. Als Schleife anhören. Der Text klingt wie eine Feststellung.
- Septakkorde: Cmaj7 – Am – Fmaj7 – G7. Weicher und später in der Nacht; das G7 schickt dich zurück an den Anfang. Als Schleife anhören. Der Bahnsteig wirkt, als wäre er seit Stunden leer.
- Ein sus vor der Wende: C – Am – F – Gsus4 G. Als Schleife anhören. Sing „ich weiß noch nicht“ über Gsus4 und „wohin ich geh“ über G: Der Akkord zögert bei denselben Worten wie die Stimme.
- Ein geliehenes Moll: C – Am – F – Fm. Als Schleife anhören. Das Fm macht aus „ich weiß noch nicht“ ein „ich weiß es längst“. Dieselbe Zeile klingt nach Reue.
Auf dem Papier ist keine davon die richtige. Die richtige passt zu dem, was die Worte meinen, und du findest sie nur, wenn du die Zeile über jede Version singst. Weitere Schleifen zum Ausprobieren findest du bei den 11 wichtigsten Akkordfolgen und den traurigen Akkordfolgen.
10-Minuten-Übung: die Akkordart hören, bevor du sie benennst
- Minute 0–3, Dreiklänge bauen. Markier im Tool Akkord bestimmen C, E und G auf der Tastatur und hör es dir an. Senk E zu Es (Cm), dann G zu Ges (Cdim), dann zurück zu E und G hoch zu Gis (Caug). Hör jeden Akkord an und beschreib ihn mit einem Wort.
- Minute 3–5, Septimen dazu. Auf C–E–G kommt B dazu (C7), dann tauschst du es gegen H (Cmaj7). Geh auf C–Es–G und füg B hinzu (Cm7). Entscheide, welchen du unter eine fröhliche Zeile legen würdest und welchen unter eine voller Zweifel.
- Minute 5–8, dein Ohr testen. Spiel die Schleife erst mit Dreiklängen, dann mit Septakkorden mit geschlossenen Augen ab und sag bei jedem Wechsel „Dreiklang“ oder „Septakkord“.
- Minute 8–10, einen Akkord in deinem Song ändern. Nimm einen Akkord aus einem Song, an dem du gerade schreibst, und ändere nur die Akkordart (Dur zu maj7, eine V zu sus4 mit Auflösung, IV zu iv). Nimm beide Versionen mit dem Handy auf, hör sie morgen an und behalte die, die den Text besser trägt.
Häufige Fehler bei Akkordarten
- 7 schreiben, wenn du maj7 meinst. C7 enthält B, Cmaj7 enthält H. Auf dem Blatt klingt der falsche wie ein falscher Ton. Dasselbe gilt für m7♭5 (B oben) und dim7 (A oben).
- Jeden Akkord einfärben. Vier maj7- oder add9-Akkorde hintereinander werden zur Fahrstuhlmusik. Ein gefärbter Akkord pro Zeile fällt auf.
- Die Terz über einem sus-Akkord singen. Hält deine Melodie E über Csus4, reibt sie sich am F. Lös den Akkord auf oder beweg die Melodie.
- Vermindert für traurig halten. Moll ist traurig, vermindert ist angespannt. Nutz ihn zum Weitergehen, nicht zum Landen.
Wo Zoundroom hilft: deine Akkordwahl und jede Version, die du ausprobiert hast
Zoundroom bestimmt keine Akkorde, spielt sie nicht ab und analysiert deine Aufnahmen nicht; das übernehmen das Tool zum Akkord bestimmen und der Player im Browser. Eine DAW ist es auch nicht, also gibt es kein Mischen, keine Effekte und keine Mehrspuraufnahme. Nützlich wird es direkt nach der Entscheidung. Jeder Song ist ein Projekt mit Aufnahmen, Songtexten, Notizen und Dateien. Schreib die Folge, die dich überzeugt hat (zum Beispiel Cmaj7–Am–Fmaj7–Gsus4–G), mit deinen Griffen in eine Notiz unter den Text und nimm in derselben Notiz die Dreiklang-Version und die Septakkord-Version mit der App auf dem Handy auf. Jeder Take landet an der Cursorposition, direkt unter den Akkorden, zu denen er gehört. Nächste Woche hörst du auf iOS, Android oder im Web beide Takes und weißt noch, welcher Akkord den Unterschied gemacht hat. Auralis, der Assistent der App, kann dir Akkorde oder Alternativen als Text vorschlagen, nie als Audio. Dein nächster Schritt: Schreib heute die vier Versionen einer Zeile in eine Notiz und nimm sie auf, bevor du vergisst, welche dir Gänsehaut gemacht hat.
Häufige Fragen
Wie viele Akkordarten gibt es?
Es gibt vier Arten von Dreiklängen (Dur, Moll, vermindert, übermäßig) und fünf gängige Septakkorde (Dominantseptakkord, großer Septakkord, Mollseptakkord, halbvermindert und vermindert). Alles andere, von sus4 über add9 bis zum Slash-Akkord, ist eine Abwandlung: ein Ton ersetzt, hinzugefügt oder in den Bass gelegt. Im Jazz kommen noch None, Undezime und Tredezime dazu.
Was ist der Unterschied zwischen Dur und Moll?
Ein einziger Ton: die Terz. Der Durakkord hat den Ton vier Halbtöne über dem Grundton (C–E–G), der Mollakkord den Ton drei Halbtöne darüber (C–Es–G). Grundton und Quinte bleiben gleich, deshalb bewegst du am Klavier von C nach Cm nur einen Finger.
Warum steht in deutschen Akkorden H statt B?
Im Deutschen heißt der Ton, den das Englische B nennt, H, und das deutsche B ist B♭. Hdim ist also Bdim auf einem englischen Blatt, und ein deutsches „B7“ ist ein englisches „B♭7“. Das Tool zum Akkorde transponieren schreibt beide Varianten um.
Welche Akkordarten sollte ich auf der Gitarre zuerst lernen?
Zuerst die offenen Dur- und Mollakkorde (C, G, D, A, E, Am, Em, Dm), dann die leichtesten Septakkorde (G7, Am7, Cmaj7, Fmaj7) und ein sus-Paar (Dsus2 und Dsus4). Damit spielst du die meisten Songs und kannst jede Farbe aus diesem Artikel ausprobieren.
Sind Akkordarten auf Gitarre und Klavier gleich?
Ja. Die Formeln sind identisch, nur die Griffe ändern sich. Ein Cmaj7 ist auf beiden Instrumenten C–E–G–H. Viele Gitarrengriffe verdoppeln Töne oder lassen die Quinte weg und bleiben trotzdem derselbe Akkord, solange Terz und Septime da sind.
Quellen
Alle Seiten geprüft am 28. September 2026.
- Wikipedia, „Akkordsymbol“: ohne Zusatz ist ein Durdreiklang gemeint; m oder – für Moll; °, dim oder m–5 für vermindert; + oder aug für übermäßig; eine 7 meint immer die kleine Septime; maj7, j7 oder Δ für die große Septime; add- und sus-Akkorde, Slash-Akkorde; H ist das internationale B, das deutsche B ist B♭. wikipedia.org
- Wikipedia, „Septakkord“: Dominantseptakkord (Dur + kleine Septime, V. Stufe), großer Septakkord (I. und IV. Stufe), Mollseptakkord (II., III., VI. Stufe), halbverminderter Septakkord (VII. Stufe), verminderter Septakkord (nicht leitereigen in Dur). wikipedia.org
- Wikipedia (englisch), „Triad (music)“: Dur, Moll, vermindert und übermäßig als Schichtung von Terzen; leitereigene Dreiklänge I, ii, iii, IV, V, vi, vii° in Dur; vermindert und übermäßig als Durchgangsakkorde. wikipedia.org
- Wikipedia (englisch), „Suspended chord“: sus2 und sus4 ersetzen die Terz; Csus4 = C–F–G, Csus2 = C–D–G; offener, mehrdeutiger Klang, in der Popmusik oft unaufgelöst. wikipedia.org
- Wikipedia (englisch), „Added tone chord“: Cadd9 = C–E–G–D ohne Septime; der Nonenakkord enthält die Septime. wikipedia.org
- Wikipedia (englisch), „Power chord“: Grundton und Quinte, geschrieben C5, weder Dur noch Moll; typisch für Rock mit Verzerrung. wikipedia.org
- Wikipedia (englisch), „Slash chord“: Basston nach dem Schrägstrich; Umkehrungen und akkordfremde Basstöne; absteigende Basslinien wie G–D/Fis–Em. wikipedia.org