Intervalle in der Musik: Tabelle und Intervalle hören lernen
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Alle 12 Intervalle in einer Tabelle mit Halbtönen und Wirkung, ein bekanntes Lied als Merkhilfe für jedes Intervall und wie du Schritte und Sprünge im Song nutzt.
Ein Intervall ist der Abstand zwischen zwei Tönen, gemessen in Halbtönen (ein Bund auf der Gitarre oder die direkt benachbarte Taste auf dem Klavier). Innerhalb einer Oktave gibt es zwölf: kleine Sekunde (1 Halbton), große Sekunde (2), kleine Terz (3), große Terz (4), reine Quarte (5), Tritonus (6), reine Quinte (7), kleine Sexte (8), große Sexte (9), kleine Septime (10), große Septime (11) und Oktave (12). Um sie nach Gehör zu erkennen, verknüpfst du jedes Intervall mit dem Anfang eines Lieds, das du schon kennst: „O Tannenbaum“ beginnt mit einer reinen Quarte aufwärts, „Hänschen klein“ mit einer kleinen Terz abwärts, das Hauptthema von „Star Wars“ mit einer reinen Quinte aufwärts. Beim Songschreiben tragen kleine Intervalle (Sekunden) eine erzählende Strophe; Sprünge (Quarten, Quinten, Sexten, Oktaven) lassen den Refrain abheben.
Hier findest du die komplette Tabelle mit der typischen Wirkung jedes Intervalls, zwei Hörbeispiele, ein Merklied für jedes Intervall auf- und abwärts, eine Strophe und einen Refrain, Intervall für Intervall erklärt, und eine 10-Minuten-Übung mit dem kostenlosen Tool Welchen Ton singe ich?.
Was ein Intervall ist: Zahl und Qualität
Jeder Intervallname besteht aus zwei Teilen.
- Die Zahl zählt die Tonnamen, beide Enden eingeschlossen. Von C nach E ist eine Terz, weil du C, D und E berührst. Von C nach G ist eine Quinte: C, D, E, F, G.
- Die Qualität ergibt sich aus der genauen Zahl der Halbtöne. C–E (4 Halbtöne) ist eine große Terz, C–Es (3) eine kleine. Sekunden, Terzen, Sexten und Septimen gibt es groß und klein. Prime, Quarte, Quinte und Oktave heißen rein.
Dasselbe Intervall kann auf jedem Ton beginnen: C–E, G–H und A–Cis sind alle große Terzen, weil jede vier Halbtöne umfasst. Deshalb behält eine Melodie ihre Form, wenn du sie transponierst. Zur Erinnerung an die deutsche Notation: H ist der Ton, den englische Quellen B nennen, und B ist bei uns der Ton einen Halbton darunter.
Zwei weitere Unterscheidungen helfen beim Schreiben. Ein melodisches Intervall sind zwei Töne nacheinander, wie in einer Gesangslinie; ein harmonisches Intervall sind zwei Töne gleichzeitig, wie in einem Akkord. Und die Richtung zählt: Von C aufwärts nach G ist eine reine Quinte, von C abwärts nach G eine reine Quarte. Die Zahlen eines Intervalls und seiner Umkehrung ergeben zusammen immer neun (5 + 4); groß wird zu klein, rein bleibt rein.
Warum verschmelzen Oktave und Quinte so gut? Ihre Frequenzen stehen in einfachen Verhältnissen: 2:1 bei der Oktave, 3:2 bei der reinen Quinte, 4:3 bei der reinen Quarte. Die traditionelle Lehre zählt Oktaven, Quinten, Terzen und Sexten zu den Konsonanzen, Sekunden und Septimen zu den Dissonanzen und sieht die Quarte irgendwo dazwischen.
Intervalle-Tabelle: Halbtöne, Namen und Wirkung
| Halbtöne | Intervall | Von C aus | Typische Wirkung | Wo du es beim Schreiben einsetzt |
|---|---|---|---|---|
| 0 | Prime | C–C | Statisch, eindringlich | Tonwiederholungen in Hooks |
| 1 | Kleine Sekunde | C–Des | Gespannt, drängend | Der Schritt von H nach C am Phrasenende |
| 2 | Große Sekunde | C–D | Neutral, wie Sprechen | Fast jede Strophe |
| 3 | Kleine Terz | C–Es | Weich, wehmütig | Mollakkorde, Kinderrufe |
| 4 | Große Terz | C–E | Hell, gefestigt | Durakkorde, sonnige Hooks |
| 5 | Reine Quarte | C–F | Offen, ankündigend | Der Auftaktsprung in den Refrain |
| 6 | Tritonus | C–Fis | Unruhig, instabil | In G7 (H–F), harte Riffs |
| 7 | Reine Quinte | C–G | Kräftig, offen, etwas hohl | Powerchords, heroische Themen |
| 8 | Kleine Sexte | C–As | Sehnsüchtig, bittersüß | Emotionale Sprünge in Balladen |
| 9 | Große Sexte | C–A | Warm, weit | Ein Sprung, der die Phrase öffnet |
| 10 | Kleine Septime | C–B | Bluesig, offen | Die „7“ in G7 oder Am7 |
| 11 | Große Septime | C–H | Träumerisch, scharf | Das „maj7“ in Cmaj7 |
| 12 | Oktave | C–C | Derselbe Ton, höher: ein großer Aufschwung | Der Gipfel des Refrains, eine Zeile eine Oktave höher |
Lies die Spalte „Wirkung“ als Tendenz, nicht als Gesetz. Der Akkord darunter, das Tempo und die Richtung verändern den Effekt: Eine kleine Sekunde, die sich aufwärts in den Grundton auflöst, klingt nach Ankommen; dieselbe Sekunde, gegen einen Akkord gehalten, reibt.
Auch Akkorde bestehen aus Intervallen. Ein Durakkord ist eine große Terz mit einer kleinen Terz darüber (C–E–G); Moll dreht die Reihenfolge um (C–Es–G), und beide umspannen vom Grundton bis zum obersten Ton eine reine Quinte. Probier es mit dem Tool Akkord bestimmen aus: Markiere C und G, und es zeigt einen Powerchord, C5; nimm E dazu, und du hast C-Dur; senk das E zu Es, und der Akkord wird zu c-Moll. Ein einziger Halbton ändert den Charakter. Der Ratgeber zu Akkordarten baut auf diese Weise alle gängigen Akkorde auf.
Intervalle in einer Melodie hören
Beide Beispiele sind kurze synthetisierte Skizzen mit Einzähler, keine Aufnahmen echter Songs. Achte auf den Abstand von jedem Ton zum nächsten.
Bei etwa 0:03 springt die Linie von E nach G (kleine Terz) und von G nach C (reine Quarte) und landet bei 0:04 auf einem hohen C. Ab 0:05 geht sie schrittweise abwärts, C–H (kleine Sekunde) und H–A (große Sekunde), und fällt bei 0:07 von A nach E, eine reine Quarte abwärts. Bei 0:08 steigt sie wieder: E–F (kleine Sekunde), F–A (große Terz) und A–D (reine Quarte) bis zu einem hohen D bei 0:09. Danach fällt sie D–H (kleine Terz) bei 0:11 und H–G (große Terz) bei 0:12, und ab 0:14 beginnt die Schleife von vorn. Hör auf die Quarten: Sie heben die Linie an, und die kleinen Schritte danach holen sie zurück auf den Boden.
Eine zweitaktige Hook, viermal gespielt. Bei 0:02 wiederholt sie ein hohes C (Prime), steigt bei 0:03 zum D (große Sekunde) und fällt bei 0:04 eine reine Quinte, von D nach G. Bei 0:05 geht es eine große Terz hinauf, G–H, das H wird wiederholt, dann klettert die Linie Halbton und Ganzton, H–C–D, bis 0:07. Die Quinte bei 0:04 ist das einzige große Intervall zwischen lauter kleinen Schritten, und genau diesen Moment behält dein Ohr.
Intervalle nach Gehör erkennen: ein Lied für jedes Intervall
Die klassische Methode ist einfach: Viele Lehrkräfte lassen jedes Intervall mit dem ersten Intervall eines bekannten Lieds verknüpfen. Hörst du zwei Töne, fragst du dich, an welchen Liedanfang sie dich erinnern. Die Tabelle sammelt Merklieder aus gängigen Gehörbildungslisten; nimm das, das du ohne Nachdenken singen kannst, und vergiss den Rest.
| Intervall | Aufwärts | Abwärts |
|---|---|---|
| Kleine Sekunde | Titelmusik von „Der weiße Hai“ | „Für Elise“ (Beethoven) |
| Große Sekunde | „Alle meine Entchen“, „Bruder Jakob“, „Stille Nacht“ | „Yesterday“ (The Beatles) |
| Kleine Terz | „Greensleeves“, das Riff von „Smoke on the Water“ | „Hänschen klein“, „Hey Jude“ (The Beatles) |
| Große Terz | „Alle Vögel sind schon da“, „When the Saints Go Marching In“ | Beethovens 5. Sinfonie (nach den drei wiederholten Tönen) |
| Reine Quarte | „O Tannenbaum“, „Amazing Grace“ | „Eine kleine Nachtmusik“ (Mozart) |
| Tritonus | „Maria“ (West Side Story), Titelmusik der „Simpsons“ | „Black Sabbath“ (Black Sabbath) |
| Reine Quinte | „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ (nach dem wiederholten Ton), Hauptthema von „Star Wars“ | Titelmusik von „Familie Feuerstein“ |
| Kleine Sexte | „The Entertainer“ (der erste große Sprung) | Thema aus „Love Story“ |
| Große Sexte | „My Bonnie Lies Over the Ocean“, „My Way“ | Refrain von „Man in the Mirror“ |
| Kleine Septime | „Somewhere“ (West Side Story), Titelmusik von „Star Trek“ | „Watermelon Man“ |
| Große Septime | Refrain von „Take On Me“ | Selten: denk an eine Oktave minus einen Halbton |
| Oktave | „Over the Rainbow“, „Singin’ in the Rain“ | „Willow Weep for Me“ |
„Zum Geburtstag viel Glück“ funktioniert auch: Nach dem wiederholten ersten Ton steigt die Melodie eine große Sekunde.
Vier Gewohnheiten, damit die Tabelle hängen bleibt:
- Sing es, statt nur zuzuhören. Spiel oder sing den tiefen Ton und stimm von dort aus den Anfang des Merklieds an. Landest du auf dem richtigen Ton, hast du das Intervall getroffen. Landest du knapp daneben, helfen dir die Übungen, um richtig singen zu lernen.
- Lern beide Richtungen. Eine Quinte aufwärts und eine abwärts wirken wie zwei verschiedene Intervalle. „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ und die Titelmusik von „Familie Feuerstein“ sind trotzdem beides Quinten.
- Fang mit vier an. Große Sekunde, große Terz, reine Quarte und reine Quinte hört man am leichtesten, und sie tauchen in sangbaren Melodien ständig auf. Nimm die anderen einzeln dazu.
- Hör harmonische Intervalle als Farbe. Zwei Töne gleichzeitig sind schwerer zu benennen. Achte stattdessen auf den Charakter: Die große Terz strahlt, die kleine dunkelt ab, die Quinte klingt hohl, die Sekunde reibt.
Wozu Intervalle beim Songschreiben dienen
Du musst nicht jedes Intervall benennen, während du schreibst. Es hilft aber zu wissen, was jede Größe beim Hörer auslöst.
- Schritte erzählen, Sprünge kündigen an. Eine Linie aus Sekunden klingt wie Sprechen, deshalb stützen sich Strophen darauf. Ein Sprung ab der Quarte lässt aufhorchen, deshalb setzen Refrains und Hooks darauf.
- Leg den größten Sprung auf das Wort, das zählt. „Over the Rainbow“ eröffnet seine berühmte Melodie mit einem Oktavsprung, und das ganze Lied wächst aus diesem Moment.
- Nach einem Sprung: zurück. Eine Melodie, die nach oben springt und dann schrittweise abwärts geht, wirkt ausgewogen. Zwei oder drei große Sprünge hintereinander klingen nach Übung. Der Ratgeber Melodie schreiben vertieft diese Kontur.
- Nutze den Halbton zum Schließen. In Dur ist der Schritt von der 7 zur 1 (H–C in C-Dur) eine kleine Sekunde und klingt nach Heimkommen. Endet dein Refrain damit, wirkt der Schluss rund.
- Die Mollfarbe steckt in Terzen und Sexten. Eine Melodie, die sich auf die kleine Terz und die kleine Sexte über dem Grundton stützt, klingt dunkler; große Terzen und Sexten klingen heller. Der Ratgeber zu Tonleitern fürs Songwriting zeigt, wie diese Töne Dur und Moll bestimmen. Erhöhst du in natürlichem Moll nur die Sexte, bekommst du Dorisch, eine der Kirchentonarten.
- Dein Stimmumfang ist auch ein Intervall. Reicht dein bequemer Bereich über eine Oktave und eine Quarte, funktioniert eine Melodie über zwei Oktaven in keiner Tonart. Miss deinen mit dem Stimmumfang-Test.
Ein Beispiel: Strophe in Schritten, Refrain mit Sprüngen
Die Skizze steht in C-Dur mit 84 BPM. Die Strophe kreist über C–Am–F–G, der Refrain über C–Am–G–C, ein Akkord pro Takt. Die Akkorde stehen über der Silbe, auf der sie wechseln; die unterste Zeile nennt das Intervall zum vorigen Ton (↑ aufwärts, ↓ abwärts; Pr = Prime, g2 = große Sekunde, k3 = kleine Terz, r4 = reine Quarte …). Die Oktavzahlen folgen dem Tool „Welchen Ton singe ich?“: C4 ist das eingestrichene C.
[Strophe] nur Sekunden und Terzen, Umfang C4–G4 (eine reine Quinte)
C Am
Ü- ber- all nur lee- re Stra- ßen,
E4 E4 D4 E4 G4 E4 D4 C4
Pr g2↓ g2↑ k3↑ k3↓ g2↓ g2↓
F G
und ich war- te noch am Bahn- hof
C4 D4 E4 F4 E4 D4 C4 D4
g2↑ g2↑ k2↑ k2↓ g2↓ g2↓ g2↑
[Refrain] zwei Sprünge im Titel, Umfang G4–E5 (eine große Sexte)
C Am G C
Komm her, komm her, ich bin noch da
G4 C5 A4 E5 D5 C5 H4 C5
r4↑ k3↓ r5↑ g2↓ g2↓ k2↓ k2↑
Was jede Entscheidung bewirkt:
- Die Strophe springt nie. Ihr größtes Intervall ist eine kleine Terz, ihr Umfang eine Quinte, von C4 bis G4. Sie klingt wie jemand, der leise vor sich hin redet, genau richtig für eine Strophe, die die Szene aufbaut. Die betonte Silbe „lee-“ bekommt den höchsten Ton der Zeile.
- Die Strophe endet mit einer Frage. „Bahnhof“ bleibt auf D über G stehen, einen Schritt über dem Grundton, und die Zeile bleibt offen.
- Der Titel ist ein Sprung, zweimal. Das erste „her“ springt eine reine Quarte, das zweite eine reine Quinte bis E5, den höchsten Ton des Songs. Die Wiederholung wächst, statt sich zu kopieren.
- Nach den Sprüngen: Schritte. Die Linie geht E–D–C–H abwärts, und die letzte Bewegung, H hinauf nach C, ist der Halbtonzug nach Hause, genau auf „da“.
- Der ganze Song umfasst eine Dezime. Von C4 bis E5 sind es eine Oktave plus eine große Terz. Lass die Akkorde von Strophe und Refrain in C mit 84 BPM laufen, sing die Strophe über die ersten vier Takte und den Refrain über die letzten vier. Drückt das E5, wechsle im Player die Tonart: Die Intervalle bleiben gleich, also behält die Melodie ihre Form. Tiefe Stimmen können sie auch eine Oktave tiefer singen.
10-Minuten-Übung: jedes Intervall über einem Halteton singen
Du brauchst den Player, das Tool „Welchen Ton singe ich?“ in einem zweiten Tab und Kopfhörer, damit das Tool nur deine Stimme hört.
- Minute 0–2, der Halteton. Öffne einen gehaltenen C-Akkord im Player und lass ihn in Schleife laufen. Sing ein bequemes C und prüf es im Tool: C4 für die meisten hohen Stimmen, C3 für tiefe.
- Minute 2–4, die Akkordtöne. Sing von C aus hinauf zu E (große Terz), G (reine Quinte) und zum C darüber (Oktave). Halte jeden Ton, bis das Tool ihn anzeigt. Diese Töne gehören zum Akkord und verschmelzen mit dem Halteton.
- Minute 4–6, die Merklieder. Beginn auf C und summ den Anfang von „O Tannenbaum“: Der zweite Ton sollte F anzeigen. Probier danach das „Star Wars“-Thema (G) und „Greensleeves“ (Es). Zeigt das Tool den Nachbarton, liegt deine innere Referenz einen Halbton daneben; sing es noch einmal, bis es passt.
- Minute 6–8, die gespannten. Sing über dem Halteton von C nach Des (kleine Sekunde) und von C nach Fis (Tritonus). Hör, wie sie reiben, und lös sie auf: Des abwärts nach C, Fis aufwärts nach G.
- Minute 8–10, eine eigene Zeile. Sing vier bis sechs Töne mit genau einem Sprung und Schritten drumherum und nimm sie mit dem Handy auf. Kopier die Tonliste aus dem Tool und schreib die Intervallnamen darunter, wie im Beispiel.
Typische Fehler mit Intervallen
- Bünde zählen, Namen vergessen. C–E und C–Fes klingen gleich (vier Halbtöne), heißen aber unterschiedlich. Fürs Songschreiben reichen Halbtöne und ein einheitlicher Name; im Notensatz zählt die Schreibweise.
- Die Richtung vergessen. Von C aufwärts nach G ist eine Quinte, abwärts eine Quarte. Schreib immer „auf“ oder „ab“ dazu, wenn du Intervalle neben einem Text notierst.
- Aus dem Umfang springen. Ein toller Oktavsprung, der auf einem gepressten Ton landet, verliert seine Wirkung. Prüf den höchsten Ton, bevor du einen Refrain darauf baust.
- Sprünge aneinanderreihen. Drei große Sprünge hintereinander sind schwer zu singen und schwer zu merken. Setz nach einem Sprung einen Schritt in die Gegenrichtung.
- Merklieder, die du nicht wirklich kennst. Ein halb erinnertes Lied führt dich in die Irre. Ein sicheres Lied pro Intervall ist besser als drei wackelige.
Wo Zoundroom hilft: Intervalle, Text und Takes in einer Notiz
Zoundroom erkennt keine Tonhöhen, benennt keine Intervalle und analysiert deine Aufnahmen nicht; dafür hast du „Welchen Ton singe ich?“ und für den Loop den Player. Was Zoundroom macht: die Teile eines Songs zusammenhalten, damit deine Arbeit mit Intervallen nicht auf Notizbuch, Browser-Tab und Sprachmemo verstreut landet. Jeder Song ist ein Projekt mit seinen Aufnahmen, Texten, Notizen und Dateien. Öffne eine Notiz im Projekt, schreib die Textzeile mit den Intervallen darunter („Komm her: reine Quarte hoch, dann reine Quinte bis E5“), füge die Tonliste aus dem Tool und den Player-Link ein, den du benutzt hast, und nimm die gesungene Zeile direkt in der Notiz mit der App auf dem Handy auf: Die Aufnahme wird an der Cursorposition eingefügt, unter der Zeile, zu der sie gehört. Später kannst du dasselbe Projekt im Web öffnen und die Takes anhören. Dein nächster Schritt: Leg ein Projekt für die Zeile aus der Übung an und nimm darunter zwei Fassungen auf, eine nur in Schritten und eine mit einem Sprung auf dem Schlüsselwort.
Häufige Fragen
Was sind Intervalle in der Musik?
Ein Intervall ist der Tonhöhenabstand zwischen zwei Tönen, ob sie nacheinander (melodisch) oder gleichzeitig (harmonisch) erklingen. Benannt wird es über die Zahl der Tonnamen (Sekunde, Terz, Quarte …), die Qualität ergibt sich aus der genauen Größe in Halbtönen (groß, klein, rein). Eine große Terz hat zum Beispiel immer vier Halbtöne.
Wie viele Intervalle gibt es?
Innerhalb einer Oktave zwölf, von der kleinen Sekunde (1 Halbton) bis zur Oktave (12), dazu die Prime (0). Jenseits der Oktave folgen die zusammengesetzten Intervalle: Eine None ist eine Oktave plus eine Sekunde, daher Akkordnamen wie add9.
Wie lerne ich Intervalle am leichtesten hören?
Verknüpf jedes Intervall mit dem Anfang eines Lieds, das du gut kennst, und sing es auf- und abwärts über einem gehaltenen Ton. Fang mit großer Sekunde, großer Terz, reiner Quarte und reiner Quinte an und kontrollier dich mit einem Tonerkennungs-Tool. Ein paar Minuten täglich bringen mehr als eine lange Sitzung ab und zu.
Welche Intervalle klingen traurig?
In der westlichen Musik sind es die kleine Terz und die kleine Sexte über dem Grundton, die Moll dunkler färben, und eine fallende kleine Sekunde kann wie ein Seufzer klingen. Der Kontext entscheidet aber mit: Tempo, Rhythmus und die Akkorde darunter können dasselbe Intervall hoffnungsvoll oder schwer wirken lassen.
Was ist der Unterschied zwischen reinen und großen Intervallen?
Prime, Quarte, Quinte und Oktave sind rein; Sekunden, Terzen, Sexten und Septimen gibt es in einer großen und einer kleinen Form. Bei der Umkehrung bleibt rein rein (aus der Quinte wird eine Quarte), groß wird zu klein (aus der großen Terz wird eine kleine Sexte).
Quellen
Alle Seiten wurden am 28. September 2026 geprüft.
- Wikipedia (englisch), „Interval (music)“: Intervalle innerhalb der Oktave mit Halbtonzahl, Umkehrung (die Zahlen ergeben neun, groß wird klein, rein bleibt rein), melodische und harmonische Intervalle, zusammengesetzte Intervalle, Frequenzverhältnisse 2:1, 3:2 und 4:3 sowie die traditionelle Einteilung in Konsonanzen und Dissonanzen. wikipedia.org
- Wikipedia (englisch), „Interval recognition“: die Methode, jedes Intervall mit dem ersten Intervall eines bekannten Lieds zu verknüpfen, und Merklieder auf- und abwärts. wikipedia.org
- Musicca, „Schema der Intervall-Lieder“: Merklieder auf- und abwärts, darunter „Bruder Jakob“, „Stille Nacht“, Beethovens 5. Sinfonie und „Eine kleine Nachtmusik“. musicca.com
- Gehörbildung & Musiktheorie, „Intervalle hören und erkennen durch Melodieanfänge“: „Alle meine Entchen“ (große Sekunde), „Hänschen klein“ (kleine Terz abwärts), „Alle Vögel sind schon da“ (große Terz), „O Tannenbaum“ (reine Quarte) und „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ (reine Quinte). gehoerbildung-musiktheorie.de