← Zurück zum Blog

Kirchentonarten einfach erklärt: alle 7 Modi fürs Songwriting

Veröffentlicht

Was Kirchentonarten sind, alle 7 Modi der Reihe nach mit ihrem Charakterton und wie du ein dorisches oder mixolydisches Riff schreibst, gratis zum Anhören.

Ein Gitarrist und eine Keyboarderin probieren im Proberaum gemeinsam ein Riff aus, zwischen ihnen ein aufgeschlagenes Notizbuch mit einer handgezeichneten Tonleiter-Skizze

Eine Kirchentonart (ein Modus) ist eine Tonleiter, die von einem anderen Grundton aus gehört wird. Spiel nur die weißen Tasten und lande immer wieder auf C: Du hörst C-Dur (Ionisch). Lande immer auf D: Dieselben sieben Töne klingen nach Moll, aber hell (Dorisch). Lande auf G, und sie klingen nach Dur mit rauer Kante (Mixolydisch). Es gibt sieben Modi, in dieser Reihenfolge: Ionisch, Dorisch, Phrygisch, Lydisch, Mixolydisch, Äolisch und Lokrisch. Ionisch ist die Dur-Tonleiter, Äolisch das natürliche Moll. Darüber hinaus bringen dir beim Songschreiben Dorisch (Loop i–IV, etwa Dm–G), Mixolydisch (I–♭VII–IV, etwa G–F–C) und Lydisch (I–II, etwa F–G) am meisten. Die Farbe jedes Modus steckt in einem einzigen Ton: Schreib einen Loop, der diesen Ton betont und immer nach Hause zurückkehrt.

Hier findest du alle sieben in einer Tabelle, zu jedem einen Loop im kostenlosen Akkordfolgen-Player, eine dorische Strophe mit äolischem Refrain und eine 10-Minuten-Übung.

Was ein Modus ist: dieselben Töne, ein anderes Zuhause

Nimm die weißen Tasten: C D E F G A H. Kehrt die Musik immer zu C zurück, bist du in C-Dur. Zieht ein Basston oder ein Loop alles zu D, bilden dieselben Töne D-Dorisch. Nur der Grundton hat sich geändert, aber die Halbtonschritte liegen jetzt an anderen Stellen, von ihm aus gesehen, und damit ändert sich die Stimmung.

Du kannst einen Modus auf zwei Arten betrachten, und beide helfen:

  • Dieselben Töne (relativ). D-Dorisch nutzt die Töne von C-Dur, nur ab D. Praktisch, um die Töne schnell zu finden.
  • Derselbe Grundton (parallel). D-Dorisch ist natürliches d-Moll mit einem erhöhten Ton: H statt B. Das ist die Sicht beim Songschreiben: Erst wählst du den Grundton, der zu deiner Stimme passt, dann die Farbe.

Die Namen stammen aus der altgriechischen Musiklehre, bedeuten hier aber etwas völlig anderes. Heinrich Glarean erweiterte das System 1547 in seinem Dodekachordon um Äolisch und Ionisch. Im Deutschen heißen sie Kirchentonarten, denn vom frühen Mittelalter bis ins 16. Jahrhundert ordneten sie die abendländische Musik; in Jazz, Pop und Rock spricht man oft einfach von modalen Tonleitern.

Wenn dir Dur und natürliches Moll noch nicht ganz vertraut sind, fang mit Tonleitern fürs Songwriting an: Die Modi bauen direkt darauf auf.

Die 7 Kirchentonarten der Reihe nach, mit Charakterton

ModusWeiße TastenIm Vergleich zu Dur oder MollKlangTypischer Loop
IonischVon C bis CDie Dur-TonleiterHell, gefestigtC–F–G–C (I–IV–V–I)
DorischVon D bis DMoll mit großer SexteMoll mit Hoffnung, groovigDm–G (i–IV)
PhrygischVon E bis EMoll mit kleiner SekundeDunkel, gespannt, Flamenco oder MetalEm–F (i–♭II)
LydischVon F bis FDur mit übermäßiger QuarteSchwebend, verträumtF–G (I–II)
MixolydischVon G bis GDur mit kleiner SeptimeDur mit Blues- und Rock-KanteG–F–C–G (I–♭VII–IV–I)
ÄolischVon A bis ADas natürliche MollTraurig, ernstAm–G–F–G (i–♭VII–♭VI–♭VII)
LokrischVon H bis HMoll mit kleiner Sekunde und verminderter QuinteInstabil, unruhigH°–C (i°–♭II)

Entscheidend ist die dritte Spalte. Drei Modi haben eine große Terz und klingen nach Dur (Ionisch, Lydisch, Mixolydisch), vier eine kleine Terz und klingen nach Moll (Dorisch, Äolisch, Phrygisch, Lokrisch). Bis auf Lokrisch liegt jeder nur einen Ton von Dur oder natürlichem Moll entfernt, und genau diesen Ton solltest du hörbar machen. Wenn du eine große und eine kleine Terz noch nicht sicher unterscheidest, wiederhole die Intervalle in der Musik.

Von hell nach dunkel sortiert ergibt sich: Lydisch, Ionisch, Mixolydisch, Dorisch, Äolisch, Phrygisch, Lokrisch. Bei jedem Schritt sinkt genau ein Ton um einen Halbton: erst die Quarte, dann die Septime, die Terz, die Sexte, die Sekunde und zuletzt die Quinte.

Mit dem Quintenzirkel findest du die Töne jedes Modus in Sekunden. Zähl vom Grundton des Modus aus Schritte gegen den Uhrzeigersinn und lies die Vorzeichen dieser Dur-Tonart ab: 1 Schritt für Mixolydisch, 2 für Dorisch, 3 für Äolisch, 4 für Phrygisch, 5 für Lokrisch (Lydisch liegt 1 Schritt im Uhrzeigersinn). E-Dorisch: von E über A nach D sind zwei Schritte, D-Dur hat zwei Kreuze, also ist E-Dorisch E Fis G A H Cis D.

Jeden Modus hören: Loops zum Ausprobieren

Jeder Link öffnet den Player mit fertig eingestelltem Loop. Lass ihn laufen und summ den Ton, der nach Ende klingt.

Ionisch und Äolisch: Dur und Moll, wie du sie kennst

Ionisch ist ganz normales Dur, C–F–C–G, mit dem H, das nach C zieht. Äolisch ist natürliches Moll, seine Farbe ist die kleine Sexte.

Äolisch: i–♭VI–♭III–♭VII · Am–F–C–G · 76 BPM

Worauf du achten kannst: Nach dem Einzähler (0:00–0:03) kommt Am bei 0:03, F bei 0:06, C bei 0:09 und G bei 0:12, dann beginnt der Loop bei 0:15 von vorn. Der F-Akkord trägt die äolische kleine Sexte (F über A) und gibt dem Loop sein filmisches Gewicht. Merk dir den Klang für Dorisch: gleiches Zuhause, ein Ton heller.

Zu hören in: „All Along the Watchtower“ (Bob Dylan) und „Losing My Religion“ (R.E.M.), zwei Standardbeispiele für Äolisch.

Dorisch: Moll mit Lichtblick

Dorisch ist natürliches Moll mit großer Sexte. In A heißt das Fis statt F, und das hörst du im IV-Akkord: D-Dur statt d-Moll. Lass Am–D in A (i–IV) loopen und hör, wie der D-Dur-Akkord das Moll aufhellt, ohne es fröhlich zu machen. So klingen viele Funk-Vamps, Latin-Grooves und Folk-Songs.

Zu hören in: dem traditionellen „Scarborough Fair“, „Oye Como Va“ (Tito Puente, 1962, 1970 ein Hit für Santana), „Eleanor Rigby“ (The Beatles) und „Mad World“ (Tears for Fears).

Mixolydisch: Dur mit Ecken

Mixolydisch ist Dur mit kleiner Septime. In G wird aus Fis ein F, und der Akkord einen Ganzton unter dem Grundton ist F-Dur: die ♭VII. Lass G–F–C–G (I–♭VII–IV–I) loopen: hell, aber ohne Leitton zurück nach Hause, der Klang des klassischen Rock. Wie aus diesem Klang ein ganzer Song wird, zeigt die Anleitung zum Rocksong-Schreiben.

Zu hören in: „Sweet Home Alabama“ (Lynyrd Skynyrd), „Norwegian Wood“ (The Beatles), „Sweet Child o’ Mine“ (Guns N’ Roses) und „Royals“ (Lorde).

Lydisch: Dur, das schwebt

Lydisch ist Dur mit übermäßiger Quarte. In F heißt das H statt B, und es taucht als Dur-Akkord auf der II auf: G-Dur. Der Player hat keine Dur-II, also nimm die weißen Tasten: F–G mit dem Player in C, und summ dabei F als Zuhause. Wenn der Loop nach C ziehen will, gehört dieser Sog zum schwebenden Gefühl von Lydisch.

Zu hören in: „Blue Jay Way“ (The Beatles) und „Waltz #1“ (Elliott Smith).

Phrygisch: Moll mit Stachel

Phrygisch ist natürliches Moll mit kleiner Sekunde, einen Halbton über dem Grundton. In E ist das F, und der ♭II-Akkord, F-Dur, klebt direkt an Em. Der Moll-Modus des Players hat keine ♭II, also wieder die weißen Tasten: Em–F mit dem Player in C. Das ist die dunkle Farbe vieler Metal-Riffs und, mit einem Dur-Akkord auf dem Grundton, der Flamenco-Klang (Phrygisch-Dur).

Andalusische Kadenz · Am–G–F–E · 92 BPM

Worauf du achten kannst: Am bei 0:02, G bei 0:05, F bei 0:07 und E bei 0:10; ab 0:13 wiederholt sich der Abstieg und endet auf E. Von A aus gehört ist das eine Moll-Folge (i–♭VII–♭VI–V). Im Flamenco dagegen ist dieses E der Grundton: F wird seine kleine Sekunde, und der Loop steht in E-Phrygisch mit großer Terz. Wenn das Beispiel auf dem letzten E stehen bleibt, frag dich, ob es nach Schluss klingt. Wenn ja, hörst du Phrygisch; wenn es nach Am verlangt, hörst du a-Moll.

Zu hören in: „Wherever I May Roam“ (Metallica) und „Symphony of Destruction“ (Megadeth).

Lokrisch: der Modus, der nicht zur Ruhe kommt

Lokrisch hat eine kleine Sekunde und eine verminderte Quinte, sein Grundakkord ist also vermindert und klingt nie nach Ruhe. Probier H°–C im Player: Nach ein paar Takten hörst du vermutlich C als Zuhause, und genau deshalb kommt Lokrisch in populärer Musik kaum vor. „Army of Me“ von Björk ist eines der wenigen bekannten Beispiele.

So schreibst du ein modales Riff oder eine modale Akkordfolge

Ein Modus klingt nur nach sich selbst, wenn man hört, wo zu Hause ist, und den Charakterton hört. Fünf Regeln:

  1. Mach den Grundton unüberhörbar. Fang auf dem Grundakkord an und hör dort auf, kehr alle ein bis zwei Takte zu ihm zurück oder halt den Grundton im Bass, während die Akkorde wechseln.
  2. Pack den Charakterton in einen Akkord. Dorisch: Dur-IV (i–IV). Mixolydisch: Dur-♭VII (I–♭VII–IV). Lydisch: Dur-II (I–II). Phrygisch: Dur-♭II (i–♭II). Äolisch: ♭VI (i–♭VI–♭VII).
  3. Kurze Loops. Zwei bis vier Akkorde. Lange Folgen klingen bald wieder nach gewöhnlichem Dur oder Moll.
  4. Meide den Akkord, der dich zurückholt. In Mixolydisch und Dorisch bringt eine Dur-V den Leitton zurück: D-Dur in G-Mixolydisch enthält Fis, E-Dur in A-Dorisch enthält Gis. Ein Takt reicht. Nimm stattdessen die Moll-v (Dm, Em) oder schließe mit ♭VII–I oder IV–I, zwei Kadenzen, die ohne Leitton nach Hause kommen.
  5. Setz den Charakterton in die Melodie. Auf eine lange oder betonte Silbe, am besten über dem Grundakkord, wo er am stärksten reibt.

Der Artikel über Akkordfolgen für Songwriter zeigt die Dur- und Moll-Loops, aus denen diese modalen Loops stammen.

Beispiel: Strophe in E-Dorisch, Refrain in E-Äolisch

Derselbe Grundton, E, zwei Farben. Die Strophe kreist in E-Dorisch (E Fis G A H Cis D) über Em–A (i–IV), der Refrain wechselt nach E-Äolisch (E Fis G A H C D) und steigt über C–D–Em (♭VI–♭VII–i) auf. Hör dir Strophe und Refrain nacheinander mit 92 BPM an, ein Akkord pro Takt. Die dritte Zeile jedes Blocks zeigt die Tonleiterstufe.

[Strophe] E-Dorisch · Em–A

Em                    A
Der  letz-  te   Zug   ist  längst  vor-  bei
E4   G4     Fis4 E4    A4   Cis5    H4    A4
1    b3     2    1     4    6       5     4
[Refrain] E-Äolisch · C–D–Em

C                  D                   Em
Und  ich  lauf,    bis  die  Stadt     er-  wacht
G4   H4   C5       H4   A4   D5        H4   E5
b3   5    b6       5    4    b7        5    1

Was jede Entscheidung bewirkt:

  • Die Strophe zeigt die dorische Farbe auf der Betonung. Auf „längst“ liegt Cis über dem A-Dur-Akkord: die große Sexte, der Ton, den natürliches e-Moll nicht hat.
  • Der Refrain ändert nur einen Ton. Aus Cis wird C, und die Stimmung kippt von hoffnungsvoll zu entschlossen und dunkel. Das C liegt lang auf „lauf“, der ersten schweren Silbe des Refrains.
  • ♭VI–♭VII–i steigt nach Hause. C, dann D, dann Em: Die Akkordfolge klettert ganztonweise zum Grundton, ohne Leitton, und „wacht“ landet auf E5, dem höchsten Ton des Songs.
  • Nirgends H-Dur. Die Dur-V enthält Dis; ein Takt davon, und der Refrain klingt nach gewöhnlichem Moll mit Leitton statt nach Äolisch.

Die Melodie reicht von E4 bis E5. Ist dir das zu hoch oder zu tief, wechsle die Tonart im Player: Die Stufen bleiben gleich, die Form auch. Für Kontur und Rhythmus der Linie geht es weiter mit Melodie schreiben.

Der häufigste Fehler: Modus und Paralleltonart verwechseln

D-Dorisch und C-Dur teilen alle sieben Töne, also liegt der Gedanke nahe, Dorisch sei „C-Dur ab D“. Aber über einem Loop, der auf C ruht, ist „D-Dorisch“ schlicht C-Dur. Den Modus bestimmt der Ton, zu dem die Musik zurückkehrt, nicht der Ton, mit dem deine Tonleiter beginnt.

  • Frag dich, wo der Loop ruht. Stopp den Player auf jedem Akkord; der, der nach Schluss klingt, ist das Zuhause. Der Grundton-Test aus Tonart eines Songs bestimmen funktioniert für Modi genauso.
  • Trau keiner Tonartenerkennung blind. Ein Song in G-Mixolydisch nutzt nur Töne von C-Dur, also kann ein Tool, auch unser Werkzeug zum Tonart und BPM erkennen, C-Dur melden. Bei den Tönen liegt es richtig; das Zuhause bestimmst du.
  • Spiel den Modus nicht rauf und runter über beliebige Akkorde. Heißen die Akkorde C–G–Am–F, bist du in C-Dur, egal wo deine Hand liegt.

10-Minuten-Übung: fünf Zuhause, dieselben Töne

Alle fünf Loops nutzen nur weiße Tasten, der Player steht auf C. Die angezeigten Stufen beziehen sich also auf C, und genau darum geht es: Die Töne bleiben, nur das Zuhause wandert. Öffne Welchen Ton singe ich? in einem zweiten Tab und halte dein Handy zum Aufnehmen bereit.

  1. Minute 0–2, Ionisch. C–F–C–G: Summ, bis du den Ton findest, der alles abschließt: C.
  2. Minute 2–4, Dorisch. Dm–G: Zuhause ist D. Such das H über dem G-Akkord, die dorische Sexte.
  3. Minute 4–6, Mixolydisch. G–F: Zuhause ist G; lehn dich an das F, die kleine Septime.
  4. Minute 6–8, Phrygisch und Äolisch. Em–F (Zuhause E, Stachel auf F), danach Am–G–F–G (Zuhause A).
  5. Minute 8–10, auswählen und aufnehmen. Nimm den Loop, der dich am meisten angesprochen hat, summ eine viertaktige Phrase darüber und nimm sie mit dem Handy auf. Halte den letzten Ton und schau ihn dir im Tool an: Er sollte das Zuhause des Loops sein (D bei Dorisch, G bei Mixolydisch und so weiter).

Wo Zoundroom hilft: Loop, Riff und Regel in einer Notiz

Zoundroom spielt keine Modi, hat weder Stimmgerät noch Tonerkennung, analysiert deine Aufnahmen nicht und ist keine DAW; für Loop und Töne hast du den Player und „Welchen Ton singe ich?“. Was Zoundroom macht: das Material eines Songs zusammenhalten, damit eine modale Idee nicht zwischen Browser-Tab, Sprachmemo und losem Zettel verstreut landet. Jeder Song ist ein Projekt mit seinen Aufnahmen, Texten, Notizen und Dateien. Öffne eine Notiz im Projekt, schreib die Regel in deinen Worten auf („Strophe E-Dorisch, Cis auf die Betonung; Refrain äolisch, kein H-Dur“), füge den Player-Link ein und nimm das Riff direkt in der Notiz mit der App auf dem Handy auf: Die Aufnahme wird an der Cursorposition eingefügt, unter der Zeile, zu der sie gehört. Teil das Projekt mit der Person am Keyboard: Im Web reicht es, das Projekt zu öffnen, um das Riff zu hören und die Regel zu lesen. Dein nächster Schritt: Leg ein Projekt für den Song aus dem Beispiel an und nimm Strophe und Refrain unter dem Text auf.

Häufige Fragen

Wie heißen die 7 Kirchentonarten der Reihe nach?

Ionisch, Dorisch, Phrygisch, Lydisch, Mixolydisch, Äolisch und Lokrisch: die Reihenfolge ihrer Starttöne auf den weißen Tasten, C D E F G A H. Von hell nach dunkel: Lydisch, Ionisch, Mixolydisch, Dorisch, Äolisch, Phrygisch, Lokrisch.

Welchen Modus sollte ich zuerst lernen?

Mixolydisch, wenn du Rock, Blues oder Folk mit Dur-Gefühl schreibst (I–♭VII–IV); Dorisch, wenn deine Moll-Songs nicht tragisch klingen sollen (i–IV). Beide liegen nur einen Ton von Dur und Moll entfernt und funktionieren schon mit zwei Akkorden.

Ist Dorisch Dur oder Moll?

Moll, denn es hat eine kleine Terz. Es ist natürliches Moll mit großer Sexte, deshalb ist sein IV-Akkord Dur (G in D-Dorisch). Dieser eine Ton lässt Dorisch heller klingen als gewöhnliches Moll.

Wie spiele ich Kirchentonarten auf der Gitarre?

Du brauchst keine sieben neuen Fingersätze. Behalte das Dur-Tonleitermuster, das du kennst, und ändere den Ton, auf dem du landest, oder lass eine Leersaite als Bordun klingen. Über der tiefen E-Saite ergibt E F G A H C D E-Phrygisch und E Fis Gis A H Cis D E-Mixolydisch. Über der leeren A-Saite ist A H C D E Fis G A-Dorisch. Wie aus einem Riff ein ganzer Song wird, steht in Song auf der Gitarre schreiben.

Quellen

Alle Seiten wurden am 28. September 2026 geprüft.

  • Wikipedia, „Kirchentonart“: die sieben Modi auf den weißen Tasten (Ionisch ab C bis Lokrisch ab H); Glarean führte 1547 Äolisch und Ionisch ein; die griechischen Namen haben hier eine völlig andere Bedeutung als in der altgriechischen Musiklehre. wikipedia.org
  • Wikipedia (englisch), „Mode (music)“: Ganz- und Halbtonfolgen der sieben modernen Modi; Glareans Dodekachordon (1547). wikipedia.org
  • Berklee Online, Take Note, Paul Schmeling, „Music Modes: Major and Minor Modal Scales in Music Theory“: Dur-Modi (Ionisch, Lydisch, Mixolydisch) und Moll-Modi (Äolisch, Dorisch, Phrygisch, Lokrisch) und die Stufe, die jeden unterscheidet. online.berklee.edu
  • Wikipedia (englisch), „Dorian mode“ und „Mixolydian mode“: Dorisch als natürliches Moll mit großer Sexte („Oye Como Va“, „Scarborough Fair“, „Eleanor Rigby“, „Mad World“); Mixolydisch als Dur mit kleiner Septime und I–♭VII–IV–V („Sweet Home Alabama“, „Norwegian Wood“, „Sweet Child o’ Mine“, „Royals“). wikipedia.org · wikipedia.org
  • Wikipedia (englisch), „Lydian mode“ und „Phrygian mode“: Lydisch mit übermäßiger Quarte („Blue Jay Way“, „Waltz #1“); Phrygisch mit kleiner Sekunde, Phrygisch-Dur und Flamenco („Wherever I May Roam“, „Symphony of Destruction“). wikipedia.org · wikipedia.org
  • Wikipedia (englisch), „Aeolian mode“ und „Locrian mode“: Äolisch gleich natürlichem Moll („All Along the Watchtower“, „Losing My Religion“); Lokrisch mit vermindertem Grundakkord, in populärer Musik fast nie verwendet („Army of Me“). wikipedia.org · wikipedia.org
  • Wikipedia (englisch), „Andalusian cadence“: i–♭VII–♭VI–V in Moll, von vielen Musikern als Folge auf Basis des phrygischen Modus gelesen. wikipedia.org
  • Wikipedia (englisch), „Oye Como Va“: 1962 von Tito Puente geschrieben und aufgenommen; Santanas Version von 1970. wikipedia.org