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Wie viele Songs hat eine EP, ein Album und eine Single? (2026)

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Eine EP hat 4 bis 6 Songs und dauert höchstens 30 Minuten. Die offiziellen Regeln für Single, EP und Album, Vinyl pro Seite und wie du dein Release planst.

Ein Musiker schreibt an einem Tisch mit leeren CD-Hüllen, schlichten Plattenhüllen und Kopfhörern eine Titelliste ins Notizbuch

Eine EP hat 4 bis 6 Songs und eine Gesamtlänge von höchstens 30 Minuten. So steht es im Styleguide von Apple Music und in den Hilfecentern von DistroKid und TuneCore, geprüft am 27. September 2026. Ein Release mit 1 bis 3 Songs, die jeweils kürzer als 10 Minuten sind, ist eine Single. Ab 7 Songs ist es ein Album, und bei Apple Music gilt auch jedes Release über 30 Minuten als Album, selbst mit nur 5 oder 6 Tracks. Die einzige Ausnahme: 1 bis 3 Songs zählen als EP, wenn einer davon mindestens 10 Minuten dauert und das Ganze nicht länger als 30 Minuten ist. Eine EP braucht also mindestens 4 Songs, 3 Songs sind eine Single und 7 Songs ein Album.

Single, EP und Album: die Regeln in einer Tabelle

FormatSongsGesamtlängeWas der Store macht
Single1–3, jeder unter 10 Min.Unter 30 Min.Apple hängt „- Single“ an den Titel
EP4–6Höchstens 30 Min.Apple hängt „- EP“ an den Titel
EP (langer Track)1–3, einer davon 10 Min. oder längerHöchstens 30 Min.Wird als EP eingestuft
Album7 oder mehr, oder jede Anzahl über 30 Min.Kein Maximum in diesen RegelnErscheint als Album

Daraus ergeben sich zwei praktische Spannen. Eine typische EP mit 4 bis 6 Songs von drei bis vier Minuten dauert 12 bis 25 Minuten, mit reichlich Luft; wie lang jeder einzelne Song sein sollte, erklärt der Artikel Wie lang ist ein Song?. Ein Album braucht 7 Songs oder mehr als 30 Minuten; ein offizielles „Durchschnittsalbum“ gibt es nicht, aber ein erstes Indie-Album landet oft bei 8 bis 12 Songs und 30 bis 45 Minuten: Es liegt über der Grenze und passt trotzdem auf eine einzige Vinyl-LP (dazu weiter unten mehr).

Wo sich die Regeln je nach Plattform unterscheiden

  • Apple Music schreibt die Regel in seinen Styleguide (Abschnitte 3.3 und 3.4) und ändert deinen Titel: Lässt du „- EP“ oder „- Single“ weg, ergänzt Apple es selbst. Videos zählen nicht als Songs.
  • Spotify stuft laut der Hilfe von TuneCore ein Release mit höchstens drei Tracks unter 30 Minuten als Single ein und eines mit 4 bis 6 Tracks unter 30 Minuten als EP. Spotify ändert deinen Titel nicht.
  • Die Upload-Formulare der Distributoren haben ihr eigenes Vokabular. Bei TuneCore ist eine Single genau ein Track und ein „Album“ jedes Release ab zwei Tracks (bis zu 100 Tracks und 2,5 Stunden). Lädst du dort ein „Album“ mit fünf Songs hoch, zeigt Apple es trotzdem als EP. DistroKid fragt nur nach der Anzahl der Songs und überlässt die Einstufung den Stores.
  • Charts haben eigene Definitionen. Die Regeln der offiziellen britischen Charts (Fassung vom August 2023) werten ein Release mit mehr als vier Songs oder über 25 Minuten als Album, mit Ausnahmen für Remix-Singles. Ein Release mit 5 Songs und 20 Minuten ist bei Apple Music also eine EP und für diese Albumcharts ein Album.

Kurz gesagt: Plane nach der Store-Regel (4 bis 6 Songs, höchstens 30 Minuten) und prüfe vor dem Upload das genaue Formular deines Distributors.

Single, EP oder Album: Was solltest du als unabhängiger Artist veröffentlichen?

Eine Regel von Spotify wiegt schwerer als alle anderen. In Spotify for Artists kannst du den Playlist-Redaktionen immer nur einen unveröffentlichten Song gleichzeitig vorschlagen (der sogenannte Pitch), und ein Song, der schon erschienen ist, lässt sich nicht mehr pitchen. Außerdem sollst du mindestens sieben Tage vor dem Release liefern, damit die Redaktion Zeit zum Hören hat. Drei Singles bedeuten drei Pitches. Eine EP mit fünf neuen Songs bedeutet einen.

Nimm Singles, wenn:

  • du ein bis drei fertige Songs hast und nicht mehr;
  • du dir ein Publikum aufbaust und alle paar Wochen einen Anlass zum Posten willst;
  • es dein erstes Release ist und du Distributor, Metadaten und Pitch lieber an einem Song lernst, bevor du fünf riskierst.

Nimm eine EP, wenn:

  • du vier bis sechs fertige Songs hast, die zusammengehören, aus derselben Zeit und mit demselben Sound;
  • du eine Visitenkarte für Clubs, Presse oder Labels brauchst (siehe Demo an ein Label schicken);
  • du live spielst und am Merch-Stand eine kurze Platte verkaufen willst.

Nimm ein Album, wenn:

  • du acht oder mehr fertige Songs hast, nicht sechs plus zwei Lückenfüller;
  • die Songs eine Geschichte erzählen oder in einer bestimmten Reihenfolge am besten wirken;
  • schon ein Publikum auf dich wartet oder du eine lange Kampagne stemmen kannst.

Auch das Budget zählt. Mix und Mastering werden meist pro Song berechnet, ein Album kostet in der Fertigstellung also mehr als eine EP. Beim Vertrieb enthalten die Tarife von DistroKid unbegrenzte Uploads gegen eine Jahresgebühr, während andere Dienste jede Single, EP oder jedes Album einzeln abrechnen; der Leitfaden zum Musikvertrieb vergleicht diese Modelle.

Release-Kalender: ein kompletter Plan für eine EP mit 5 Songs

Hier ist der Plan einer erfundenen Band und ihrer EP Nachtzug: fünf Songs und 18:56 insgesamt, also in allen genannten Stores eine EP. Zwei Songs erscheinen vorab als Singles, danach kommt die EP mit drei neuen Songs und einem neuen Pitch.

WocheWas passiertSongsSpotify-Pitch
−4Du lieferst Single 1 an den DistributorPostkartePostkarte
0Single 1 erscheintPostkarte–
2Du lieferst Single 2LeuchtreklameLeuchtreklame
6Single 2 erscheintLeuchtreklame–
8Du lieferst die EPAlle fünf SongsNachtzug (neu)
12Die EP erscheintFünf Songs, inklusive der beiden Singles–

Vier Wochen zwischen Lieferung und Release sind mehr als die sieben Tage, die Spotify verlangt, und das mit Absicht: So bleibt Zeit, das Cover zu korrigieren und den Pitch in Ruhe zu schreiben. Sechs Wochen zwischen zwei Releases halten dich sichtbar, ohne deine Songs zu verheizen.

Die beiden Singles werden in der EP noch einmal hochgeladen. DistroKid erklärt, dass es in den Tarifen Musician Plus und Ultimate hilft, den ISRC jeder Single für die EP-Version wiederzuverwenden, damit Streams und Playlist-Platzierungen erhalten bleiben, garantiert ist das aber nicht. Der Pitch in Woche 8 geht an Nachtzug, weil die beiden Singles schon erschienen sind und nicht mehr gepitcht werden können.

Songs auswählen und in die richtige Reihenfolge bringen

Zuerst wird ausgewählt. Ein Song kommt nur auf die EP, wenn er fertig ist: finaler Text, abgenommener Mix und kein „die Bridge machen wir später“. Lass jeden Kandidaten durch die Checkliste für unfertige Songs laufen und lass weg, was durchfällt. Vier starke Songs ergeben eine bessere EP als sechs durchwachsene.

Dann legst du eine Tabelle mit Tonart, Tempo, Länge und einer Energie-Note von 1 bis 5 für jeden Song an. Wenn du das Tempo deiner Demos nicht kennst, miss es mit dem Tap-Tempo-Metronom. Das ist die Tabelle für Nachtzug:

#SongTonartBPMLängeEnergie
1LeuchtreklameE-Dur1183:224
2PostkarteA-Dur1243:045
3NordwindD-Dur904:143
4Leerer BahnsteigG-Dur763:462
5NachtzugE-Dur1024:304

Die Logik hinter dieser Reihenfolge:

  1. Eröffne mit einem Song, der in 20 Sekunden zeigt, wer du bist. „Leuchtreklame“ startet mit der Hook; der eingängigste Song, „Postkarte“, kommt an zweiter Stelle.
  2. Lass in der Mitte Luft. Die Energie sinkt auf 3 und dann auf 2, das Tempo fällt von 124 auf 76 BPM.
  3. Vermeide zwei Balladen hintereinander. „Leerer Bahnsteig“ ist der einzige langsame Song.
  4. Schließe mit einem Song, der nach Ende klingt. Der Titelsong beendet die EP in E-Dur, der Tonart vom Anfang.
  5. Achte auf die Tonartwechsel. E, A, D, G, E: Jeder Schritt führt in eine verwandte Tonart.

Eine EP zu ordnen ist näher an einem Konzert als an einer Playlist; der Leitfaden zum Setlist zusammenstellen nutzt dieselbe Energiekurve auf der Bühne.

Hör dir einen Übergang an, bevor du dich festlegst

Diese beiden synthetisierten Lernbeispiele klingen wie der Sprung von Track 2 zu Track 3 im Plan: ein schneller Rocksong, danach ein langsamerer.

I–IV–V–IV · G–C–D–C · 112 BPM
I–vi–IV–V · C–Am–F–G · 84 BPM

Worauf du achten kannst: Nach dem Einzähler (0:00–0:02) treibt das erste Beispiel G–C–D–C zweimal mit Rock-Schlagzeug bei 112 BPM bis 0:20. Spiel das zweite direkt danach ab: Nach seinem Einzähler (0:00–0:02) setzen sich Arpeggio und Balladen-Groove bei 84 BPM in C-Dur. Dieser Abfall wirkt in der Mitte einer EP wie ein Durchatmen; direkt nach dem Opener würde er den Start bremsen. Mach denselben Test mit deinen Demos: die letzten 15 Sekunden eines Songs, dann die ersten 15 des nächsten.

Vinyl und physische Formate

Vinyl hat Grenzen pro Seite, und je länger die Seite, desto leiser der Schnitt. Das sind die empfohlenen Laufzeiten von Disc Makers, einem US-Hersteller von CDs und Vinyl:

FormatGeschwindigkeitBeste Qualität, pro SeiteMaximum, pro Seite
12 Zoll33⅓ U/min15–18 Min.22 Min.
12 Zoll45 U/min9 Min.12 Min.
7 Zoll45 U/min3,5 Min.4,5 Min.
7 Zoll33⅓ U/min4,5 Min.6 Min.

Für Nachtzug (18:56) funktioniert eine 12-Zoll-Platte mit 45 U/min: Tracks 1 bis 3 auf Seite A (10:40), 4 und 5 auf Seite B (8:16). Seite A liegt über den 9 Minuten für beste Qualität, aber unter dem Maximum von 12; wenn beide Seiten beste Qualität haben sollen, schneide mit 33⅓ U/min, wo 10 Minuten pro Seite weit unter der Grenze liegen. Eine 7-Zoll-Platte trägt einen Song pro Seite, deshalb passt sie zur Single.

Für ein Album fasst eine einzelne LP mit 33⅓ U/min 30 bis 36 Minuten in bester Qualität und bis zu 44 als absolutes Maximum; darüber brauchst du eine Doppel-LP. Gleiche die Seiten aus und frag dein Presswerk vor dem Mastering nach seiner eigenen Tabelle, denn die Grenzen hängen vom Werk und vom Bassanteil ab.

Eine CD fasst bis zu 79 Minuten und 59 Sekunden; Disc Makers empfiehlt, bei etwa 78 zu bleiben. Jede EP und jedes Album passt darauf.

Die Songs vor dem Upload vorbereiten

Bevor das Release zu deinem Distributor geht, braucht jeder Song:

  • Eine finale Version. Das abgenommene Master im Format, das dein Distributor verlangt (DistroKid empfiehlt WAV oder FLAC). Gib jeder Datei einen Namen, den niemand verwechseln kann; der Song-Dateinamen-Generator baut einen mit Titel, Version und Datum.
  • Metadaten. Exakter Songtitel, Künstlername, Featured Artists, Urheberinnen und Urheber, Genre, Veröffentlichungsdatum und der ISRC, falls der Song schon als Single erschienen ist. Schreib den Release-Titel überall gleich.
  • Cover. Quadratisch und bei DistroKid mindestens 1000 × 1000 Pixel; prüf die Vorgaben deines Distributors.
  • Credits und Anteile. Wer was geschrieben hat und zu welchem Prozentsatz, unterschrieben vor dem Release. Ein Split Sheet hält das pro Song fest, und die kostenlose Split-Sheet-Vorlage prüft, ob die Anteile 100 % ergeben.
  • Anmeldung. Melde jedes Werk bei deiner Verwertungsgesellschaft an (GEMA in Deutschland, AKM in Österreich, SUISA in der Schweiz), damit auch die Komposition Geld bringt und nicht nur die Aufnahme. Ein staatliches Urheberrechtsregister gibt es in Deutschland nicht. Mehr dazu in Song anmelden und schützen und Tantiemen für Songwriter.

Wenn einige Songs noch vorläufige Aufnahmen sind, lies nach, was eine Demo ist, bevor du sie für fertig erklärst, und teile unveröffentlichte Songs privat, wenn du vor dem Release Feedback willst.

Die EP in Zoundroom planen: ein Projekt pro Song, eins fürs Release

In Zoundroom ist jeder Song ein Projekt mit seinen Aufnahmen, Texten, Notizen und Dateien. Leg jeden Song der EP in ein eigenes Projekt: die Takes der Demo, die abgenommene finale Version als importiertes Audio, den finalen Text und eine Notiz mit den Credits, dazu das unterschriebene Split Sheet. Dann legst du ein weiteres Projekt für das Release selbst an. Darin schreibst du eine Notiz mit der Tracklist in der richtigen Reihenfolge und Tonart, Tempo und Länge jedes Songs (die Tabelle oben), den Release-Terminen und dem geplanten Pitch für jeden Termin, und du importierst die finale Version jedes Tracks, damit alle dieselben Dateien hören. Lade deine Band und alle, die an der Produktion beteiligt sind, in beide ein. Mit Pro oder Band kannst du Kommentare mit Zeitmarke an einer Aufnahme hinterlassen, etwa „Fade zwei Sekunden früher starten, bei 3:58“. Zoundroom ist kein Distributor: Es liefert deine EP nicht an Spotify oder Apple Music aus und mastert sie nicht. Die abgenommenen Master und das Cover lädst du selbst bei deinem Distributor hoch. Sieh dir an, wie Songprojekte in Zoundroom funktionieren.

Häufige Fragen

Kann eine EP 3 Songs haben?

Nach den Store-Regeln fast nie. Drei Songs mit jeweils unter 10 Minuten sind bei Apple Music und Spotify eine Single, und Apple hängt „- Single“ an den Titel. Drei Songs zählen nur als EP, wenn einer mindestens 10 Minuten dauert und das Ganze höchstens 30 Minuten lang ist. In deinen Posts kannst du es trotzdem EP nennen, der Store tut es nicht.

Wie lang ist eine EP?

Höchstens 30 Minuten bei Apple Music und Spotify. In der Praxis dauern die meisten EPs mit 4 bis 6 Songs 12 bis 25 Minuten. Ein Release mit 6 Songs und 31 Minuten wird bei Apple Music zum Album.

Sind 7 Songs eine EP oder ein Album?

Ein Album. DistroKid, TuneCore und der Styleguide von Apple Music werten jedes Release ab 7 Tracks als Album, egal wie kurz die Songs sind. Für die offiziellen britischen Albumcharts zählen schon mehr als vier Songs als Album.

Sollte mein erstes Release eine EP sein?

Meist nicht. Zwei oder drei Singles vorab bringen dir den Vertriebsablauf bei, geben dir für jeden Song einen eigenen Spotify-Pitch und bauen ein Publikum auf, das sich für die EP interessiert, wenn sie kommt. Mit einer EP anzufangen ist sinnvoll, wenn du schon vier bis sechs fertige Songs hast, die zusammengehören, und einen Grund, sie gemeinsam zu veröffentlichen, etwa eine Tour oder eine Demo für Labels.

Quellen

Alle Seiten wurden am 27. September 2026 geprüft.