Setlist zusammenstellen: Reihenfolge, Länge und Beispiele
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Wie viele Songs in 30, 45, 60 oder 90 Minuten passen, wie du sie nach Energie, Tonart und Tempo ordnest, zwei Beispiel-Setlists, Übergänge und Ausdruck.
Eine gute Setlist stellst du vom verfügbaren Zeitfenster aus zusammen, nicht von deinen Lieblingssongs. Frag nach, ob dein Slot den Aufbau einschließt, und rechne aus, wie viele Songs samt Pausen dazwischen hineinpassen. Eröffne mit einem starken Song, den die Band im Schlaf spielt. Gruppiere die Songs nach Energie, Tonart und Stimmung, damit das Set fließt und niemand zweimal umstimmen muss. Setz kurz nach der Mitte eine ruhige Stelle und steigere dich danach wieder. Heb den bekanntesten Song für den Schluss auf, oder für den vorletzten Platz, wenn eine Zugabe wahrscheinlich ist. Plane jeden Übergang und jede Ansage, und druck die Liste groß aus, ein Exemplar pro Musiker.
Wie viele Songs in deinen Slot passen
Bevor du Songs zählst, frag den Veranstalter, ob die genannte Zeit reine Spielzeit ist oder Umbaupause und Linecheck einschließt, und ob es eine feste Endzeit gibt. Wer überzieht, nimmt meist der nächsten Band Zeit weg oder bekommt den Ton abgedreht. Behandle die Länge also als Grenze, nicht als Ziel.
Dann hilft eine einzige Formel: Songs = Spielzeit ÷ (durchschnittliche Songlänge + Pause zwischen den Songs). Die Pause ist alles zwischen dem letzten Ton eines Songs und dem Einzählen des nächsten: Applaus, ein Satz, ein Schluck Wasser, den Kapodaster umsetzen. Eine Band, die ihre Übergänge geprobt hat, braucht 20 bis 30 Sekunden. Mit Umstimmen, Geschichten und Instrumentenwechseln sind es eher eine Minute.
So sieht die Rechnung mit Songs von durchschnittlich 3:45 und 30 Sekunden Pause aus. Nach dem letzten Song zählt keine Pause mehr.
| Slot | Höchstens Songs | Gesamtlänge | So viele einplanen |
|---|---|---|---|
| 30 Minuten | 7 | 29:15 | 6 oder 7 |
| 45 Minuten | 10 | 42:00 | 10 |
| 60 Minuten | 14 | 59:00 | 13 (54:45) |
| 90 Minuten | 21 | 88:45 | 20 (84:30), mit Zugabe |
Zwei Dinge verschieben diese Zahlen schnell. Sind deine Songs im Schnitt 4:30 statt 3:45 lang, passen in 45 Minuten bequem 8 Songs (39:30) und mit Mühe 9 (44:30). Und wächst die Pause auf eine Minute, laufen dieselben zehn Songs, die vorher 42:00 dauerten, plötzlich 46:30 und passen nicht mehr.
Nimm die Live-Länge, nicht die der Aufnahme: Schlüsse werden länger und Nervosität macht schneller. Stopp in der Probe einen kompletten Durchlauf, oder tipp zu einer Probenaufnahme mit dem Tap-Tempo-Metronom mit und schreib die BPM neben jeden Titel.
Das kostenlose Tool zum Setlist erstellen übernimmt diese Rechnung. Trag jeden Song mit Tonart, Tempo und Länge ein, gib die Sekunden zwischen den Songs und die Länge deines Slots an, und es zeigt dir die Gesamtlänge, wie viel Zeit übrig ist oder fehlt und in welcher Minute jeder Song beginnt. Es läuft im Browser und speichert nichts, also kopier, lade oder druck das Ergebnis.
Setz zum Schluss ein oder zwei Songs, die wegfallen können, in eckige Klammern und halte einen kurzen Reservesong am Ende bereit. Fängt das Konzert zehn Minuten zu spät an, muss niemand auf der Bühne verhandeln.
Zeichne die Energiekurve, bevor du die Reihenfolge festlegst
Eine Setlist ist ein Spannungsbogen, keine Rangliste. Bau sie in vier Schritten.
- Schreib alle Songs auf, die infrage kommen, mit Tonart, Tempo, Stimmung oder Kapo, Länge und wer singt.
- Gib jedem Song eine Energienote von 1 (ruhig, langsam, sparsam) bis 5 (laut, schnell, der Saal bewegt sich). Bewerte, wie er live wirkt, nicht wie er auf der Aufnahme klingt.
- Markier die Songs, die das Publikum kennt: veröffentlichte Singles, der Song aus dem Lokalradio, das Cover, das alle mitsingen.
- Zeichne die Kurve: zwei oder drei starke Songs am Anfang, eine abwechslungsreiche Mitte, eine klare Verschnaufpause, eine Steigerung und den Höhepunkt in den letzten beiden.
Prüf die Reihenfolge danach an ein paar Regeln.
- Eröffne mit Sicherheit. Der erste Song ist auch der Soundcheck für den Raum. Nimm einen, der tight und direkt ist und falsch eingestellte Monitore verzeiht.
- Wechsle Tonart und Tempo. Drei Songs hintereinander in derselben Tonart und ähnlichem Tempo klingen wie ein einziger langer Song. Eine Quarte oder Quinte nach oben (von E nach A, von D nach A) oder der Wechsel zur parallelen Molltonart klingt natürlich; ein großer Tempoabfall braucht einen Satz oder einen Moment Stille.
- Versteck neue Songs zwischen starken. Ein unbekannter Song auf Platz vier, zwischen zwei Songs, die die Band am besten spielt, bekommt eine faire Chance.
- Gruppiere Stimmungen und Kapo. Jeder Wechsel sollte nur einmal passieren, am besten während jemand eine Ansage macht.
- Setz die ruhige Stelle hinter die Mitte. Bei etwa 55 bis 65 % des Sets, nie im ersten Viertel. Danach zieh das Tempo stufenweise an.
- Schone die Stimme. Die höchsten Songs kommen, wenn die Stimme warm ist und bevor sie müde wird. Liegt dir ein Song unbequem hoch, prüf die Tonart mit dem Tool welche Tonart passt zu meiner Stimme, bevor du ihn im Set probst.
- Hör mit dem Song auf, für den die Leute gekommen sind. Ist eine Zugabe wahrscheinlich, spiel ihn als vorletzten und heb für die Zugabe einen starken Song oder eine Überraschung auf.
Beispiel: ein 45-Minuten-Set für eine Band
Eine vierköpfige Indie-Rock-Band (Gesang, Gitarre, Bass, Schlagzeug) spielt 45 Minuten als Vorband. Die Titel sind erfunden.
| # | Song | Tonart · BPM | Länge | Energie | Übergang und Notizen |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Rücklicht | E-Dur · 130 | 3:20 | 5 | Schlagzeug zählt ein, keine Ansage |
| 2 | Hinterhof | A-Dur · 124 | 3:45 | 4 | Gitarre hält ein A bis ins Intro |
| 3 | Nachtschicht | A-Dur · 118 | 3:55 | 4 | Ansage 1: Bandname, Stadt, Dank an den Headliner |
| 4 | Papierflieger (neu) | D-Dur · 102 | 3:40 | 3 | Titel vorher ansagen |
| 5 | Spätkauf | G-Dur · 96 | 4:05 | 3 | Bass fängt allein an |
| 6 | Nebelhorn | D-Dur, Drop-D · 78 | 4:20 | 2 | Umstimmen, während die Sängerin die Geschichte erzählt |
| 7 | Kein Empfang | D-Dur, Drop-D · 112 | 3:50 | 3 | Direkt weiter, gleiche Stimmung |
| 8 | Ringbahn | h-Moll · 120 | 3:35 | 4 | Zurück in Standardstimmung während Ansage 2: Merch, ein Profil |
| 9 | Funkenflug | E-Dur · 138 | 3:30 | 5 | Schnellster Song, keine Pause danach |
| 10 | Bleib noch wach | E-Dur · 128 | 4:35 | 5 | Bekanntester Song: „Das ist unser letzter“ |
Die Musik ergibt 38:35. Mit neun Pausen von 30 Sekunden dauert das Set 43:05 und lässt in einem 45-Minuten-Slot 1:55 Luft. Das gehaltene A zwischen Song 1 und 2 spart ein paar Sekunden, die beiden Umstimmungen kosten etwa genauso viel. Das passt.
Warum diese Reihenfolge funktioniert:
- Die ersten beiden Songs steigen eine Quarte, von E nach A, und das gehaltene A lässt „Hinterhof“ beginnen, bevor der Applaus verklingt.
- Die Energie fällt und steigt wieder: 5, 4, 4, 3, 3, 2, dann 3, 4, 5, 5. Das Tempo folgt ihr, von 130 hinunter auf 78 und hinauf auf 138, und die ruhige Stelle liegt bei Song 6 von 10.
- Die beiden Drop-D-Songs stehen zusammen: einmal runter-, einmal zurückstimmen, jedes Mal während einer Ansage.
- Song 9 und 10 teilen die Tonart, also gibt es vor dem Ende kein Umstimmen und keine Stille.
Beispiel: ein 30-Minuten-Akustikset
Ein Duo (Leadgesang und Gitarre, dazu eine zweite Stimme) spielt in einem Café. Die beiden reden mehr als eine Band, also planen sie 40 Sekunden zwischen den Songs.
| # | Song | Tonart (Kapo) · BPM | Länge | Energie | Notizen |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Milchkaffee | A-Dur (Kapo 2, G-Griffe) · 112 | 3:05 | 3 | Heller Einstieg, nicht der lauteste |
| 2 | Briefe nach Kiel | E-Dur (Kapo 2, D-Griffe) · 98 | 3:35 | 3 | Gleicher Kapo; Begrüßung und Namen danach |
| 3 | Flohmarkt | D-Dur (ohne Kapo) · 90 | 3:15 | 3 | Kapo ab, während die zweite Stimme redet |
| 4 | Novemberregen | e-Moll · 70 | 4:05 | 1 | Die ruhige Stelle, nach einem Satz zum Song |
| 5 | Balkonkonzert | G-Dur · 126 | 2:55 | 4 | Die Steigerung: Klatschen auf 2 und 4 |
| 6 | Altbau | C-Dur (Kapo 5, G-Griffe) · 102 | 3:45 | 3 | Kapo während des Applauses aufsetzen |
| 7 | Noch ein Lied | C-Dur (Kapo 5, G-Griffe) · 106 | 3:50 | 4 | Bekanntester Song, Refrain zum Mitsingen |
Die Musik dauert 24:30; mit sechs Pausen von 40 Sekunden kommt das Set auf 28:30, und 1:30 bleiben übrig.
- Der Kapo wandert nur zweimal, ab vor Song 3 und drauf vor Song 6, jedes Mal während geredet oder geklatscht wird.
- Von e-Moll nach G-Dur geht es in die parallele Durtonart, deshalb wirkt die Steigerung nach dem ruhigsten Song natürlich.
- Der Kontrast kommt aus dem Charakter, nicht aus der Lautstärke: Der langsamste Song folgt auf drei mittelschnelle, danach kommt der schnellste.
- Der Einstieg ist hell, nicht geflüstert, weil im Café noch bestellt wird.
Übergänge: Segues, Einzählen, Umstimmen und Ansagen
Ein Set verliert seine Energie zwischen den Songs, nicht in ihnen. Probe die Übergänge, als gehörten sie zu den Songs.
Songs verbinden
Drei zuverlässige Wege, zwei Songs zu verbinden:
- Halte einen Akkord oder einen Orgelpunkt und beginn den nächsten Song darüber. Das klappt, wenn die Tonarten gleich sind oder eine Quarte oder Quinte auseinanderliegen.
- Lass das Schlagzeug den Groove ins neue Tempo tragen und hol die Band auf ein Zeichen dazu.
- Nimm eine kurze Klangbrücke: eine Keyboard-Fläche, ein Swell mit dem Volumenpedal, höchstens acht bis sechzehn Sekunden.
Schreib „→“ auf die Setlist zwischen zwei Songs, die direkt ineinander übergehen.
Einzählen
Eine Person zählt alle Songs ein, meist die Person am Schlagzeug, mit den BPM neben jedem Titel. Gibt es einen Klick, lad die Tempi in der Reihenfolge des Sets. Beginnt ein Song mit einem Instrument allein, zählt diese Person im Kopf, und die Band steigt auf ihr Zeichen ein.
Umstimmen und Kapodaster
Gruppiere die Songs nach Stimmung, stimm um, während jemand anderes redet, und nutz einen Bodentuner im Mute-Modus. Eine zweite Gitarre, die schon in der anderen Stimmung ist, spart 30 bis 60 Sekunden. Setz den Kapo während des Applauses auf und schreib den Bund auf die Setlist.
Instrumentenwechsel
Leg fest, wer wohin geht, stell Ständer und Kabel bereit und speichere die Keyboard-Sounds in der Reihenfolge des Sets. Rechne mit 45 bis 60 Sekunden und sag der Tontechnik, wo der Wechsel kommt.
Was du zwischen den Songs sagst
Plane zwei oder drei Ansagen, nicht zehn.
- Nach dem zweiten oder dritten Song: Bandname, Herkunft, Dank an den Club und die anderen Bands. Sag den Namen vor dem letzten Song noch einmal.
- Vor einem neuen oder dem ruhigen Song: ein Satz, worum es geht. Niemand braucht die ganze Geschichte.
- Vor einem der letzten beiden Songs: wo man die Band findet, nur einmal: Merch, ein Profil oder ein QR-Code.
- Jede Ansage dauert 20 bis 40 Sekunden; schreib die Stichworte auf die Setlist („ANSAGE: Name + Danke“).
- Sprich mit der Band einen Plan für Pannen ab. Reißt eine Saite, halten Bass und Schlagzeug einen Groove, und wer singt, erklärt, was los ist.
Setlists für verschiedene Auftritte
| Auftritt | Ziel | Was sich an der Setlist ändert |
|---|---|---|
| Vorband | Leute gewinnen, die wegen einer anderen Band da sind | Kurze Intros, starke Songs früh, Bandname zweimal, pünktlich aufhören |
| Headliner-Konzert | Deinem Publikum einen ganzen Abend geben | Mehr Dynamik, ältere Songs in der Mitte, geplante Zugabe |
| Cover-Gig in der Kneipe | Die Tanzfläche voll halten | Mehrere Sets mit eigener Kurve, Blöcke nach Tempo oder Jahrzehnt, Reserveliste |
| Akustikset im Café | Aufmerksamkeit in einem Raum gewinnen, in dem geredet wird | Heller Einstieg, mehr Ansagen, Kapo und Stimmungen gruppiert |
| Festival | Laufpublikum packen, bei strenger Umbaupause | Direkte Songs am Anfang und Ende, kein langsames Intro, Streichliste bereit |
Vorband. Schau dir auf setlist.fm, einem öffentlichen Setlist-Wiki, die letzten Sets des Headliners an, um zu sehen, was dessen Publikum erwartet. Covere nicht seine Songs, und betrachte deine Endzeit als Teil der Abmachung.
Headliner-Konzert. Du kannst in der Mitte ein Risiko eingehen: ein alter Song, eine reduzierte Version, ein neuer. Plane die Zugabe: abgehen, etwa eine Minute warten, zurückkommen. Bist du nicht sicher, ob es eine gibt, bleibt der bekannteste Song am Schluss.
Cover-Gig in der Kneipe. Jedes Set bekommt seine eigene Kurve: leiser, solange gegessen wird, zum Tanzen am Ende. Halte eine Reserveliste mit fünf bis zehn Songs nach Tempo sortiert bereit, damit du auf den Raum oder einen Wunsch reagieren kannst.
Festival. Die Bühnenleitung kann dir den Ton abdrehen, wenn die Zeit um ist. Eröffne mit deinem direktesten Song, spiel in den letzten zehn Minuten etwas Wiedererkennbares und leg vorher mit der Band fest, welche Songs rausfliegen, wenn es später losgeht.
Die Probe-Setlist ist nicht die Konzert-Setlist
Die Konzert-Setlist hat eine feste Reihenfolge. Die Probe-Setlist ist ein Arbeitsplan: zuerst die Problemsongs, solange alle frisch sind, dann die Übergänge, dann ein kompletter Durchlauf in Konzertreihenfolge mit Stoppuhr. Spiel das ganze Set mit Ansagen und Umstimmen mindestens zweimal vor dem Termin, und nimm den Durchlauf mit dem Handy auf, um die echte Länge zu prüfen.
Klär mit der Band auch, wer für die Setlist zuständig ist: Eine Person schlägt sie vor, die Band stimmt zu, und die finale Version liegt dort, wo alle sie sehen. Der Guide zum organisatorischen Flaschenhals in der Band zeigt, wie man solche Entscheidungen teilt, und der Überblick über Apps für Bands vergleicht Tools für Proben und Auftritte.
Druck sie für die Bühne aus
- Eine Seite, ein Exemplar pro Musiker, dazu eins für die Tontechnik. Kleb sie mit Gaffa auf den Boden oder oben auf einen Verstärker, und nimm eine Reserve mit.
- Große Schrift: fette Großbuchstaben mit mindestens 28 Punkt, 36 oder mehr, wenn das Blatt auf dem Boden liegt. Bei mehr als 12 Songs nimm zwei Spalten oder Kurznamen („RINGBAHN“, „FUNKEN“).
- Eine Zeile pro Song: Nummer, kurzer Titel, Tonart, Kapo oder Stimmung, BPM und ein Hinweis: „→“ für direkt weiter, „ANSAGE“, „STIMMEN“, „WECHSEL“. Songs, die wegfallen können, in Klammern, die Zugabe unter einem Strich.
- Eine Version pro Rolle: Das Schlagzeug braucht BPM und Einzähler, das Keyboard die Soundnummern, und wer singt, kann das erste Wort der Songs notieren, die mit Gesang beginnen.
- Bühnenhinweise für die Tontechnik: Die Setlist ist weder Rider noch Stageplot, aber ihr Exemplar sollte sagen, in welchen Songs Akustikgitarre gespielt wird, wer wo singt, wo Instrumentenwechsel sind, wo Zuspieler laufen und welche Songs mit einem Instrument allein beginnen.
- Handy oder Tablet gehen auch, mit ausgeschalteter automatischer Sperre und voller Helligkeit, aber Papier hat keinen Akku und spiegelt das Scheinwerferlicht nicht.
Das Setlist-Tool hat einen Knopf „Für die Bühne drucken“. Für die Akkorde jedes Songs helfen der Guide zum Songsheet mit Akkorden und der Songsheet-Generator bei der Seite, die auf jedem Notenständer liegt.
Nach dem Konzert: Setlist bei der GEMA einreichen
Spielst du eigene Songs, erfährt die GEMA über die Setlist, welche Werke aufgeführt wurden. Zuständig für das Einreichen ist grundsätzlich der Veranstalter, er kann die Aufgabe aber an die Band oder ihr Management abgeben. Die Setlist muss spätestens sechs Wochen nach dem Auftritt eingehen, im Onlineportal unter „Meine Setlists“. In Österreich und der Schweiz haben AKM und SUISA eigene Verfahren; frag dort nach. Der Guide zu Tantiemen für Songwriter erklärt den Rest. Heb die finale Setlist, das Datum und den Ort jedes Konzerts auf.
Wo Zoundroom hilft: dieselben Versionen hinter der Setlist
Eine Setlist ist nur so verlässlich wie die Versionen dahinter. In Zoundroom ist jeder Song ein Projekt mit seiner neuesten Aufnahme, seinem Text und seinen Akkorden, und die Band arbeitet an denselben Projekten. Steht auf der Setlist „Spätkauf, G-Dur, 96“, öffnen alle dieselbe Demo und denselben Text statt einer Version von vor drei Chats. Leg ein Projekt für das Konzert an, füg die Setlist aus dem Tool in eine Notiz ein und nimm dort den Probedurchlauf auf. Lade die Bandmitglieder mit einem Einladungscode ein; alle melden sich mit dem eigenen Konto auf iOS, Android oder im Web an. In Pro und Band zeigen Audio-Kommentare mit Zeitmarke auf dem Durchlauf genau die Sekunde („Das Ende von Song 7 zieht sich 20 Sekunden“). Der Band-Plan bringt bis zu sieben Mitglieder unter ein Abo, mit Rollen, die festlegen, wer bearbeiten und wer nur ansehen darf.
Zoundroom sortiert und stoppt keine Setlists und ist kein Bühnendisplay: Reihenfolge und Länge erledigst du mit dem Setlist-Tool, auf die Bühne kommt Papier. Sieh dir an, wie die Zusammenarbeit in Zoundroom funktioniert, oder den Band-Plan.
Häufige Fragen
Wie viele Songs hat ein Set?
Teil die Spielzeit durch die durchschnittliche Songlänge plus die Pause dazwischen. Mit Songs von 3:45 und 30 Sekunden Pause sind es etwa 7 Songs in 30 Minuten, 10 in 45, 13 oder 14 in 60 und rund 20 in 90, mit ein paar Minuten Luft.
Sollte man mit dem besten Song anfangen?
Fang mit einem starken, sicheren Song an, nicht unbedingt mit dem bekanntesten: Er ist auch der Soundcheck für den Raum. Den Song, für den die Leute gekommen sind, spielst du am Schluss, oder als vorletzten, wenn es eine Zugabe gibt.
Wie lange Pause zwischen den Songs?
20 bis 30 Sekunden sind ein guter Durchschnitt für eine eingespielte Band. Plane zwei oder drei längere Momente für Ansagen oder Umstimmen, und verbinde einige Songs direkt.
Gehören Cover auf die Setlist?
Ja, wenn sie zum Auftritt passen. In einem Set mit eigenen Songs hilft ein gut gewähltes Cover in der zweiten Hälfte bei einem Publikum, das dich nicht kennt; ein Cover-Gig besteht daraus. Platzier Cover auf der Energiekurve wie jeden anderen Song, und trag bei der GEMA alle gespielten Werke ein.
Quellen
Alle Seiten wurden am 27. September 2026 geprüft.
- GEMA: Wann muss ich eine Setlist einreichen? (spätestens sechs Wochen nach dem Auftritt, grundsätzlich Aufgabe des Veranstalters, Einreichung unter „Meine Setlists“ im Onlineportal).
- setlist.fm: Startseite (das Setlist-Wiki).