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Vorzeichen und Tonarten: Reihenfolge der Kreuze und B, Tabelle

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Vorzeichen im Notensystem lesen: die Reihenfolge der Kreuze und B, zwei Regeln für die Tonart, alle 15 Vorzeichnungen als Tabelle und Dur oder Moll-Parallele.

Eine Hand zeigt auf den Anfang eines gedruckten Notensystems auf einem Notenständer, dort, wo die Vorzeichen stehen, in weichem Tageslicht, Noten und Zeichen unscharf

Die Vorzeichen (die Vorzeichnung) sind die Kreuze oder B, die direkt hinter dem Notenschlüssel am Anfang jeder Notenzeile stehen. Sie legen fest, welche Töne im ganzen Stück und in allen Oktaven erhöht oder erniedrigt werden, und lassen für die Tonart zwei Möglichkeiten übrig: eine Dur-Tonart und ihre Moll-Parallele. Zwei Regeln verraten dir die Dur-Tonart. Bei Kreuzen gehst du vom letzten Kreuz einen Halbton nach oben: Endet die Reihe auf Gis, ist es A-Dur. Bei B nennt das vorletzte B die Tonart: Drei B (B, Es, As) bedeuten Es-Dur. Ein B ist F-Dur, keine Vorzeichen sind C-Dur. Danach entscheidet der Schlussakkord zwischen Dur und Moll-Parallele.

In diesem Leitfaden: wo jedes Vorzeichen im Violin- und im Bassschlüssel steht, alle 15 Vorzeichnungen in einer Tabelle, wie du Dur von Moll unterscheidest, ein Leadsheet mit vier B Schritt für Schritt gelesen und was die Vorzeichen für deinen Kapo und fürs Transponieren bedeuten. Willst du Vorzeichen, Paralleltonart und Akkorde einer Tonart auf einen Blick sehen, tipp sie im interaktiven Quintenzirkel an; hier geht es ums Lesen auf dem Papier.

Was die Vorzeichen dir sagen und was nicht

Die Vorzeichen stehen zwischen Notenschlüssel und Taktangabe. Die Taktangabe steht nur einmal am Anfang, die Vorzeichen dagegen am Beginn jeder Zeile, du hast sie also immer im Blick. Sie verraten dir drei Dinge:

  • Welche Töne sich ändern, überall. Ein Kreuz auf der obersten Linie im Violinschlüssel macht jedes F im Stück zum Fis, hoch oder tief. Vor den einzelnen Noten muss kein Kreuz mehr stehen.
  • Aus welcher Tonleiter die Töne kommen. Ein Kreuz steht für die Töne von G-Dur (G A H C D E Fis), die zugleich die Töne von e-Moll sind.
  • Wie lange sie gelten. Bis eine neue Vorzeichnung kommt, meist nach einem Doppelstrich. Wechselt ein Song in eine Tonart mit weniger Vorzeichen, werden die alten oft zuerst mit Auflösungszeichen aufgehoben.

Was sie nicht sagen: ob der Song in Dur oder Moll steht, welche Akkorde er nutzt und wo sein Ruhepunkt liegt. Töne außerhalb der Tonart bekommen ein Versetzungszeichen direkt vor der Note (Kreuz, B oder Auflösungszeichen), und das gilt nur bis zum nächsten Taktstrich. Die Vorzeichen sind die Regel, die Versetzungszeichen die Ausnahmen von Takt zu Takt.

Die Reihenfolge der Kreuze und B, und wo jedes Zeichen steht

Die Vorzeichen erscheinen immer in derselben Reihenfolge:

  • Kreuze: Fis, Cis, Gis, Dis, Ais, Eis, His. Drei Kreuze sind immer Fis, Cis, Gis, nie Fis, Gis, Dis.
  • B: B, Es, As, Des, Ges, Ces, Fes, also dieselben Stammtöne rückwärts.

Die bekannteste Eselsbrücke gilt eigentlich den Tonarten: „Geh Du Alter Esel, Hole Fische“ für die Kreuz-Tonarten (G, D, A, E, H, Fis, Cis) und „Frische Brötchen Essen Asse Des Gesangs“ für die B-Tonarten (F, B, Es, As, Des, Ges). Die Sätze liefern dir aber auch die Vorzeichen selbst. Die Kreuze sind Fis und Cis, gefolgt von den Anfangsbuchstaben des Esel-Satzes: Gis, Dis, Ais, Eis, His. Und ab dem zweiten Wort des Brötchen-Satzes stehen die B der Reihe nach da: B, Es, As, Des, Ges, dazu Ces und Fes. Dahinter steckt der Quintenzirkel: Jedes neue Kreuz liegt eine Quinte über dem vorigen (F, C, G), jedes neue B eine Quarte darüber (B, Es, As).

Auch die Position im Notensystem ändert sich nie, deshalb erkennst du eine Vorzeichnung mit etwas Übung an ihrer Form, bevor du zählst. Die Linien werden von unten nach oben gezählt (1 bis 5), die Zwischenräume ebenso (1 bis 4):

ReihenfolgeKreuzViolinschlüsselBassschlüssel
1Fis5. Linie (oben)4. Linie
2Cis3. Zwischenraum2. Zwischenraum
3GisÜber dem System4. Zwischenraum
4Dis4. Linie3. Linie (Mitte)
5Ais2. Zwischenraum1. Zwischenraum
6Eis4. Zwischenraum3. Zwischenraum
7His3. Linie (Mitte)2. Linie
ReihenfolgeBViolinschlüsselBassschlüssel
1B3. Linie (Mitte)2. Linie
2Es4. Zwischenraum3. Zwischenraum
3As2. Zwischenraum1. Zwischenraum
4Des4. Linie3. Linie (Mitte)
5Ges2. Linie1. Linie (unten)
6Ces3. Zwischenraum2. Zwischenraum
7Fes1. ZwischenraumUnter dem System

Vergleich die beiden Spalten: Im Bassschlüssel steht jedes Vorzeichen eine Linie oder einen Zwischenraum tiefer als im Violinschlüssel. Gleiche Reihenfolge, gleiches Zickzack, nach unten verschoben.

Die Tonart an den Vorzeichen erkennen, in fünf Sekunden

Bei Kreuzen ist das letzte Kreuz der Leitton der Dur-Tonleiter, einen Halbton unter dem Grundton. Geh einen Halbton nach oben:

  • 2 Kreuze, das letzte ist Cis: D-Dur.
  • 5 Kreuze, das letzte ist Ais: H-Dur.
  • 6 Kreuze, das letzte ist Eis: Fis-Dur. Einen Halbton über Eis liegt Fis, nicht F.

Bei B nennt das vorletzte B die Tonart:

  • 2 B, also B und Es: B-Dur.
  • 4 B, also B, Es, As, Des: As-Dur.
  • 1 B hat kein vorletztes, das merkst du dir: F-Dur. Das letzte B ist immer die vierte Stufe der Tonart; zähl von B vier Töne abwärts (B, A, G, F) und du landest bei F.

Keine Vorzeichen: C-Dur. Für die Moll-Parallele gehst du vom Dur-Grundton drei Halbtöne abwärts: von A-Dur aus A, Gis, G, Fis, also fis-Moll. Zähl auch die Stammtöne mit (A, G, F): Es heißt fis-Moll, nicht ges-Moll. Bei Kreuzen gibt es eine Abkürzung: Die Moll-Parallele liegt einen Ganzton unter dem letzten Kreuz. Drei Kreuze enden auf Gis, einen Ganzton tiefer liegt Fis, also fis-Moll.

Alle 15 Vorzeichnungen in einer Tabelle

VorzeichenNeu dazuDurMoll-ParalleleKlingt wie
keine—C-Dura-Moll—
1♯FisG-Dure-Moll—
2♯CisD-Durh-Moll—
3♯GisA-Durfis-Moll—
4♯DisE-Durcis-Moll—
5♯AisH-Durgis-MollCes-Dur / as-Moll
6♯EisFis-Durdis-MollGes-Dur / es-Moll
7♯HisCis-Durais-MollDes-Dur / b-Moll
1♭BF-Durd-Moll—
2♭EsB-Durg-Moll—
3♭AsEs-Durc-Moll—
4♭DesAs-Durf-Moll—
5♭GesDes-Durb-MollCis-Dur / ais-Moll
6♭CesGes-Dures-MollFis-Dur / dis-Moll
7♭FesCes-Duras-MollH-Dur / gis-Moll

Jede Vorzeichnung enthält alle Zeichen aus den Zeilen darüber in ihrem Block: Vier Kreuze sind Fis, Cis, Gis, Dis. Es gibt 15 Vorzeichnungen für 12 Töne, weil sich drei Tonarten auf zwei Arten schreiben lassen und gleich klingen (enharmonische Verwechslung). Sieben Vorzeichen sind in der Praxis selten, denn H-Dur und Des-Dur sagen dasselbe mit weniger Zeichen; Fis-Dur und Ges-Dur mit je sechs kommen beide vor. Töne, Akkorde und Vorzeichen jeder einzelnen Tonart findest du bei allen 24 Dur- und Molltonarten.

Dur oder Moll-Parallele? Schau auf den Schluss und die Versetzungszeichen

Die Vorzeichen lassen zwei Kandidaten übrig. Drei Hinweise entscheiden, vom stärksten zum schwächsten:

  1. Der Schlussakkord und der letzte Basston. Songs enden fast immer zu Hause. Ein Kreuz und ein Em am Schluss: e-Moll. Dieser letzte Schritt ist meist eine Kadenz wie H7–Em; wie du jede Schlussart erkennst, zeigt der Ratgeber zu Kadenzen in der Musik.
  2. Die Versetzungszeichen. In Moll wird die siebte Stufe oft erhöht, damit der Dominantakkord Dur wird und zum Grundton zieht. Dieser Ton steht nicht in den Vorzeichen, also taucht er immer wieder als Versetzungszeichen auf: Gis in a-Moll, Dis in e-Moll, Cis in d-Moll, Fis in g-Moll. In Moll-Tonarten mit B ist es ein Auflösungszeichen: H in c-Moll, E in f-Moll.
  3. Der erste Akkord und der letzte Melodieton. Hilfreich, aber viele Songs beginnen woanders als zu Hause.

Hör dir den Unterschied an. Beide Beispiele hätten keine Vorzeichen.

Keine Vorzeichen, C-Dur · C–G–Am–F · 96 BPM

Nach zwei Sekunden Einzähler läuft C–G–Am–F zweimal: C bei etwa 0:02, G bei 0:05, Am bei etwa 0:07, F bei 0:10 und wieder C bei etwa 0:12. Nur weiße Tasten. Achte darauf, wie das C bei 0:12 nach Ankommen klingt: Zuhause ist C.

Keine Vorzeichen, a-Moll · Am–Dm–Am–E · 70 BPM

Nach drei Sekunden Einzähler: Am bei 0:03, Dm bei 0:07, Am bei 0:10 und E bei 0:14; ab 0:17 beginnt die Schleife von vorn, und bei 0:27 kommt das E zurück. Dieselben leeren Vorzeichen, aber Zuhause ist A. Hör genau bei 0:14 hin: Der E-Dur-Akkord enthält Gis, den einzigen Ton außerhalb der Vorzeichen. In den Noten stünde davor ein Versetzungszeichen, und genau dieses wiederkehrende Gis zeigt dir, dass die Seite in a-Moll steht und nicht in C-Dur.

Beispiel: ein Leadsheet mit vier B

Dein Bandkollege Tobi, der Keyboard spielt, schickt dir das Leadsheet seiner Ballade „Nebel über der Spree“ und fragt, ob du sie auf der Gitarre begleitest. Das steht auf dem Blatt:

Vorzeichen: ♭♭♭♭ (B Es As Des)    Takt: 4/4

Strophe   | Fm   | Des  | As   | Es   |
          | Fm   | Des  | Es   | C7   |   Melodie: E mit Auflösungszeichen in Takt 8
Refrain   | Des  | As   | Es   | Fm   |
          | Des  | As   | C7   | Fm   |   letzter Takt: F im Bass

So liest du es in vier Schritten:

  1. Zählen. Vier B, das vorletzte ist As: As-Dur. Oder die Moll-Parallele, drei Halbtöne tiefer (As, G, Ges, F): f-Moll.
  2. Auf den Schluss schauen. Der letzte Akkord ist Fm mit F im Bass. Das spricht für f-Moll.
  3. Auf die Versetzungszeichen schauen. In Takt 8 steht über C7 ein E mit Auflösungszeichen. Dieses E ist der Leitton von f-Moll; in As-Dur wäre es ein Es. Bestätigt: f-Moll.
  4. Notieren. „f-Moll, 4♭“. Prüf es am Ausschnitt As-Dur und f-Moll im Quintenzirkel.

Und jetzt das Praktische. Auf der Gitarre ist Fm ein Barrégriff. Mit dem Kapo im 1. Bund greifst du Em, C, G, D und H7, und es klingt als Fm, Des, As, Es und C7: lauter offene Griffe. Singst du selbst und liegt dir das eine Spur zu hoch, setz den ganzen Song mit dem Akkord-Transponierer einen Halbton tiefer: Fm wird Em, C7 wird H7, und aus vier B wird ein Kreuz (e-Moll). Aus den aufgelösten E werden Dis, und der Kapo kann weg. Jedes Symbol behält dabei seinen Typ, m und 7 wandern mit dem Buchstaben mit; hakt es bei einem, schau nach, wie du Akkordsymbole richtig liest. Das Tool Welche Tonart passt zu meiner Stimme hilft dir, die neue Tonart aus deinem tiefsten und höchsten bequemen Ton zu wählen.

Warum Vorzeichen zählen, auch wenn du keine Noten liest

Viele Songwriter spielen nach Gehör und lesen Akkordsymbole statt Noten. Die Vorzeichen helfen trotzdem:

  • Sie sind der kürzeste Weg zur Tonart. Songbooks, Klavier-Gesang-Ausgaben, Chorsätze und Leadsheets von Session-Musikern haben sie. Zeichen zählen geht schneller als Akkorde analysieren und liefert die Tonart, bevor du einen Ton spielst. Wenn du nur die Aufnahme hast, lies Tonart eines Songs bestimmen.
  • Sie sagen dir, wohin der Kapo gehört. Fünf B sind Des-Dur: Kapo im 1. Bund mit C-Griffen oder im 4. Bund mit A-Griffen. Die Kapo-Tabelle zeigt Bund und Griffe für jede Tonart.
  • Sie zeigen, was beim Transponieren passiert. Einen Ganzton höher heißt zwei Schritte im Uhrzeigersinn auf dem Quintenzirkel: zwei Kreuze mehr oder zwei B weniger. Des-Dur (fünf B) wird zu Es-Dur (drei B).
  • Sie erklären die Stimmen der Bläser. Bei einem Song in D-Dur (zwei Kreuze) stehen die Stimmen für B-Trompete, B-Klarinette und Tenorsaxofon in E-Dur (vier Kreuze), die fürs Altsaxofon in Es sogar in H-Dur mit fünf Kreuzen. Andere Notenständer, andere Vorzeichen, derselbe Klang.

Die Töne, die dir die Vorzeichen geben, sind die Töne der Tonleiter. Der Leitfaden zu Tonleitern fürs Songwriting macht daraus Melodien, und Akkordarten zeigt, welche Akkorde jede Tonart hergibt.

10-Minuten-Übung: fünf Vorzeichnungen lesen, ohne zweimal zu zählen

  1. Minute 0–2. Schreib die Reihenfolge der Kreuze und der B aus dem Kopf auf: Fis Cis Gis Dis Ais Eis His, dann B Es As Des Ges Ces Fes. Vergleiche mit den Tabellen.
  2. Minute 2–5. Nenne Dur-Tonart und Moll-Parallele für 3♯, 5♭, 4♯, 2♭ und 6♯, nur mit den beiden Regeln. Prüf sie danach im Quintenzirkel. Lösungen: A-Dur / fis-Moll, Des-Dur / b-Moll, E-Dur / cis-Moll, B-Dur / g-Moll, Fis-Dur / dis-Moll.
  3. Minute 5–8. Schlag ein Songbook oder irgendwelche Noten auf, die du hast. Lies bei drei Songs die Vorzeichen, nenne beide Kandidaten und entscheide mit Schlussakkord und Versetzungszeichen.
  4. Minute 8–10. Nimm den Song, an dem du gerade schreibst. Schreib Tonart und Vorzeichen oben auf dein Songsheet, zum Beispiel „F-Dur, 1♭: B“. Lass seine Akkorde im Player loopen, eingestellt auf deine Tonart, und prüf, ob der Ruheakkord wirklich nach Schluss klingt.

Typische Fehler beim Lesen der Vorzeichen

  • Die Tonart am ersten Akkord festmachen. Viele Songs beginnen auf der IV oder der vi. Schluss und Versetzungszeichen sind sicherere Hinweise.
  • Vergessen, dass die Vorzeichen in allen Oktaven gelten. Ein Fis in den Vorzeichen gilt auch für das tiefe F in der Basslinie.
  • Den Leitton in Moll für einen Tonartwechsel halten. Ein Dis, das in einem Song mit einem Kreuz ständig auftaucht, heißt e-Moll, nicht neue Tonart. Ein echter Wechsel bringt neue Vorzeichen.
  • Die Modulation mitten im Song übersehen. Achte auf einen Doppelstrich mit anderen Kreuzen oder B dahinter, manchmal mit Auflösungszeichen für die alten.
  • Ein Versetzungszeichen über den Taktstrich hinausziehen. Es endet am Taktstrich. Steht es im nächsten Takt in Klammern, ist es nur eine Erinnerung.
  • Erwarten, dass die Vorzeichen bei modalen Songs den Grundton verraten. Ein Song in D-Dorisch kann ohne Vorzeichen oder mit einem B notiert sein, je nachdem, wer ihn aufschreibt.

Wo Zoundroom hilft: Leadsheet, deine Tonart und deine Aufnahmen an einem Ort

Zoundroom zeigt keine Noten an und liest sie nicht, erkennt keine Tonarten und transponiert nicht; dafür hast du den Quintenzirkel, den Akkord-Transponierer und den Tonart-Finder, kostenlos im Browser. Zoundroom hält das Material eines Songs zusammen. Jeder Song ist ein Projekt mit Aufnahmen, Songtexten, Notizen und Dateien: Leg Tobis Leadsheet zu den Dateien des Projekts, öffne eine Notiz und schreib deine Lesart in die erste Zeile, „Notiert in f-Moll (4♭) · wir spielen in e-Moll (1♯) · ohne Kapo“. Füge die transponierten Akkorde darunter ein und nimm mit der App auf dem Handy einen Take vom Refrain direkt in der Notiz auf: Das Audio landet an der Cursorposition, genau unter den Akkorden, zu denen es gehört. Wenn du Tobi ins Projekt einlädst, sieht er das Original, deine Tonart und deinen Take, ohne dass du ihm schreiben musst. Dein nächster Schritt: Leg ein Projekt für den Song aus der Übung an und setz seine Vorzeichen an den Anfang der ersten Notiz.

Häufige Fragen

Wie liest man Vorzeichen schnell?

Schau auf das letzte Zeichen. Ist es ein Kreuz, geh einen Halbton höher: Das ist die Dur-Tonart. Sind es B, nennt das vorletzte die Dur-Tonart; ein B ist F-Dur, keine Vorzeichen sind C-Dur. Dann schau auf den Schlussakkord: Ist er die Moll-Parallele (drei Halbtöne tiefer), steht der Song in Moll.

In welcher Reihenfolge stehen Kreuze und B?

Kreuze: Fis, Cis, Gis, Dis, Ais, Eis, His. B: B, Es, As, Des, Ges, Ces, Fes. Merkhilfe: Fis und Cis, dann „Geh Du Alter Esel, Hole Fische“; für die B der Brötchen-Satz ab dem zweiten Wort.

Woran erkenne ich, ob die Vorzeichen Dur oder Moll bedeuten?

Die Vorzeichen allein sagen es nicht, sie passen zu beiden. Meist entscheidet der Schlussakkord. Der zweite Hinweis ist ein Versetzungszeichen, das immer wieder einen Halbton unter dem Moll-Grundton auftaucht, etwa ein Gis ohne Vorzeichen: dann ist es a-Moll.

Warum gibt es 15 Vorzeichnungen und nicht 12?

Weil sich drei Tonarten mit gleichem Klang auf zwei Arten schreiben lassen: H-Dur und Ces-Dur, Fis-Dur und Ges-Dur, Cis-Dur und Des-Dur. Jede Schreibweise hat ihre eigenen Vorzeichen, also ergeben 12 Töne 15 Vorzeichnungen.

Brauche ich Vorzeichen, wenn ich Gitarre spiele?

Ja, auch ohne Notenlesen. Die Vorzeichen geben dir die Tonart in Sekunden, und die Tonart sagt dir, wohin der Kapo gehört und welche offenen Griffe passen. Vier B mit Fm am Schluss sind f-Moll: Kapo in den 1. Bund und Em-Griffe.

Quellen

Alle Seiten abgerufen am 28. September 2026.

  • Wikipedia, „Vorzeichen (Musik)“: die Reihenfolge Fis, Cis, Gis, Dis, Ais, Eis, His und B, Es, As, Des, Ges, Ces, Fes; Vorzeichen gelten in allen Oktaven und bis zum Ende des Notentextes, Versetzungszeichen bis zum nächsten Taktstrich; D-Dur und h-Moll als Paralleltonarten mit gleicher Vorzeichnung. wikipedia.org
  • quintenzirkel.com, „Quintenzirkel Merksatz“: „Geh Du Alter Esel Hole Fische“ und „Frische Brötchen Essen Asse Des Gesangs“ als Standard-Merksätze für Kreuz- und B-Tonarten. quintenzirkel.com
  • Gehörbildung & Musiktheorie, „Quintenzirkel“: „Geh Du alter Esel, hole Fisch“ und „Frische Brötchen essen Asse des Gesangsvereins“; Reihenfolge der Kreuze und B. gehoerbildung-musiktheorie.de
  • Robert Hutchinson, Music Theory for the 21st-Century Classroom (University of Puget Sound), „Major Key Signatures“: einen Halbton über dem letzten Kreuz; das vorletzte B nennt die Tonart. pugetsound.edu
  • Wikipedia, „Key signature“: 15 Vorzeichnungen und die enharmonischen Paare (Cis/Des, Ces/H); Aufheben einer Vorzeichnung mit Auflösungszeichen. wikipedia.org
  • Piano-Lessons-Info, „Key Signatures Bass Clef“: Im Bassschlüssel beginnen Kreuze und B eine Linie tiefer als im Violinschlüssel und folgen demselben Muster. piano-lessons-info.com
  • Wikipedia, „Transposing instrument“: B-Instrumente klingen eine große Sekunde tiefer als notiert, das Altsaxofon in Es eine große Sexte; ihre Stimmen werden transponiert notiert. wikipedia.org