Lobpreislied schreiben: 7 Schritte, die deine Gemeinde singen kann
Veröffentlicht
Ein christliches Lied schreiben, Schritt für Schritt: wer singt, eine Tonart für die Gemeinde, einfache Akkorde, Bibel ohne Kopieren, Probe und Liedrechte.
Um ein Lobpreislied zu schreiben, entscheide zuerst, wer es singen soll: die ganze Gemeinde oder das Lobpreisteam, während die anderen zuhören. Für ein Gemeindelied wählst du eine einzige Wahrheit aus der Bibel oder aus deinem Glaubensleben und sagst sie mit eigenen Worten, in kurzen Zeilen. Baue einen Refrain, der wiederkehrt und schnell sitzt, halte die Melodie ungefähr zwischen A3 und D5, damit fast alle mitkommen, und nimm drei oder vier Akkorde wie G–D–Em–C (I–V–vi–IV). Gib dem Lied die Form Strophe–Refrain–Bridge, nimm noch am selben Tag ein Sprachmemo auf und teste es mit deinem Team, bevor es in den Gottesdienst kommt.
Weiter unten findest du zwei Hörbeispiele, Loops für den kostenlosen Akkordfolgen-Player, ein eigenes Lied, das für diesen Artikel geschrieben wurde, einen Probentest, ein Arbeitsblatt zum Kopieren und das, was die Lizenzen für Gemeinden heute abdecken. Die Schritte funktionieren genauso, wenn du ein christliches Lied für den Jugendkreis oder einen kleinen Gospelchor schreiben willst.
Gemeindelied oder Vortragslied: Wer soll es singen?
Viele Lobpreislieder scheitern an einem einfachen Punkt: Sie wurden für eine Solostimme geschrieben und dann einem Raum voller Menschen gegeben, die keine Sänger sind. Beide Arten christlicher Lieder haben ihren Platz, aber sie folgen unterschiedlichen Regeln.
| Gemeindelied | Vortragslied (Solo, Chor, Aufnahme) | |
|---|---|---|
| Wer singt | Alle, auch wer sagt „ich kann nicht singen“ | Eine Stimme oder eine geübte Gruppe |
| Tonumfang der Melodie | Etwas mehr als eine Oktave, ungefähr A3–D5 | Was die Leadstimme gut kann |
| Rhythmus | Vorhersehbar, wenige Synkopen | Darf frei, gesprochen, verziert sein |
| Text | Worte, die die ganze Gemeinde gemeinsam sagen kann | Zeugnis, persönliche Geschichte, Details |
| Wiederholung | Ein Refrain, der drei- oder viermal kommt | Darf weniger wiederholen |
| Perspektive | Oft „wir“ oder ein „ich“, das jeder mitsprechen kann | „Ich“ mit einer konkreten Geschichte |
Gospel liegt dazwischen: Jemand singt eine Zeile vor, und Chor oder Gemeinde antworten. Dieses Ruf-und-Antwort-Prinzip ist eines der besten Werkzeuge für den Anfang, weil der Raum nur die Antwort lernen muss. Wenn du ein Lied willst, das deine Gemeinde am Sonntag singt, schreib für die linke Spalte. Alles Weitere geht davon aus. Dieselben Regeln gelten für jedes Lied, das eine Menge singen soll, etwa für Schule oder Verein: Die Anleitung Hymne schreiben überträgt sie auf diese Fälle.
Christliches Lied schreiben, Schritt 1: eine Wahrheit, in eigenen Worten
Ein Lobpreislied trägt eine Idee gut. „Gott trägt uns durch alle Jahre“ ist ein Lied. „Alles, was ich über Gott glaube“ ist eine Predigt. Schreib deine Idee in einem Satz auf, bevor du die erste Zeile dichtest.
Wo du sie findest:
| Quelle | So nutzt du sie | Achte auf |
|---|---|---|
| Ein Psalm oder eine andere Bibelstelle | Übernimm ihr Bild und ihre Bewegung (Klage, dann Vertrauen) | Eine moderne Übersetzung nicht Wort für Wort abschreiben |
| Ein gemeinfreier Choral | Greif sein Thema auf oder vertone den alten Text neu | Prüfen, ob der Text wirklich gemeinfrei ist |
| Eine Predigtreihe | Schreib die Antwort, die die Gemeinde singen würde | Texte, die nur versteht, wer die Predigt gehört hat |
| Deine eigene Geschichte | Behalte den Teil, den jeder im Raum mitsingen kann | Details, die so privat sind, dass niemand einsteigen kann |
Theologische Sorgfalt gehört zum Handwerk, egal aus welcher Tradition du kommst. Stell dir drei Fragen: Ist klar, an wen sich das Lied richtet? Würde es als Liebeslied an einen Menschen genauso klingen? Sagt jede Zeile etwas, das deine Gemeinde laut bekennen kann? Viele Teams lassen den Text von Pastorin, Pfarrer oder Ältesten lesen, bevor das Lied eingeübt wird. Das erspart peinliche Sonntage.
Die Bibel ist die beste Quelle, aber Wort-für-Wort-Zitate haben zwei Haken. Erstens sind viele moderne Übersetzungen urheberrechtlich geschützt und begrenzen Zitate. Manche erlauben bis zu 500 Verse ohne schriftliche Genehmigung, solange sie weniger als 25 % des Textes des neuen Werks ausmachen; so lautet die veröffentlichte Regel für die englische ESV und die spanische Reina-Valera 1960. Ein Liedtext ist kurz, ein einziger vollständiger Vers kann diese Grenze also schnell überschreiten. Schau auf der Copyright-Seite deiner Bibelausgabe nach. Zweitens singt sich eine Nachdichtung besser: Du passt die Worte an deine Melodie an, statt die Melodie in den Satz eines Übersetzers zu zwängen.
Für andere Lobpreislieder gilt dasselbe. Eine bekannte Wendung rutscht schnell mal hinein; eine bewusst übernommene Zeile ist Kopieren. Wenn eine Zeile nach etwas klingt, das du schon hundertmal gesungen hast, schreib sie neu.
Schritt 2: ein Refrain, den die ganze Gemeinde singen kann
Der Refrain ist das, was die Leute mit nach Hause nehmen. Schreib ihn vor den Strophen.
- Setz die Kernzeile an den Anfang oder ans Ende des Refrains und wiederhole sie. Wenn sie gleich der Titel sein kann, umso besser.
- Halte die Zeilen kurz, etwa sechs bis neun Silben, mit demselben Rhythmus in Zeilen, die sich entsprechen. Wenn eine Zeile überquillt, prüf sie im Silbenzähler.
- Leg offene Vokale auf die hohen Töne. „Nacht“, „Herr“ oder „da“ lassen sich gut halten; „ist“, „mit“ oder „ich“ kaum.
- Reim schlicht. Ein klarer Reim wie Nacht/Wacht klingt aufrichtig. Wenn du feststeckst, liefert das Reimlexikon reine und unreine Reime.
- Lass Luft zum Atmen. Ein ganzer Raum braucht am Ende jeder Zeile einen Atemzug.
Der Leitfaden Refrain schreiben zeigt acht Techniken für Melodie und Text. Für Lobpreis ist der Test einfach: Könnte jemand, der zum ersten Mal da ist, den Refrain beim zweiten Durchgang mitsingen?
Schritt 3: Melodie im Gemeindeumfang und die richtige Tonart
Hier gehen viele gute Lobpreislieder verloren. Der amerikanische Lobpreisleiter Bob Kauflin hält Gemeindelieder zwischen einem tiefen A und einem hohen D, also vom A3 (dem kleinen a unter dem mittleren c) bis zum D5 (d″). Die Zahlen folgen der internationalen Schreibweise unserer Tools, in der das mittlere c (c′) C4 heißt. Männer singen dieselbe Melodie ganz selbstverständlich eine Oktave tiefer. Innerhalb dieses Fensters ist eine Melodie, die sich meistens zwischen C4 und C5 bewegt und das D5 nur bei wenigen starken Wörtern erreicht, für fast alle bequem.
Drei Prüfungen, bevor du die Tonart festlegst:
- Finde den höchsten und den tiefsten Ton deiner Melodie. Sing sie langsam und prüf beide Ränder am Klavier oder mit dem Tool Welchen Ton singe ich?
- Zähl, wie oft der höchste Ton wiederkommt. Ein D5 im letzten Refrain ist kein Problem. Ein Refrain, der viermal darauf liegt, ermüdet den Raum.
- Lass die Tonart prüfen. Öffne Welche Tonart passt zu meiner Stimme? mit dem Gemeindeumfang (A3–D5) schon als Stimme eingetragen, gib dann die Tonart deiner Melodie und ihren tiefsten und höchsten Ton ein. Das Tool listet die Tonarten, die passen.
Eine Tonart, in der eine starke Leadstimme glänzt, ist für die Gemeinde oft zu hoch. Wenn du leitest, mach den kostenlosen Test Stimmumfang testen, um deinen eigenen Umfang zu kennen, und stell dann den Umfang der Gemeinde an die erste Stelle. Der Leitfaden zu Stimmlagen und Stimmumfang erklärt die Zahlen.
Gitarrenfreundliche Tonarten wie G, D, C, A und E decken fast alles ab. Ist die beste Tonart für die Gemeinde unbequem zu greifen, behalte die offenen Griffe und setz einen Kapodaster.
Schritt 4: einfache Akkorde, die den Gesang tragen
Im Lobpreis ist die Harmonie dazu da, die Melodie zu tragen, nicht um zu glänzen. Drei oder vier Akkorde in Schleife geben den Musikern Sicherheit und lassen die Aufmerksamkeit beim Text. Die häufigste Schleife ist I–V–vi–IV. Hör sie dir zuerst an:
Nach dem Einzähler von zwei Sekunden spielen Keyboard, Bass und ein Pop-Beat C, G, Am und F, je einen Takt, und die Schleife beginnt bei etwa 0:12 von vorn. Achte auf das Am um 0:07: Es ist der einzige Mollakkord und gibt der Schleife ihre leise Sehnsucht, bevor F sie wieder öffnet. Es ist ein synthetisches Lehrbeispiel, keine fertige Produktion, aber genau dieses Gerüst trägt unzählige Lobpreisrefrains.
| Akkordfolge | In G | Wirkung | Ausprobieren |
|---|---|---|---|
| I–V–vi–IV | G–D–Em–C | Warm, offen, der klassische Refrain | Als Loop mit 72 BPM |
| IV–I–V–vi | C–G–D–Em | Beginnt gehoben, gut für den Refrain | Als Loop mit 72 BPM |
| vi–IV–I–V | Em–C–G–D | Nachdenklich, für Strophen und Bridges | Als Loop mit 68 BPM |
| I–IV–I–V | G–C–G–D | Choralartig, ruhig, leicht für Einsteiger | Als Loop mit 80 BPM |
| I–IV–V–I | G–C–D–G | Fröhlich, für ein schnelleres Lied | Als Loop mit 112 BPM |
Summ über eine Schleife, bis eine Melodielinie hängen bleibt, und leg dann die Refrainworte darauf. Der Leitfaden Akkordfolgen für Songwriter hat elf weitere Schleifen mit Hörbeispielen. Das Tempo in deinem Kopf findest du mit dem Tap-Tempo-Metronom: Ein ruhiges, nachdenkliches Lied liegt vielleicht bei 65–80 BPM, ein schwungvolles über 100.
Schritt 5: Strophe, Refrain, Bridge (und ein Schluss)
Die meisten Gemeindelieder nutzen eine Form, die man vor dem zweiten Refrain verstanden hat:
- Strophe: wo wir stehen. Eine Situation, eine Erinnerung, eine Bibelstelle in eigenen Worten. Tiefer, mit mehr Text.
- Refrain: die Antwort. Die zentrale Wahrheit, höher gesungen und wiederholt.
- Bridge: eine kurze Aussage, die sich steigert, oft zwei Zeilen, die mehrmals und jedes Mal kräftiger gesungen werden. Der Leitfaden Bridge schreiben zeigt sieben Wege dorthin.
- Schluss: die letzte Refrainzeile wiederholt, damit das Lied landet, statt abzubrechen.
Eine typische Reihenfolge ist Strophe–Refrain–Strophe–Refrain–Bridge–Refrain–Schluss. Hör, wie sich Strophe und Refrain in diesem Beispiel unterscheiden:
Von 0:02 bis 0:12 bleibt die Strophenmelodie tief und nah am Sprechen, ohne Schlagzeug. Ab 0:12 steigt der Refrain, die Töne werden länger und das Schlagzeug setzt ein. In einer Lobpreiszeit sagt genau dieser Sprung dem Raum: Jetzt singen alle. Plane Teile und Längen im kostenlosen Songstruktur-Planer.
Ausgearbeitetes Beispiel: „Du trägst uns“
Ein Entwurf, geschrieben für diesen Artikel. Die Idee in einem Satz: Gott trägt uns durch alle Lebensalter. Er greift Jesaja 46,4 in eigenen Worten auf, ohne eine Übersetzung zu zitieren. In G-Dur, 72 BPM. Die Melodie reicht von D4 bis D5 und erreicht das D5 nur auf „Jah-“ und „Nacht“. Lass die Strophe als Loop laufen, während du liest.
Strophe 1, I–V–vi–IV (G–D–Em–C):
G D
Mein Opa faltet still die Hände,
Em C
achtzig Winter im Gesicht,
G D
er sagt: „Ich hab nicht viel verstanden,
Em C
doch getragen hat Er mich.“
Refrain, IV–I–V–vi, dann IV–I–V–I:
C G D Em
Du trägst uns durch die Jahre,
C G D Em
durch Morgen, Abend, Nacht;
C G D G
wenn unsre Kraft zu Ende geht,
C D G
hältst Du für uns die Wacht.
Strophe 2:
G D
Wir kommen mit vollen Kalendern,
Em C
mit Terminen, Lärm und Hast,
G D
und Du nimmst uns, wie wir sind,
Em C
und trägst mit uns die Last.
Bridge, vi–IV–I–V, dreimal und mit Steigerung (als Loop):
Em C G D
Wenn ich alt bin, trägst Du noch;
Em C G D
wenn ich müde bin, sing ich doch.
Schluss: „Du trägst uns“, dreimal, Ende auf G.
Was jeder Teil leistet:
- Eine Idee: Alles dient dem Satz „Gott trägt uns durch alle Jahre“. Nichts braucht eine Predigt, um verstanden zu werden.
- Ich und wir: Strophe 1 ist die Szene eines einzelnen Menschen; Strophe 2 und der Refrain wechseln zu „wir“, und der Raum steigt ein.
- Klare Anrede: „Du trägst uns“, „Er“, „hältst Du“. Niemand hört darin ein Liebeslied.
- Singbarer Refrain: kurze Zeilen, ein klarer Reim (Nacht/Wacht) und eine Eröffnungszeile, die man beim ersten Hören behält.
- Tonumfang: Das hohe D liegt auf offenen Vokalen („Jah-“, „Nacht“), zweimal pro Refrain.
So testet ein Lobpreisteam ein neues Lied in der Probe
Ein Lied ist nicht fertig, weil es der Person gefällt, die es geschrieben hat. Es ist fertig, wenn das Team es spielen und ein Raum es singen kann. Dieser Probentest dauert etwa zwanzig Minuten:
- Schick es eine Woche vorher: ein Sprachmemo der Melodie mit Gitarre oder Klavier, ein Akkordblatt mit Tonart, Tempo und Form und den Text separat.
- Erster Durchgang, zuhören: Wer das Lied geschrieben hat, singt es einmal. Das Team hört zu, ohne zu spielen, und notiert, wo es den Faden verloren hat.
- Zweiter Durchgang, alle singen: Die Band spielt schlicht, und jede Person im Raum singt die Melodie mit, auch Schlagzeug und Technik. Wenn die Nichtsänger beim zweiten Refrain nicht mitkommen, vereinfache Melodie oder Rhythmus.
- Tonartprobe: Probier die gewählte Tonart und einen Ganzton tiefer. Frag die tiefsten und höchsten Stimmen, was besser lag.
- Textprobe: Lies den Text mit dem Team laut ohne Musik. Korrigier jede Zeile, die unklar, zu privat oder gemeinsam schwer zu sprechen ist.
- Nimm den Durchgang auf dem Handy auf und halte die Entscheidungen fest: Tonart, Tempo, Form, wer anfängt.
- Plane die Einführung: Sing das Lied an mehreren Sonntagen kurz hintereinander, damit die Gemeinde es lernt, statt alle paar Monate einmal.
Wie eine gute Probe insgesamt abläuft, steht in Bandprobe vorbereiten. Ein sauberes Songsheet mit Akkorden erleichtert Schritt 1 enorm, und der kostenlose Songsheet-Generator baut es dir im Browser. Welche Planungs- und Akkord-Apps das Team dafür nutzen kann, vergleicht der Überblick Apps für Lobpreisteams.
Liedrechte, CCLI und dein eigenes Lobpreislied anmelden
Das ist eine allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Zwei Dinge werden oft verwechselt.
Lieder anderer in der Gemeinde nutzen. In Deutschland lizenzieren CCLI und die VG Musikedition das Vervielfältigen von Liedern, die GEMA die Aufführung. Laut CCLI deckt die Gemeinde-Liedlizenz unter anderem das Projizieren von Liedtexten vom Computer oder einem anderen Gerät und das Drucken von Liedtexten in Gottesdienstabläufen und Programmen ab; das Streamen von Gottesdiensten braucht eine eigene Streaming-Lizenz. Die EKD hat Pauschalverträge mit der VG Musikedition, die etwa Kopien und Beamer-Projektion für den Gemeindegesang abdecken, und mit der GEMA für Gottesdienste; auch die katholische Kirche hat Pauschalverträge. Frag in deinem Gemeindebüro, was schon besteht. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Regelungen.
Dein eigenes Lied. Die Rechte an dem, was du schreibst, liegen bei dir. Deine Gemeinde braucht keine Lizenz, um ein Lied zu singen, das du geschrieben hast und dessen Rechte du hältst, aber andere Gemeinden, die es projizieren oder drucken, brauchen deine Erlaubnis. CCLI betont, kein Verlag zu sein: Wer selbst verlegt, kann unter bestimmten Bedingungen als Rechteinhaber bei CCLI registriert werden, und CCLI schüttet an registrierte Rechteinhaber auf Grundlage der Meldungen der Gemeinden aus. Der andere Weg ist ein Verlagsvertrag.
Bevor du das Lied weitergibst, dokumentier deine Urheberschaft: Datier die Entwürfe, heb die Sprachmemos auf und halte bei Co-Writing die Anteile in der kostenlosen Split-Sheet-Vorlage fest. Der Leitfaden Song anmelden und schützen erklärt GEMA, AKM und SUISA und warum es in Deutschland kein staatliches Register gibt.
Arbeitsblatt für dein nächstes Lobpreislied (zum Kopieren)
ARBEITSBLATT LOBPREISLIED
Titel:
Die Idee in einem Satz:
Bibelstelle dahinter (Angabe, in eigenen Worten):
Wer singt: Gemeinde / Team / Solo
Perspektive: ich / wir / beides
Tonart: Tempo (BPM):
Tonumfang: tiefster Ton ____ höchster Ton ____ (Ziel: A3 bis D5)
Wie oft der höchste Ton pro Refrain vorkommt:
Form: S1 / R / S2 / R / Bridge x__ / R / Schluss
Akkorde Strophe: Refrain: Bridge:
Text gelesen von (Pastorin, Pfarrer, Älteste, Team):
Datum des Probentests: Beschlossene Änderungen:
Co-Autoren und Anteile:
Wo Zoundroom hilft: ein Projekt pro Lied für das ganze Lobpreisteam
Ein Lobpreislied lebt oft an drei Orten gleichzeitig: der Text in einer Notizen-App, die Melodie in einem Sprachmemo und das Akkordblatt in irgendeiner E-Mail. Zoundroom bringt das zusammen, denn jedes Lied ist ein Projekt mit seinen Aufnahmen, Texten, Notizen und Dateien. Leg ein Projekt „Du trägst uns“ an, schreib den Text in eine Notiz mit den Akkorden über jeder Zeile und „G, 72 BPM, Umfang D4–D5“ ganz oben, und nimm die Melodie direkt in dieser Notiz auf: Das Audio landet an der Cursorposition, genau unter dem Refrain, zu dem es gehört. Füg das Akkordblatt als PDF zu den Dateien des Projekts hinzu (PDF-Import gibt es mit Pro) und importier ältere Sprachmemos, damit nichts auf einem einzelnen Handy hängen bleibt. Dann teilst du das Projekt mit deinem Team und öffnest es auf iOS, Android oder im Web. Mit Free teilst du mit bis zu zwei Artists, Pro erweitert auf vier und bringt Feedback mit Zeitmarke (hat der Bassist selbst Pro oder Band, markiert er genau die Sekunde, in der die Bridge schleppt), und der Band-Tarif bringt ein Team von bis zu sieben Personen unter ein Abo. Was es nicht kann, ganz klar: Zoundroom erzeugt kein Audio, hat keine virtuellen Instrumente oder Beats, ist nicht der Ort, an dem du eine fertige Aufnahme mischst und masterst (dafür gibt es eine DAW wie GarageBand oder BandLab), und es projiziert keine Liedtexte, plant keine Mitarbeitenden ein und vergibt keine Liedlizenzen. Dein nächster Schritt: Leg das Projekt heute an und nimm den Refrain vor der Probe in dieser Notiz auf.
Häufige Fragen
Wie schreibe ich als Anfänger ein christliches Lied?
Schreib einen Satz darüber, was du Gott oder über Gott sagen willst, und such eine Refrainzeile, die es in weniger als zehn Silben sagt. Lass G–D–Em–C in einem Akkord-Player laufen, summ, bis eine Melodie entsteht, leg die Zeile darauf und nimm sie mit dem Handy auf. Schreib dann zwei kurze Strophen, die zu diesem Refrain führen, und sing das Ganze mit Freunden.
Darf ich Bibelverse wörtlich in einem Lied verwenden?
Gemeinfreie Übersetzungen kannst du frei zitieren. Viele moderne Übersetzungen sind geschützt und erlauben nur Zitate bis zu einem bestimmten Anteil des neuen Werks; ein Lied ist so kurz, dass schon ein einzelner Vers darüber liegen kann. Eine Nachdichtung in eigenen Worten löst das Problem und passt meistens besser zur Melodie.
Welche Tonart ist für Gemeindegesang am besten?
Es gibt keine beste Tonart, aber einen besten Umfang. Peil eine Melodie ungefähr zwischen A3 und D5 an, mit wenigen Besuchen auf dem höchsten Ton. Wähl dann mit einem Tonart-Tool die Tonart, die deine Melodie in dieses Fenster bringt, und probier in der Probe einen Ganzton tiefer.
Wie schreibe ich ein Gospel-Lied für einen kleinen Chor?
Fang mit einem kurzen, starken Refrain an und nutze Ruf und Antwort: Die Vorsängerin singt eine Zeile, Chor oder Gemeinde antworten mit derselben kurzen Wendung. Halte die Akkorde einfach, etwa I–IV–V, lass den Rhythmus swingen und lass Platz, damit zwischen den Antworten improvisiert werden kann.
Braucht meine Gemeinde eine Lizenz, um mein eigenes Lied zu singen?
Wenn du das Lied geschrieben hast und die Rechte hältst, braucht deine Gemeinde keine Lizenz, um es zu singen. Andere Gemeinden bräuchten deine Erlaubnis, um es zu projizieren oder zu drucken, und CCLI kann das übernehmen, wenn du dich als Rechteinhaber registrierst oder mit einem Verlag arbeitest, der mit CCLI zusammenarbeitet.
Quellen
Alle Seiten abgerufen am 2. Oktober 2026.
- CCLI, „Gemeinde-Liedlizenz“: Projizieren von Liedtexten vom Computer oder digitalen Gerät, Drucken von Liedtexten in Gottesdienstabläufen und Programmen. ccli.com
- CCLI, „Streaming and Streaming Plus Licenses“: Das Streamen von Gottesdiensten mit Musik braucht eine eigene Lizenz. ccli.com
- CCLI, „Owners“: CCLI ist kein Verlag; Selbstverleger können unter Bedingungen registrierte Rechteinhaber werden; Ausschüttung nach den Meldungen der Gemeinden. ccli.com
- kirchenmusikrecht.de, „Urheberrecht“ (Stand 15. Januar 2026): Pauschalvertrag der EKD mit der VG Musikedition für Kopien und Beamer-Projektion für den Gemeindegesang (gültig bis 31.12.2032), Pauschalvertrag der EKD mit der GEMA für Gottesdienste, Pauschalverträge der katholischen Kirche. kirchenmusikrecht.de
- Bob Kauflin, „Finding the Right Key to Sing In“, Worship Matters: Gemeindelieder zwischen einem tiefen A und einem hohen D. worshipmatters.com
- Crossway, „Permissions Requests“: Die ESV darf bis zu 500 Verse ohne schriftliche Genehmigung zitiert werden, wenn die Verse weniger als 25 % des Textes des Werks ausmachen. crossway.org
- American Bible Society, „Rights and Permissions“: dieselbe Regel für die Reina-Valera 1960. bibles.com