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Reimarten im Songtext: Reimschema mit Beispielen und Übung

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Reiner und unreiner Reim, männlich und weiblich, Binnenreim und Assonanz, dazu Paarreim, Kreuzreim, umarmender Reim und Schweifreim mit eigenen Songzeilen.

Eine Songwriterin markiert an einem sonnigen Tisch mit einem Buntstift einen Songtext im Notizbuch, hinter ihr eine Akustikgitarre

Die wichtigsten Reimarten im Songtext: Beim reinen Reim stimmen alle Laute ab dem letzten betonten Vokal überein (acht / Nacht), beim unreinen Reim nur fast (Glück / Blick). Die Assonanz reimt nur die Vokale (Stadt / Nacht). Nach der Betonung unterscheidest du den männlichen (stumpfen) Reim auf einer betonten Endsilbe (Tag / mag) und den weiblichen (klingenden) Reim mit einer unbetonten Silbe danach (Pflanzen / tanzen). Der Binnenreim steht im Vers statt am Ende. Das Reimschema ordnet die Endreime: Paarreim (AABB), Kreuzreim (ABAB), umarmender Reim (ABBA), Schweifreim (AABCCB) oder AAAX. Je früher ein Reim zurückkommt, desto schneller und vorhersehbarer klingt ein Songteil. Den stärksten Reim hebst du dir für den Titel oder die letzte Refrainzeile auf.

Alle Songzeilen in diesem Artikel sind eigens dafür geschrieben. Am Ende schreibst du eine Strophe in drei Reimschemata um und entscheidest beim Singen.

ReimartBeispielWas übereinstimmtWo sie wirkt
Reiner Reimacht / NachtAlles ab dem betonten VokalTitel, Refrainende
Unreiner ReimGlück / BlickFast: ü gegen iStrophen, weicherer Klang
AssonanzStadt / NachtNur der VokalLange gesungene Töne
Männlich (stumpf)Tag / magReim auf betonter EndsilbeZeilen, die schließen
Weiblich (klingend)Pflanzen / tanzenBetonte plus unbetonte SilbeZeilen, die weiterlaufen
BinnenreimRegen auf den WegenReim innerhalb der ZeileTempo, Flow, Rap
Identischer ReimMeer / mehrDerselbe Klang zweimalFast nie

Reiner und unreiner Reim

Beim reinen Reim stimmen der betonte Vokal und alles danach überein, während der Laut davor wechselt: acht / Nacht, Haus / raus, Pflanzen / tanzen. Genau dieser Wechsel am Anfang macht aus einer Wiederholung einen Reim. Das bekannteste Beispiel ist zugleich das abgenutzteste: Herz / Schmerz. Nicht umsonst steht „Herz-Schmerz“ im Deutschen für kitschige Texte.

Beim unreinen Reim klingen die Wörter fast gleich, aber nicht ganz. Typisch sind nah verwandte Vokale: ü und i (Glück / Blick), ö und e (schön / gehn), eu und ei (Freude / Seide), oder eine andere Vokallänge (Weg / keck). In der strengen Verslehre gilt das als Makel, im Pop und im Rap ist es Alltag.

Vergleiche zwei Fassungen desselben Verspaars:

Du hast das Fenster aufgemacht,
es riecht nach Regen und nach Nacht.

Du hast das Fenster aufgemacht,
jetzt hör ich unten die ganze Stadt.

Die erste rastet sauber ein (aufgemacht / Nacht), aber „nach Regen und nach Nacht“ ist Stimmung von der Stange. Die zweite reimt nur auf den Vokal (-macht / Stadt), klingt gesungen trotzdem zusammengehörig und bringt etwas Konkretes in die Szene: die Stadt, die durchs offene Fenster heraufkommt. Das ist der übliche Tausch. Der reine Reim schließt deutlicher, der unreine lässt dir viel mehr Wörter.

Eine Stufe zu weit geht der identische Reim: dasselbe Wort (Tag / Tag) oder derselbe Klang in anderer Schreibung (Meer / mehr). Das Ohr erwartet ein neues Wort mit ähnlichem Klang und bekommt denselben Klang ohne neues Wort. Den Titel absichtlich zu wiederholen ist etwas anderes: Das ist ein Refrain, kein Reim.

Männlicher und weiblicher Reim

Wie ein Reim endet, entscheidet die Betonung:

  • Männlicher (stumpfer) Reim: Der Reim sitzt auf einer betonten letzten Silbe: Tag / mag, acht / Nacht, hier / dir. Er landet auf dem Schlag und klingt geschlossen, wie ein Punkt.
  • Weiblicher (klingender) Reim: Auf die betonte Silbe folgt eine unbetonte: Pflanzen / tanzen, Regen / wegen, weiter / heiter. Die schwache Silbe läuft nach dem Schlag aus, die Zeile klingt offen, als ginge sie weiter.
  • Selten ist der gleitende Reim über drei Silben (heilige / eilige). Er fällt auf, fast wie ein Effekt.

Männlich reimt sich auf männlich, weiblich auf weiblich. Tag und sagen teilen den Vokal, reimen sich aber nicht, weil das eine auf der Betonung endet und das andere danach weiterläuft. Wenn du unsicher bist, wo ein Wort betont ist, hilft Silben und Betonung im Songtext.

Im Song ist die Mischung ein Werkzeug. Weibliche Endungen passen zu Zeilen, die irgendwohin führen, männliche zu Zeilen, die ankommen. Eine Refrainzeile, die auf einer betonten Silbe mit langem Ton endet, klingt fertig.

Binnenreim und Assonanz

Der Binnenreim steht innerhalb der Zeile oder verbindet ein Wort aus der Mitte mit dem Zeilenende:

Der Regen auf den Wegen, und ich gieß die Pflanzen trotzdem.

Regen / Wegen rastet ein, bevor die Zeile zu Ende ist, und treibt sie nach vorn. Das ist der Motor vieler Rapstrophen und schneller Popverse. Im Rap geht man mit mehrsilbigen Reimen (oft Doppelreim genannt) noch weiter: Kaffee in der Hand / Asche an der Wand bringt a und e in derselben Folge zurück und endet in einem reinen Reim. Setz Binnenreime auf betonte Silben, möglichst auf den Schlag, sonst hört sie niemand. Wie sich Reime im Takt verteilen, zeigt Songtext auf einen Beat schreiben.

Die Assonanz wiederholt nur den Vokal: Stadt / Nacht, Liebe / Tiefe. Sie ist der singbarste Beinahe-Reim, weil du beim Singen vor allem Vokale hältst. Auf einem langen Ton hört man das a von Stadt und Nacht einen ganzen Schlag lang und die Konsonanten nur einen Augenblick.

Reimschemata: Paarreim, Kreuzreim, umarmender Reim und Schweifreim

Das Reimschema gibt jedem Zeilenende einen Buchstaben. Zeilen, die sich reimen, teilen den Buchstaben; X steht für eine Zeile, die sich absichtlich nicht reimt.

SchemaNameWirkungTypischer Platz
AABBPaarreimSchnell, vorhersehbar, kann leiernPre-Chorus, schneller Refrain
ABABKreuzreimVerschränkt, die Antwort kommt späterErzählende Strophen
ABBAUmarmender ReimSchließt sich wie ein RahmenStrophe, die zu ihrem Anfang zurückkehrt
ABCBNur Zeile 2 und 4Nah am SprechenStrophen
AABCCBSchweifreimZwei Paare, dazwischen ein weiter BogenRefrain mit dem Titel in Zeile 6
AAAXDrei Reime, dann ein BruchStaut auf und löst im TitelRefrain mit dem Titel am Ende

Eine Regel erklärt die ganze Tabelle: Je früher ein Reim zurückkommt, desto schneller und vorhersehbarer klingt der Teil. Im Paarreim kommt die Antwort eine Zeile später, bei ABCB erst in Zeile vier. Deshalb reimen Strophen meist lockerer und Refrains enger. Die Strophe erzählt und braucht Platz für Wörter; der Refrain wiederholt sich und muss landen. Was eine Strophe tragen sollte, steht in Strophe schreiben.

Eine Strophe, drei Schemata

Hier eine eigene Strophe in ABCB:

Ich gieß noch deine Pflanzen,
jeden Abend, kurz nach acht;
das Basilikum ist hinüber,
ich gieß es trotzdem. Gute Nacht.

Nur acht / Nacht reimt sich, rein und männlich. Die Zeilen 1 und 3 enden weiblich und reimlos (PFLAN-zen, hi-NÜ-ber), klingen deshalb wie gesprochen, und der Reim in Zeile vier wirkt wie ein kleiner Schlusspunkt. Es ist die natürlichste der drei Fassungen.

Derselbe Gedanke im Paarreim:

Ich gieß noch deine Pflanzen um acht,
das Basilikum hat’s nicht geschafft;
ich gieß es trotzdem, Tag für Tag,
weil ich den leeren Balkon nicht mag.

Das erste Paar ist unrein (acht / geschafft: gleicher Vokal, anderer Konsonant), das zweite rein (Tag / mag). Die Strophe läuft schneller und klingt mehr nach Lied als nach Rede. Der Reim hat einen Grund ins Spiel gebracht, den leeren Balkon; dafür erklärt „weil ich … nicht mag“ ein wenig zu viel.

Und im Kreuzreim:

Ich gieß noch deine Pflanzen,
jeden Abend, kurz nach acht;
der Wind lässt sie noch tanzen –
das Basilikum: gute Nacht.

Pflanzen / tanzen (weiblich) und acht / Nacht (männlich) wechseln sich ab, und die Strophe schließt sich eng und liedhaft. Dafür ist das trotzige „ich gieß es trotzdem“ verschwunden, und genau das hat erzählt, wer hier singt. Vertauschst du die Zeilen 3 und 4, entsteht ein umarmender Reim (ABBA): Die Pflanzen rahmen die Strophe, das Basilikum steht in der Mitte.

Keine der drei ist richtig. Richtig ist die, die gesungen am besten klingt, und dafür gibt es die Übung am Ende.

Schweifreim: der Reim, der auf sich warten lässt

Der Schweifreim (AABCCB) verbindet zwei Paarreime mit einem Reim über weite Distanz. Das bekannteste deutsche Beispiel ist das „Abendlied“ von Matthias Claudius („Der Mond ist aufgegangen“). Für einen Refrain ist die Form ideal, weil die sechste Zeile auf einen Reim antwortet, der drei Zeilen lang offen stand:

Du bist weg, ich bin noch hier,
red mit keinem, nur mit dir,
der Himmel wird nicht heiter.
Der Sommer geht vorbei,
der Herbst ist einerlei –
ich gieß die Pflanzen weiter.

Hier / dir und vorbei / einerlei sind schnelle Paare, heiter / weiter ist der Bogen. Wenn dieser Reim endlich zurückkommt, landet mit ihm der Titel.

Wo der stärkste Reim hingehört

Dein stärkster Reim, rein und männlich, auf einem langen Ton und einem betonten Schlag, gehört dorthin, wo der Song landen muss: auf den Titel oder in die letzte Refrainzeile. Umgib ihn mit unreinen Reimen, dann klingt der reine wie ein Ankommen.

Zwei Gewohnheiten helfen. Schreib zuerst den Titel und sammle seine Reime, bevor du die Zeilen schreibst, die zu ihm führen: So baust du den Refrain vom Ende her. Oder nutze AAAX, bei dem der Bruch der Trick ist:

Ich ruf nicht an, ich schreib dir nicht,
ich lösch dein Foto, dein Gesicht,
im Treppenhaus brauch ich kein Licht –
nur deine Pflanzen gieß ich noch.

Drei reine Reime bauen eine Erwartung auf, und die vierte Zeile verweigert sie. Diese Verweigerung stellt den Titel ins Licht, und der Titel greift das Bild der Strophe auf: Strophe und Refrain sind vernäht. Mehr Refrainformen in Refrain schreiben.

Erzwungene Reime vermeiden

Ein Reim ist erzwungen, wenn er bestimmt, was die Zeile sagt. Die Anzeichen:

  • ein Satzbau, den niemand laut sagen würde („Die Pflanzen ich noch gieße“);
  • Flickwörter, die nur Silben füllen oder zum Reim führen (ja, doch, halt, so sehr);
  • ein Bild, das wegen des Reims dasteht und nicht wegen der Geschichte;
  • abgenutzte Paare, die der Hörer vor dir zu Ende singt: Herz / Schmerz, Liebe / Triebe, Sonne / Wonne.

Vorher:

Deine Pflanzen gieß ich mit Herz,
doch in mir drin, da wohnt der Schmerz.

Herz / Schmerz hört jeder kommen, „mit Herz“ steht nur für den Reim da, „in mir drin, da“ füllt Silben, und die Zeile erklärt ein Gefühl, statt eine Szene zu zeigen. Drei Auswege, ohne den Gedanken aufzugeben:

1. Nimm einen unreinen Reim.

Ich gieß noch deine Pflanzen um acht,
das Basilikum hat’s nicht geschafft.

Acht / geschafft teilen den Vokal, das reicht. Der Schmerz wird nicht mehr behauptet; er steckt im vertrockneten Basilikum.

2. Behalte den Gedanken und wechsle das Schema. Bei ABCB braucht die erste Zeile keinen Partner, und die ganze Strophe atmet: Das ist die ABCB-Fassung oben. Sie sagt nicht „es tut weh“, sie zeigt jemanden, der tote Pflanzen gießt.

3. Leg den Reim in die Zeile.

Der Regen auf den Wegen, und ich gieß die Pflanzen trotzdem.

Regen / Wegen klingen innerhalb der Zeile, und das Ende ist frei für das, was zählt.

Das ist Schritt 7 aus unserer Anleitung zum Songtexte schreiben in der Praxis: Wenn ein Reim dir einen schwachen Gedanken aufzwingt, behalte den Gedanken und wechsle das Schema.

Silben zwischen Reimzeilen ausgleichen

Ein Reim wirkt, wenn er dort ankommt, wo das Ohr ihn erwartet, und dafür müssen die Reimzeilen ungefähr gleich lang dauern. Zwei Zeilen, die sich reimen, sollten gleich viele Betonungen haben, eine ähnliche Silbenzahl (höchstens ein oder zwei Silben Unterschied) und dieselbe Art von Endung.

So sah Zeile vier der Strophe vor der Überarbeitung aus:

jeden Abend, kurz nach acht
und obwohl das Basilikum schon lange nicht mehr lebt, sag ich trotzdem gute Nacht

Die erste Zeile hat 7 Silben, die zweite 21. Der Reim auf Nacht kommt so spät, dass niemand mehr auf ihn wartet, und du musst dreimal so viele Silben in denselben Platz pressen. Die fertige Fassung gleicht beide aus:

ZeileSilbenBetonungenEndung
JE-den A-bend, KURZ nach ACHT74Männlich
ich GIESS es TROTZ-dem. GU-te NACHT84Männlich

Die zweite Zeile hat eine Silbe mehr, aber das unbetonte ich am Anfang ist ein Auftakt: Es kommt vor dem ersten Schlag, und die vier Betonungen liegen wieder genau dort, wo sie in der ersten Zeile liegen. Entscheidend ist die Zahl der Betonungen, nicht die letzte Silbe. Der kostenlose Silbenzähler zählt Zeile für Zeile; die Betonungen findest du, indem du die Zeilen laut sprichst.

Übung: eine Strophe, drei Schemata, gewählt beim Singen

Rechne mit etwa 20 Minuten. Nimm eine eigene Strophe oder die mit den Pflanzen.

  1. Schreib deine Strophe als ABCB, als Paarreim und als Kreuzreim. Behalte die Geschichte und lass die Wörter wandern: andere Reihenfolge, ein neues Bild, ein anderer Zeilenumbruch. Markiere jeden unreinen Reim mit einer ~, dann siehst du, wie viele du verwendest.
  2. Prüf das Gleichgewicht. Lass alle drei Fassungen durch den Silbenzähler laufen. Reimzeilen sollten höchstens ein oder zwei Silben auseinanderliegen und gleich viele Betonungen haben.
  3. Sing jede Fassung auf dieselbe Melodie. Öffne die Melodieübung in der Songtext-Anleitung, wähl eine Melodie (oder nimm eine eigene Aufnahme) und sing alle drei Fassungen darauf. Nimm jede auf.
  4. Hör sie dir als Zuhörer an, nicht als Autor. Welche klingt am ehesten, als würde jemand reden? Welche hetzt? Bei welcher landet der Reim auf einem langen Ton statt auf einem Durchgangston?
  5. Entscheide dich und schreib auf, warum. Viele landen bei ABCB für die Strophe und einem engeren Schema für den Refrain. Wenn das auch deine Wahl ist, schreib einen vierzeiligen Refrain in AAAX mit dem Titel in Zeile vier, oder einen Schweifreim mit dem Titel in Zeile sechs.

Wo Zoundroom ins Spiel kommt

Nach der Übung hast du drei Fassungen und drei Takes, und zum Entscheiden brauchst du beides nebeneinander. Leg den Song in Zoundroom als Projekt an und schreib die drei Fassungen untereinander in eine Notiz. Nimm jede gesungene Fassung direkt in dieser Notiz auf, gleich unter ihrem Text: Das Audio wird an der Cursorposition eingefügt, und so bleibt jeder Take neben den Zeilen, die er prüft. Wenn du an einem Wort hängst, kann Auralis, die KI von Zoundroom, dir reine und unreine Reime als Text in der Notiz vorschlagen. Welcher zur Geschichte passt, oder ob die Zeile überhaupt reimen soll, entscheidest weiterhin du. Hier siehst du, wie Notizen und Songtexte mit Audio funktionieren und wobei Auralis helfen kann.

Häufige Fragen

Muss sich ein Songtext reimen?

Nein. Viele Songs lassen Zeilen ungereimt, und eine Zeile, die das Muster bricht, kann stärker treffen als eine, die ihm folgt. Was ein Song braucht, ist ein Muster, dem das Ohr folgen kann. Der Reim ist der häufigste Weg dahin, neben Wiederholung und gleichmäßigen Zeilenlängen. Eine gute Faustregel: Reim dort, wo der Hörer spüren soll, dass sich ein Teil schließt, und lass den Rest frei.

Was ist ein unreiner Reim, und darf man ihn im Song verwenden?

Ein unreiner Reim klingt fast, aber nicht ganz gleich: Glück / Blick, schön / gehn, acht / geschafft. Im Song ist er nicht nur erlaubt, sondern normal. Auf einem gehaltenen Ton ist ein unreiner Reim mit gleichem Vokal kaum von einem reinen zu unterscheiden. Heb dir die reinen Reime für die Stellen auf, die einrasten sollen.

Welches Reimschema passt zum Refrain?

Ein enges: Paarreim, AAAA oder AAAX, damit der Reim schnell zurückkommt und der Refrain aufgelöst klingt. Der Schweifreim ist die Alternative mit Spannungsbogen, weil der Titel auf dem lange erwarteten Reim landet. Setz den Titel auf den stärksten Reim, meist in die letzte Zeile, und lass die Strophen lockerer (ABCB oder Kreuzreim), dann wirkt der Refrain im Kontrast noch enger.

Wie finde ich Reime, die nicht erzwungen klingen?

Geh vom Klang aus, nicht von der Schreibung. Sprich den betonten Vokal deines Wortes und alles danach, notier jedes Wort, das dir mit diesem Klang einfällt, und sortier die Liste in reine und unreine Reime. Ein Reimlexikon hilft bei den reinen; die frischeren Wörter stecken meist bei den unreinen. Wähl zuerst nach Bedeutung. Wenn nichts passt, behalte die Zeile, die sagt, was du meinst, und schreib die andere neu.