Trap-Song schreiben: 808, Triolen-Flow, Hook und Ad-libs
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Trap-Song schreiben Schritt für Schritt: Beat mit 140 BPM im Halftime, 808 und Hi-Hats einfach erklärt, Triolen-Flow, Hook mit Ad-libs, ein Beispiel und eine Vorlage.
Um einen Trap-Song zu schreiben, nimm einen Beat mit etwa 140 BPM, bei dem die Snare nur auf Zählzeit 3 kommt, sodass er sich wie 70 anfühlt: Dieses Halftime-Gefühl lässt Platz für wenige, schwere Wörter oder für schnelle Triolen. Schreib zuerst die Hook, einen Titel aus zwei bis fünf Wörtern, gerappt oder gesungen über zwei Takte und viermal wiederholt, und plane die Ad-libs, die darauf antworten. Dann schreibst du den Trap-Text der Parts in Blöcken zu vier Bars: Jeder Reim landet auf der Snare, Zählzeit 4 bleibt zum Atmen oder für ein Ad-lib, und du wechselst bewusst zwischen geradem Flow und Triolen. Die übliche Form ist Intro, Hook, Part, Hook, Part, Hook, und sie passt in weniger als drei Minuten.
Weiter unten: der Trap-Beat als Audiobeispiel mit Drum-Raster, 808 und Hi-Hats ohne Produktions-Tutorial erklärt, Loops für den kostenlosen Akkordfolgen-Player, eine eigene Hook und ein eigener Part mit markiertem Flow, eine Vorlage zum Kopieren und ein Blick auf Trap auf Deutsch. Du musst keine Beats bauen können, um Trap-Texte zu schreiben.
Trap auf einen Blick: Was einen Song nach Trap klingen lässt
Trap kommt aus Atlanta. Der Name meint das Trap House, den Ort, an dem Drogen verkauft werden, und die ersten Texte erzählten von diesem Leben. Der moderne Sound entstand um 1999 mit Produzenten wie Shawty Redd, Zaytoven und DJ Toomp und Rappern wie T.I., Jeezy und Gucci Mane. Lex Lugers Beats für Waka Flocka Flames Flockaveli (2010) machten ihn breit bekannt, und „Versace“ (2013) von Migos, produziert von Zaytoven, rückte den Triolen-Flow ins Zentrum des Hip-Hop. Heute gibt es Trap über Liebe, Geld, Familie oder eine miese Woche: Das Genre macht der Beat und die Art, wie die Wörter darauf sitzen, genauso aus wie das Thema.
| Element | Typisch für Trap | Was das für deinen Text heißt |
|---|---|---|
| Tempo | Etwa 140 BPM, gefühlt im Halftime (70) | Weniger Wörter pro Schlag, oder Triolen |
| Drums | 808-Kick und -Bass, Snare oder Clap auf der 3, schnelle Hi-Hats mit Rolls | Der Reim landet auf der Snare; Rolls laden zu schnellen Silben ein |
| Harmonie | Ein oder zwei Mollakkorde im Loop, dunkle Synths, Glocken oder Streicher | Der Loop ändert sich kaum: Bewegung bringt dein Flow |
| Stimme | Gerappte Parts, gerufene oder gesungene Hooks, auf der Platte oft mit Auto-Tune | Schreib eine Hook, die gesungen und gerappt funktioniert |
| Ad-libs | Kurze Rufe und Echos zwischen den Zeilen | Lass Lücken; die 4 ist der übliche Platz |
| Form | Intro, Hook, Part, Hook, Part, Hook | Die Hook kommt früh und oft |
Hör rein: 140 BPM, die sich wie 70 anfühlen
Drück auf Play und folge den Zeiten. Es ist ein kurzes, synthetisiertes Lernbeispiel, keine fertige Produktion.
Nach vier schnellen Klicks (0:00–0:01) setzt Am bei etwa 0:02 ein und F bei etwa 0:05; der Loop aus vier Takten beginnt bei 0:09 von vorn und endet bei etwa 0:16. Die Snare kommt einmal pro Takt, auf der 3, die erste kurz vor 0:03. Die Kick spielt auf der 1 und dann zweimal rund um die Snare. Die Hi-Hats laufen in Sechzehnteln, und am Ende jedes zweiten Takts (bei etwa 0:05, 0:08, 0:12 und 0:15) rollen sie in einen schnelleren Wirbel. Der tiefe Basston auf 1 und 3 steht für die 808.
So sieht ein Takt im Sechzehntelraster aus (X ist ein Schlag):
Zählzeit 1 e + e 2 e + e 3 e + e 4 e + e
Kick X . . . . . . X . . X . . . . .
Snare . . . . . . . . X . . . . . . .
Hi-Hat X x x x X x x x X x x x X x x x
Roll jeden zweiten Takt teilt sich die zweite Hälfte der 4 in sechs schnelle Schläge
In Pop und Rock kommt die Snare auf 2 und 4. Im Halftime rutscht sie auf die 3, einmal pro Takt. Bei 140 BPM dauert ein Takt 1,71 Sekunden, genauso lange wie der Abstand zwischen zwei Snares in einem Song mit 70, also nickt der Kopf in 70, während die Hi-Hats in 140 laufen. Die deutsche Wikipedia nennt für Trap 60 bis 95 BPM, oft in Doubletime programmiert, also im Raster von 120 bis 190; die englische setzt den typischen Beat bei etwa 140 (70) an. Was ist BPM erklärt Halftime und Doubletime mit weiteren Hörbeispielen. Du hast einen Beat von einem Producer? Tippe die Snare im Tap-Tempo-Metronom mit und schreib die Zahl oben über deinen Text.
Für den Text ist dieser Takt von 1,71 Sekunden die Einheit. Im geraden Flow passen bequem 6 bis 9 Silben pro Bar; in Triolen passen 9 auf die Zählzeiten 1, 2 und 3, und auf der 4 atmest du.
808 und Hi-Hats, einfach erklärt
Du musst den Beat nicht produzieren, aber wenn du weißt, was jedes Element tut, weißt du auch, wo deine Wörter hingehören.
- Die 808. Die Roland TR-808 ist ein Drumcomputer, der 1980 herauskam. Ihre Bassdrum kann lange nachklingen, und Producer haben sie verlängert und gestimmt, um damit Basslinien zu spielen; im Trap meint „die 808“ diese tiefe, lange, gestimmte Kick-Bass-Mischung. Sie folgt dem Grundton der Akkorde, also muss eine gesungene Hook in der Tonart des Beats liegen. Frag den Producer nach der Tonart oder lade den Beat in das Tool, mit dem du Tonart und BPM erkennen kannst. Wenn die 808 für ein oder zwei Schläge aussetzt, oft direkt vor der Hook, ist diese Stille der Platz für eine Zeile ganz allein.
- Die Hi-Hats. Sie laufen in Sechzehnteln, manchmal in Triolen, und rollen am Phrasenende in Zweiunddreißigsteln. Wo sie rollen, klingt eine schnelle Silbenkette natürlich; wo sie gleichmäßig ticken, atmen weniger Wörter besser.
- Snare oder Clap auf der 3. Das ist dein Anker: Dort landet die betonte Silbe des Reims, und die 4 bleibt frei.
Noch kein Beat? Lass einen davon im Player laufen, alle in Moll und mit Trap-Drums:
| Loop | Akkorde | Stimmung | Öffnen |
|---|---|---|---|
| i–i–♭VI–♭VI | Am–Am–F–F | Der aus dem Beispiel: dunkel und ruhig, viel Platz für Text | Loop mit 140 BPM |
| i–♭VI–iv–V | Cm–As–Fm–G | Bedrohliches Glocken-Arpeggio; das G zieht zurück nach Cm | Loop mit 136 BPM |
| i7–iv7–i7–iv7 | Em7–Am7–Em7–Am7 | Weicher, für eine gesungene, melodische Hook | Loop mit 130 BPM |
Wenn du deinen eigenen Beat mit 808 und Rolls bauen willst: BandLab ist ein kostenloses Studio im Browser, unter iOS und Android, mit Werkzeugen zum Beatbauen, und GarageBand auf iPhone und iPad hat den Beat Sequencer und Live Loops. Das ist Produktion, eine andere Arbeit als das Schreiben.
Trap-Text schreiben in 7 Schritten
- Lass den Beat im Loop laufen und schreib Tempo und Tonart oben auf die Seite: „140 BPM, Halftime, a-Moll“.
- Nuschel den Flow fünf Minuten lang auf „da“ und „ta“ über den Loop und nimm das mit dem Handy oder dem Online-Diktiergerät auf. Behalte die zwei Rhythmen, die dir am besten gefallen.
- Schreib zuerst die Hook: einen Titel aus zwei bis fünf Wörtern auf einer Phrase von zwei Takten, viermal gesagt, um acht Takte zu füllen.
- Wähle drei oder vier Ad-libs: ein Echo, eine Antwort und einen Sound, der nur dir gehört.
- Schreib den Part in vier Blöcken zu vier Bars. Jeder Reim landet auf der Snare der 3, und die 4 ist zum Atmen oder für ein Ad-lib da.
- Wechsle den Flow mit Absicht, zum Beispiel gerade in den ersten acht Bars und in Triolen in den nächsten vier.
- Nimm noch am selben Tag ein grobes Demo auf, hör es dir an und streich aus jeder vollen Bar ein Wort.
Flow: gerade, Doubletime und Triolen
Flow heißt: wo deine Silben im Verhältnis zum Beat sitzen. Auf einem Trap-Beat lohnen sich drei Raster:
- Gerade: Silben auf Achteln, 4 bis 8 pro Bar. Entspannt, gut für den Anfang eines Parts und für die Hook.
- Doubletime: Sechzehntel, bis zu 16 Silben pro Bar. Bei 140 BPM sind das mehr als neun Silben pro Sekunde: nimm es für ein, zwei Bars, nicht für einen ganzen Part.
- Triolen: drei Silben pro Schlag. Auf den Zählzeiten 1, 2 und 3 sind das 9 Silben, die 4 bleibt frei.
Nach den Klicks (0:00–0:01) laufen vier Takte von 0:02 bis 0:09. Die Zählzeiten 1, 2 und 3 tragen je drei gleiche Töne, die dritte Gruppe beginnt genau auf der Snare, und die 4 bleibt still; in Takt 2 und 4 füllt der Hi-Hat-Roll diese Lücke, bei etwa 0:05 und 0:08. Sprich mit: „SCHREIB es auf | SING es leis | NIMM es auf“.
Der Triolen-Flow war 2013 nicht neu, aber „Versace“ machte ihn zum Sound des Jahrzehnts. Im Deutschen liegt die Betonung meist auf der ersten Silbe, und das hilft dir: Wörter mit einer betonten und zwei leichten Silben (Hinterhof, Mitternacht, Ewigkeit, Königin) füllen eine Triole von allein. Einsilbige Wörter (kalt, Licht, an) knallen im geraden Flow am härtesten auf die Snare. Endungen auf „-en“ und „-er“ sind leicht: Leg sie nie auf die 3. Der Silbenzähler zeigt dir auf einen Blick, wann eine Bar länger geworden ist als ihre Nachbarn. Wie du Takte zählst und die Pocket findest, steht in Text auf einen Beat schreiben; Multis, Punchlines und das Handwerk eines 16er-Parts erklärt Rap-Text schreiben.
Die Hook und die Ad-libs
Die Hook ist das, was Leute mitsingen, also trägt sie den Titel.
- Zwei bis fünf Wörter. Offene Vokale, die du halten kannst („an“, „da“, „Licht“), funktionieren besser als Konsonantenknäuel.
- Eine Phrase von zwei Takten, viermal gesagt. Jedes Mal dieselben Wörter; wenn sich etwas ändert, dann die letzte Zeile.
- Gesungen oder gerufen. Viele Trap-Hooks werden auf einer einfachen Melodie gesungen, und auf der Platte kommt oft Auto-Tune dazu. Schreib sie so, dass sie ohne Effekt trägt. Über dem Loop Am–F bleiben die weißen Klaviertasten in der Tonart, und Welche Tonart passt zu meiner Stimme hilft, wenn dir die Hook zu hoch liegt.
- Luft. Die Hook hat weniger Silben als der Part: Wenn der Part mit 9 pro Bar läuft, bleibt die Hook bei 4 bis 6.
Ad-libs sind die kurzen Rufe, Echos und Sounds zwischen den Zeilen; die deutsche Wikipedia nennt sie eine Art stilistisches Markenzeichen von Rappern. Es gibt drei Sorten: das Echo (du wiederholst das letzte Wort), die Antwort (ein kurzer Kommentar zur Zeile) und die Signatur (ein Sound, der deiner wird). Setz sie in die Lücken, fast immer auf die 4, nie über ein wichtiges Wort. Schreib sie in Klammern in den Text und nimm sie in einem eigenen Durchgang auf. Hook schreiben hat einen Gedächtnistest, um zwischen zwei Titeln zu entscheiden, und das Reimlexikon gibt dir eine Kette von Reimen für das Hook-Wort.
Aufbau eines Trap-Songs: ein Plan für 2:31 bei 140 BPM
Bei 140 BPM dauert ein Takt 1,71 Sekunden, acht Takte sind also keine 14 Sekunden. Deshalb wirken Trap-Songs kurz, und die Hook kommt so oft zurück.
| Teil | Takte | Bei 140 BPM | Aufgabe |
|---|---|---|---|
| Intro | 4 | 0:00–0:07 | Der Beat, das Producer-Tag oder ein Vorgeschmack auf die Hook |
| Hook | 8 | 0:07–0:21 | Der Titel viermal, mit Ad-libs |
| Part 1 | 16 | 0:21–0:48 | Die Situation, in Details |
| Hook | 8 | 0:48–1:02 | Dieselben Wörter |
| Part 2 | 16 | 1:02–1:29 | Was sich geändert hat, mit anderem Flow |
| Hook | 8 | 1:29–1:43 | Dieselben Wörter, mehr Ad-libs |
| Part 3 oder Feature | 16 | 1:43–2:10 | Optional: ein Gast oder ein kurzer letzter Part |
| Hook | 8 | 2:10–2:24 | Das letzte Mal |
| Outro | 4 | 2:24–2:31 | Der Beat allein, oder die 808 klingt aus |
Das sind 88 Takte, etwa 2:31. Ohne den dritten Part und seine Hook bleiben 64, rund 1:50. Im Songstruktur-Planer wählst du die Rap-Form, stellst das Tempo auf 140 und ziehst die Hook nach vorn.
Trap-Text schreiben: ein ausgearbeitetes Beispiel
„Spätschicht“ ist ein erster Entwurf, geschrieben für diesen Artikel über Am–Am–F–F bei 140 BPM. Ad-libs stehen in Klammern.
Hook (eine Zeile alle zwei Takte, acht Takte insgesamt)
Spätschicht, Licht an (Licht an)
zwischen zwei Kunden schreib ich weiter dran (dran)
Spätschicht, Licht an (Licht an)
und der Song wird fertig, irgendwann (irgendwann)
Part 1, Bars 1–8 (eine Zeile pro Bar)
Kühlschrank brummt, die Mate ist kalt (kalt)
draußen Regen auf dem Asphalt
Handy-Display mit ’nem Riss
ein Take, und der sitzt, ganz gewiss (yeah)
Wochenend, Mitternacht, Hinterhof
schreib es auf, sing es leis, nimm es auf
Kunde kommt, Song auf stumm, Kasse auf (auf)
und dann wieder: Spätschicht, Licht an (Licht an)
Was jeder Teil macht:
- Bars 1–4, gerader Flow. Sieben bis acht Silben, und die betonte Reimsilbe (kalt, Asphalt, Riss, gewiss) landet auf der Snare der 3. Die 4 bleibt leer oder trägt ein Ad-lib.
- Bars 5–7, Triolen. Neun Silben in drei Dreiergruppen, jede beginnt mit der betonten Silbe; die Daktylen erledigen die Arbeit von selbst. Bar 6 und 7 reimen auf „auf“.
- Bar 8, zurück zum geraden Flow. Sie endet auf „Licht an“, den Wörtern der Hook, und der Part geht nahtlos in die Hook über.
- Hook. „Spätschicht“ ist der Titel, zwei schwere Silben, die man rufen kann; „an“, „dran“ und „irgendwann“ teilen denselben offenen Vokal, und jedes Ad-lib wiederholt oder beantwortet das letzte Wort.
- Details statt Gefühle. Der brummende Kühlschrank, die kalte Mate, das gesprungene Display und die Kasse sagen „ich lass diesen Song nicht los“, ohne es auszusprechen.
- Wie es weitergeht. Part 2 ist der Morgen danach: der Take im Bus auf dem Heimweg. Die Hook bleibt Wort für Wort gleich.
Vorlage zum Kopieren
TITEL / HOOK-PHRASE: ____________ (2–5 Wörter)
BEAT: ___ BPM, Halftime · Tonart ___ · Loop ___
HOOK (8 Takte = Phrase von 2 Takten × 4)
Zeile A (Takt 1–2): ____________ (Ad-lib: ___)
Zeile B (Takt 3–4): ____________ (Ad-lib: ___)
Zeile A noch mal (Takt 5–6)
Zeile C (Takt 7–8): ____________ (Ad-lib: ___)
PART (16 Bars = 4 Blöcke zu 4)
Block 1, gerader Flow: die Szene in 3 Details
Block 2: was passiert + ein Binnenreim pro Bar
Block 3, Flowwechsel (Triolen): die Wendung
Block 4: deine beste Zeile in Bar 16, endet auf dem Klang der Hook
AD-LIBS: Echo ___ · Antwort ___ · Signatur ___
FORM: Intro 4 · Hook 8 · Part 16 · Hook 8 · Part 16 · Hook 8 · Outro 4
Typische Fehler und wie du sie behebst
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Der Part klingt gehetzt | Sechzehntel durchgehend bei 140 | Denk in 70: weniger Wörter, oder vier Bars Triolen |
| Die Reime wirken neben dem Beat | Die betonte Silbe verfehlt die Snare auf der 3 | Stell die Wörter um, bis der Reim auf der 3 landet; lass die 4 frei |
| Die Hook bleibt nicht hängen | Zu viele Wörter, oder jedes Mal neue | Zwei bis fünf Wörter, genau gleich wiederholt |
| Die Ad-libs machen alles unruhig | Sie liegen über wichtigen Wörtern | Schieb sie auf die 4 und in die Lücken nach jeder Hook-Zeile |
| Die gesungene Hook reibt sich am Beat | Die Melodie verlässt die Tonart der 808 | Finde die Tonart des Beats und bleib mit der Hook darin |
| Alle Bars klingen gleich | Ein einziger Flow über 16 Bars | Wechsle alle vier Bars Raster oder Einsatz |
| Es klingt wie ein bekannter Song | Flow, Wörter und Melodie zusammen geliehen | Leih dir eine Rhythmus-Idee, nie Wörter oder Melodie |
Trap auf Deutsch: von Money Boy bis Ufo361
Trap ist längst im Deutschrap angekommen. Die deutsche Wikipedia nennt unter den deutschsprachigen Trap-Künstlern Miami Yacine, Money Boy, RIN, Ufo361 und Yung Hurn, und Haftbefehls Mixtape Unzensiert setzt vor allem auf Trap-Beats. Typisch sind schleppende Rhythmen mit sehr tiefen Bässen und schnell rollenden Hi-Hats. Für deinen Text heißt das: Nimm den Beat und den Raum, und schreib in der Sprache, in der du denkst, mit den Wörtern aus deiner Stadt und nicht mit denen von jemand anderem. Wenn dein Song statt Halftime einen Dembow will, lies weiter bei Reggaeton schreiben.
Wo Zoundroom passt: der Beat, die Bars und jeder Take der Hook
Zoundroom baut keine Beats: Die App hat keine virtuellen Instrumente und keinen Drumcomputer, erzeugt kein Audio und ist nicht der Ort, an dem du den fertigen Track mischst und masterst; das passiert in einer DAW wie GarageBand oder BandLab. Was sie tut: Sie hält einen Trap-Song zusammen, während du ihn schreibst, denn jeder Song ist ein Projekt mit seinen Aufnahmen, Texten, Notizen und Dateien. Leg ein Projekt „Spätschicht“ an, importiere den Beat und schreib „140 BPM, Halftime, a-Moll“ oben in eine Notiz, darunter die Hook und den Part. Füg den Beat in diese Notiz ein und spiel ihn ab, während du schreibst; dann nimm deine genuschelten Flows und Takes in derselben Notiz auf: Jede Aufnahme landet an der Cursorposition, direkt unter den Bars, zu denen sie gehört. Es ist dasselbe Konto auf iOS, Android und im Web, und die Web-App nimmt auch im Browser auf. Mit Free teilst du das Projekt mit bis zu zwei Artists, etwa deinem Producer; Pro erhöht auf vier und bringt Kommentare mit Zeitmarke (wer kommentiert, braucht selbst Pro oder Band), damit er die genaue Sekunde zeigen kann, an der der Flow hängt. Auralis, der Assistent der App, schlägt dir alternative Zeilen oder Wortfelder als Text vor, nie als Audio. Dein nächster Schritt: Leg das Projekt mit deiner Hook als Titel an und nimm heute drei Versionen der Hook in dieser Notiz auf.
Häufige Fragen
Wie viel BPM hat Trap?
Die meisten Trap-Beats sind auf etwa 140 BPM programmiert und werden im Halftime gefühlt, wie 70, weil die Snare nur auf der 3 kommt. Die deutsche Wikipedia nennt 60 bis 95 BPM, oft in Doubletime programmiert; die englische eine Spanne von etwa 100 bis 176. Wenn sich ein Beat langsam anfühlt, aber die Hi-Hats rasen, ist er im Halftime.
Was ist ein Triolen-Flow?
Drei Silben pro Schlag statt zwei oder vier. Auf einem Trap-Beat passen neun Silben auf die Zählzeiten 1, 2 und 3, und auf der 4 atmest du. Es gab ihn schon vorher, aber „Versace“ (2013) von Migos hat ihn in den 2010ern ins Zentrum des Hip-Hop gerückt.
Kann ich einen Trap-Song schreiben, ohne Beats zu bauen?
Ja. Schreib über einen Loop aus dem Akkordfolgen-Player, über den Beat eines Producers oder über einen, den du in BandLab oder GarageBand baust. Wenn der Beat von jemand anderem kommt, haltet die Credits vor jeder Veröffentlichung in einem Split Sheet fest.
Brauche ich Auto-Tune, um Trap zu schreiben?
Nein. Auto-Tune ist eine Produktionsentscheidung, die bei Aufnahme und Mix der Stimme fällt. Viele Trap-Songs nutzen es, aber eine Hook muss auch ohne alles gesungen tragen: Schreib sie und nimm das Demo ohne Effekt auf, und entscheide den Sound später in einer DAW.
Quellen
Alle Seiten geprüft am 2. Oktober 2026.
- Wikipedia (englisch), „Trap music“: Ursprung in Atlanta in den 1990ern und Bedeutung von trap house; moderner Sound ab 1999; Produzenten Shawty Redd, Zaytoven und DJ Toomp, Rapper T.I., Jeezy und Gucci Mane; Lex Luger und Flockaveli (2010); typischer Beat um 70 (140) BPM, Spanne von 50 (100) bis 88 (176); 808-Kicks, Hi-Hats in doppeltem und dreifachem Tempo, synthetische Streicher, Bläser und Keys; Triolen-Flow, Auto-Tune und Ad-libs. wikipedia.org
- Wikipedia, „Trap (Musikstil)“: 60 bis 95 BPM, oft in Doubletime programmiert; schleppende Rhythmen mit sehr tiefen Bässen und schnell rollenden Hi-Hats in Zweiunddreißigsteln; Roland TR-808; Ad-libs als stilistisches Markenzeichen; deutschsprachige Künstler Miami Yacine, Money Boy, RIN, Ufo361 und Yung Hurn. wikipedia.org
- Wikipedia, „Unzensiert“: Haftbefehls Mixtape mit vor allem Trap-Beats. wikipedia.org
- Wikipedia (englisch), „Roland TR-808“: 1980 erschienen; Decay-Regler der Bassdrum; verlängerte und gestimmte Bassdrum für Basslinien; The New Yorker (2015) über die 808 als Fundament des Trap. wikipedia.org
- Wikipedia (englisch), „Versace (song)“: 2013 von Migos veröffentlicht, produziert von Zaytoven; brachte den Triolen-Flow ins Rampenlicht, ohne der erste Song damit zu sein. wikipedia.org
- BandLab, offizielle Website und Hilfecenter: kostenloses Studio im Browser, unter iOS und Android, mit Werkzeugen zum Beatbauen. bandlab.com
- Apple, GarageBand für iOS: Beat Sequencer nach dem Vorbild klassischer Drumcomputer, Live Loops und Sounds für Hip-Hop. apple.com